Nikon D7000 im Test: ausgezeichnete Mittelklasse-DSLR für ambitionierte Fotografen

Der Blick auf das Datenblatt der Nikon D7000 macht Lust auf mehr: 39 Autofokussensoren, Full-HD-Video mit kontinuierlichem Autofokus, ein neuer 16,2-Megapixel-Sensor mit Empfindlichkeiten bis ISO 25.600 und eine Serienbildgeschwindigkeit von sechs Fotos pro Sekunde. Hinzu kommt, dass die Spiegelreflexkamera mit Anschaffungskosten von derzeit rund 1050 Euro für das Gehäuse vergleichsweise günstig ist. Ob Nikon mit der D7000 die ultimative DSLR für anspruchsvolle Amateurfotografen im Angebot hat, verrät der ausführliche Testbericht.

Futuristische Features, abgefahrene Designs, unglaubliche Seriengeschwindigkeiten und horrende ISO-Empfindlichkeiten: Aktuelle Spiegelreflexkameras übertrumpfen sich gegenseitig so schnell, dass man kaum hinterhergucken kann – jedenfalls auf dem Datenblatt. Diese eine ISO-Stufe mehr oder das kleine Extra-Plus an Dauerfeuergeschwindigkeit ist allerdings gar nicht so essenziell. Viel wichtiger ist die Art und Weise, wie die Kamera die Wünsche und Ideen des Fotografen umsetzt, und wie sehr die Bedienung in Fleisch und Blut übergeht. Und hier ist die Nikon D7000 ganz vorne mit dabei. Sie wird Teil des fotografischen Auges, anstelle ein umständliches Knipswerkzeug zu sein.

Design

Die Nikon D7000 gehört zwar nicht gerade zu den Leichtgewichten, doch dafür fühlt sie sich sehr solide und hochwertig verarbeitet an. Der Handgriff bietet genug Halt, um auch bei schweren Objektiven noch für einen sicheren Sitz in der Hand zu sorgen. Im Vergleich zu den kleinen, dunklen Suchern, die sich bei Einsteiger-DSLRs finden, ist der Sucher eine wahre Wohltat: Er ist hell, bietet eine 100-prozentige Bildfeldabdeckung, ein optionales Gitternetz und große Autofokuspunkte. Auf der linken Seite des Gehäuses befinden sich Gummiabdeckungen, die die Composite-, HDMI-, Mikrofon und USB-Anschlüsse sowie eine prioprietäre Buchse zum Anschließen eines optional erhältlichen GPS-Receivers verbergen.

Zudem bietet die D7000 zwei Kartenslots für SDXC-Speichermedien, die sich auf verschiedene Arten konfigurieren lassen. Wahlweise schaufelt die Kamera erst eine Karte voll und nutzt dann die zweite, speichert die Aufnahmen auf beide Medien gleichzeitig, verteilt RAW- und JPEG-Bilder auf jeweils eine Karte oder nutzt einen Speicher für Fotos und einen für Videos. Außerdem lassen sich auch Fotos von einer auf die andere Karte kopieren – allerdings würden wir uns hier eine Nachbesserung wünschen. Nachdem der Vorgang erfolgreich abgeschlossen ist, gibt es keine Bestätigungsmeldung. Stattdessen wird das Display schwarz. Wir dachten zuerst, die Kamera wäre abgestürzt und haben dreimal versucht, ein und denselben Ordner von einem Medium aufs andere zu übertragen. Dabei hat’s bereits beim ersten Anlauf geklappt.

Neu hinzugekommen beim Moduswahlschalter sind die beiden Slots zum Ablegen benutzerspezifischer Aufnahmeeinstellungen.
Neu hinzugekommen beim Moduswahlschalter sind die beiden Slots zum Ablegen benutzerspezifischer Aufnahmeeinstellungen.

Mit die erfreulichsten Neuerungen bei der D7000 betreffen das Design. So befinden sich auf dem Moduswahlschalter jetzt zwei Slots für benutzerspezifische Einstellungen. Die Implementierung ist gelungen und intuitiv – und sorgt so dafür, dass wir die Möglichkeit zum Ablegen bevorzugter Aufnahmeparameter häufig und gerne nutzen. Auch der Umschalter rechts oben neben dem Display für Live-View- und Suchermodus mitsamt dedizierter Aufnahmetaste ist eine willkommene Neuerung.

Die Sperrtaste für das Modusrädchen auf der linken Oberseite der Kamera befindet sich jetzt auf der dem Fotografen zugewandten Seite und lässt sich problemlos mit dem Daumen erreichen. Bei der Nikon D3 beispielsweise befand sich der Arretierknopf in Richtung Vorderseite der Kamera. Direkt unter dem Moduswahlschalter befindet sich ein Hebelchen zum Wechseln zwischen den verschiedenen Autofokusmodi: automatisch, einzeln und kontinuierlich. Erfreulicherweise ist die getroffene Wahl auch im Sucher zu sehen. Man muss die Kamera also beim Umschalten nicht vom Auge nehmen.

Unterhalb des Moduswahlschalters befindet sich ein Ring zum Wechseln durch verschiedene Autofokus- und Aufnahmemodi.
Unterhalb des Moduswahlschalters befindet sich ein Ring zum Wechseln durch verschiedene Autofokus- und Aufnahmemodi.

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