Im Frühjahr hatten wir einen tragbaren Blu-ray-Player in der Redaktion. So wirklich begeistern konnte uns der Panasonic DMP-B15 allerdings nicht – die Anschaffungskosten von 650 Euro waren schlicht und ergreifend viel zu hoch. Das Sony Vaio EB3 ist zwar ein Stückchen teurer, doch dafür gibt es neben Blu-ray-Laufwerk und HDMI-Ausgang auch einen vollwertigen Rechner sowie ein Full-HD-Display dazu.

Verarbeitung und Eingabegeräte

Das Vaio EB3 kommt in einem unauffälligen Gehäuse und verzichtet auf Designschnörkel. Die Handballenauflage besteht aus mattem Kunststoff und zeigt so keine Fingerabdrücke. Hochglanzbeschichtungen oder Flächen aus gebürstetem Aluminium? Fehlanzeige.

Alle Kunststoffteile wirken erfreulich gut verarbeitet. Die Handauflage ist stabil und gibt auch unter Druck nicht nach. Die Unterseite wirkt dagegen im Bereich des optischen Laufwerks etwas wackelig. Der dicke Displaydeckel ist stabil, die straffen Gelenke halten ihn ohne deutliches Nachwippen.

Sony spendiert dem Vaio EB3Z1E ein Norm-Keyboard inklusive Ziffernblock. Die freistehenden Tasten nutzen die komplette Breite des Chassis bis an den Rand aus, wodurch ein übersichtliches Layout mit großen Tasten entsteht. Die Knöpfe bieten einen deutlichen Druckpunkt sowie einen guten Hub. Einziges Manko: Die rechte Seite über dem Blu-ray-Laufwerk gibt bei mittlerem Druck etwas nach.

Das Touchpad hat eine fein genoppte Oberfläche. Die Finger gleiten recht angenehm, aber die Bewegungen werden ungenau oder manchmal gar nicht ausgeführt. Die Maustasten klicken etwas zu laut, und der Hub ist ein wenig zu gering.

Die Sondertaste Web oberhalb der Tastatur ruft bei ausgeschaltetem PC ein Mini-Betriebssystem auf und zeigt den Splashtop Browser V3.01. Damit steht binnen Sekunden ein flotter Webbrowser zur Verfügung. Das ist ideal für die schnelle Recherche, beispielsweise nach den Abfahrtzeiten der nächsten S-Bahn. Mehr gibt es dort allerdings nicht zu entdecken – keinen Musikplayer, keine Dateiverwaltung und keinen Bildbetrachter. Wenn Windows läuft, startet die Taste den Webbrowser.

Display und Schnittstellen

Das Vaio VPC-EB3Z1E ist mit einem Full-HD-Display mit 1920 mal 1080 Bildpunkten ausgerüstet. Diese Auflösung macht den 15,5-Zoller für Freunde von hochauflösenden Filmen attraktiv, zumal auch ein Blu-ray-Laufwerk verbaut ist.

Business-Nutzer werden ein mattes Panel vermissen, doch als Unterhaltungsgerät ist das Glare-Displaypanel passend. Aber auch ohne der spiegelnden Beschichtung würden die Farben dank eines hohen Kontrastes von 551:1 brillant und intensiv wirken. Die Farbraumabdeckung hat zwar nicht Workstation-Qualität, aber sRGB wird beinahe vollständig dargestellt.

Hinzu kommt eine durchschnittliche Helligkeit von maximal 218 cd/m². Für den Außengebrauch reicht das aber dennoch nicht, die spiegelnde Beschichtung sorgt für Sichtbehinderungen durch Reflexionen.

Die Blickwinkel erlauben beim Ansehen von HD-Filmen vielen Augenpaaren eine gute Sicht. Horizontal treten bis 80 Grad Abweichung keine Geisterbilder beziehungsweise Farbinvertierungen auf. Allerdings erkennen wir ab zirka 45 Grad einen deutlichen Gelbstich. Dieser färbt einen blauen Himmel leicht grün ein. Vertikal sind die Farben instabiler, schon bei 30 Grad nach oben und 10 Grad nach unten beginnt die Farbinvertierung.

Das Vaio bietet vier USB-2.0-Schnittstellen, eine davon ist in Kombination mit eSATA ausgeführt. Erweiterungen sind über den Expresscard-34-Slot möglich. Leider sind alle Anschlüsse im vorderen Bereich der rechten und linken Seite aufgereiht. Das kann zum Kabel-Chaos auf dem Schreibtisch führen.

Die Frontseite hält zwei Karten-Lesegeräte für SD-Speicherkarten und Memory-Stick HG-Duo bereit. Die Webcam nimmt Videos leider nur mit 640 mal 480 Bildpunkten auf.

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