Sony Ericsson LiveView im Test: Handy-Display in der Armbanduhr

LiveView von Sony Ericsson bringt das Handy-Display in Form eines kleinen OLED-Touchscreens an das Handgelenk. Via Bluetooth wird die Armbanduhr vom Android-Smartphone mit Uhrzeit, Facebook-Statusupdates, der aktuellen Position, E-Mails, eingehenden Anrufen oder SMS versorgt und erlaubt so, permanent und unauffällig Up-to-Date zu sein – auch in Meetings, in der Schule oder beim Sport. Wir haben das Gadget ausführlich getestet.

“LiveView – Dein Fenster zu Deiner Welt” heißt es bei Sony Ericsson und auf der Produktverpackung. Und in der Tat, gelogen ist das nicht: Das kleine Display ist einem als Uhr am Handgelenk oder per Clip an der Kleidung oder Handtasche befestigt noch näher als das Handy. Die neuesten und wichtigsten Informationen kommen – natürlich frei konfigurierbar – direkt und ohne Zeitverzögerung via Bluetooth vom Android-Smartphone. Abgesehen von der Telefonie-Funktion handelt es sich dabei also schon fast um eine Handy-Uhr, nur dass LiveView mit einem Preis von weniger als 70 Euro um ein Vielfaches günstiger ist.

Design

Das erste Wow kommt uns bereits beim ersten Blick durch das Plexiglasfenster der Produktverpackung über die Lippen. Dass das Gerät mit einem gerade einmal 1,3 Zoll kleinen Display ausgestattet ist, wissen wir ja schon vom Datenblatt – aber wie klein 1,3 Zoll wirklich sind, sehen wir erst jetzt. Um das eigentliche Display zieht sich ein gerade einmal 0,5 Zentimeter dicker Rahmen auf jeder Seite. Damit misst LiveView 3,5 mal 3,5 Zentimeter und ist abgesehen von den abgerundeten Ecken quadratisch.

Die einzigen sichtbaren Eingabelemente sind zwei Tasten, die oben links und rechts am Gehäuse angebracht sind. Die linke ist mit einem Ein-Aus-Zeichen beschriftet und verfügt darüber hinaus über eine LED, die rot oder grün leuchten kann und damit über den Status von LiveView informiert. Ansonsten wird per Touchscreen gesteuert, wobei die Bezeichnung “Touchscreen” eigentlich übertrieben ist: Es gibt insgesamt vier Touchsensoren, die jeweils knapp außerhalb des Displays oben, unten, links und rechts angebracht sind. Das ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man die Steuerung einmal kapiert hat, gibt es daran nichts auszusetzen.

Beim Auspacken ist das externe Handy-Display mit einem Metallclip ausgestattet, der für einen stabilen Sitz beispielsweise am Jackett, am Armband oder an der Handtasche sorgt. Wer LiveView lieber als Armbanduhr tragen möchte, kann den schwarzen Kunststoffrahmen mit der Halteklammer nach unten abnehmen – er ist lediglich eingeclipst. Am Anfang tun wir uns etwas schwer damit – wir wollen die kleinen Plastiknasen, die für Halt sorgen, ja nicht abbrechen. Die Sorge scheint aber unberechtigt zu sein: Das hält!

Alternativ ist ein Befestigungsrahmen im Lieferumfang enthalten, der sich als Armbanduhr tragen lässt. Vorausgesetzt, man ist fingerfertig, denn das mitgelieferte Armband ist hier nicht befestigt. Stattdessen liegen sogenannte Federstege bei, jene kleinen Metallstifte, die auch bei “normalen” Armbanduhren den Zeitnehmer mit dem Armband verbinden. Binnen kurzer Zeit haben wir das Stoff-Armband mit Klettverschluss am LiveView befestigt. Doch die Freude hält nicht lang. Noch am gleichen Abend reicht ein leicht unvorsichtiger Versuch, einen Rucksack anzuziehen, um die kleinen Metallstifte gewaltsam aus ihrer vermeintlich festen Position zu reißen. Das Gadget landet in der nächstbesten Pfütze, einer der Metallstifte ist unauffindbar, der andere ist verbogen. Immerhin: Das Gerät funktioniert noch und hat auch an der Befestigung keine Schäden davon getragen. Beim Uhrmacher lassen wir das Armband erneut befestigen. Kostenpunkt: 4 Euro inklusive Material und Arbeitszeit, und die neuen Federstege scheinen deutlich stabiler zu sein als die alten.

Nur wenige Tage nach dem ersten Einsatz zeigt aber das mitgelieferte (und ohnehin nicht besonders hübsche) Armband erste Verschleißerscheinungen: Der Klettverschluss franst aus. Noch ist das maximal ein optischer Mangel, den man nicht einmal sieht, wenn man die Uhr am Handgelenkt trägt. Aber das nach nur vier Tagen? Egal – der Uhrmacher um die Ecke hat auch Ersatzarmbänder aus Kunststoff oder Leder im Angebot, und die kosten – je nach Geschmack – nur ein paar Euro. Hübscher als das Original sind sie allemal.

Das mitgelieferte Armband ist von Haus aus keine besonders wertige Schöhnheit - und es zeigt bereits nach wenigen Tagen im Einsatz starke Verschleißerscheinungen.
Das mitgelieferte Armband ist von Haus aus keine besonders wertige Schöhnheit – und es zeigt bereits nach wenigen Tagen im Einsatz starke Verschleißerscheinungen.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Sony Ericsson LiveView im Test: Handy-Display in der Armbanduhr

  • Am 27. November 2010 um 01:42 von gerdich

    Einmal iPod nano 6th generation getestet?
    Ich stand vor der Wahl liveView oder iPod nano 6th generation.

    Schliesslich habe ich mich für den ei-pott entschieden, weil mein Handy (nokia n900) normalerweise nicht mit Android läuft.

    Meine Mutter hat es mir zum Geburtstag geschenkt.

    Mein Handy sendet über RDS Informationen bezüglich SMS, Telefon und aktuellen Radiosenders.

    Zugegeben: Der iPod vibriert nicht. Das macht aber das Handy in der Hose genau so gut.

    Dafür sendet das Handy auch Webradio an den iPod.
    Zusätzlich verfügt der iPod auch über Zugang zu iTunes.

    Die Sporteigenschaften dürften ähnlich sein. (Abgesehen vom Nike-Modul, das man zusätzlich kaufen muss.)

    Kompliertere Anwendungen, wie "Where am I" mit grosser Bildanzeige sind leider vorerst nicht möglich.

    Dafür verfügt er über eine selbständige Uhr mit ansprechender Anzeige.

    Leider hat es keinen eigenen Lautsprecher.
    Deshalb habe ich einen in Pillenform bestellt.

    Ohne Kopfhörer besitzt das iPod nicht einmal eine Antenne und ist nicht brauchbar.

    Ich hoffe, dass sich dies mit den Mini-Lautsprechern ändert.

    • Am 9. Oktober 2011 um 02:21 von Phoeny

      AW: Einmal iPod nano 6th generation getestet?
      und was genau hat der liveview midt nem ipod gemeinsam?? bis auf die grösse??

      die verbindung zw. n900 und ipod klappt nur weil das n900 einen FM transmitter hat… das was dir dein ipod anzeigt, von wegen sms , und handynummern, kannst du auf jeden autoradio anzeigen lassen ,.,,, (glaub mir ich hatte das n900 seit dem release)

      der liveview ist hingegen eine art fernbedienung für ein android handy… da dein n900 als OS maemo hat hättest du das ding sowieso nich nutzen können … (und ja ich weis das man auch andro auf die SD karte spielen kann und via Bootmenu sich beim einschalten ein OS aussuchen kann,,,) nur funkt andro aufm n900 leider nich gscheit… und wer benutzt das 2te os wirklich wenn man alle settings, kontakte, usw. auf Maemo hat…

      zurück zum thema … dein ipod hat nichts aber auch wirklich nichts mit dem liveview zu tun … hättest du den bericht gelesen wäre es dir auch aufgefallen …

      und um noch was zum testbericht zu posten … danke für den test … wollte das teil fast bestellen … aber werde nun warten bis eine stabilere version kommt … man weiss ja nie ob die hw. nich gleich mitverbessert wird^^

      • Am 19. Dezember 2011 um 20:23 von Sebastian

        AW: AW: Einmal iPod nano 6th generation getestet?
        Also ich habe es mir heute bestellt.
        Laut diversen Berichten soll das Ganze jetzt seit einem Update der Software deutlich besser funktionieren.
        Insbesondere in Sicht auf die Verbindungsabbrüche.

        Zudem konnte ich bei einem Preis von 26 Euro nicht widerstehen. ^^

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