In diesem Jahr wird Denon 100 Jahre alt. Das ist wohl ein passender Zeitpunkt für einen Testbericht der neuen Mittelklasse-Kopfhörer mit der etwas umständlichen Bezeichnung AH-D1100. Die On-Ear-Klangschalen sind ab sofort für circa 130 bis 140 Euro zu haben.

Design

Auffällig kann man die AH-D1100 nicht nennen. Der Rahmen besteht aus silber lackiertem Kunststoff, und nur der oberste Teil des Bügels ist gepolstert. Die Lautsprecherschalen sind ebenfalls aus Plastik, das hier aber schwarz lackiert und mit dem Denon-Logo versehen ist.

An der wichtigsten Stelle, der Ohrauflageseite, hat der Hersteller nicht gespart. Hier gibt es eine ordentliche Polsterung, die mindestens genauso bequem ist, wie sie aussieht. Selbst nach längeren Musiksessions schmerzen die Ohren nicht einmal ansatzweise. Das liegt sicherlich auch an dem Einsatz von viel Kunststoff, der zwar nicht besonders hochwertig, aber dafür um so leichter ist.

Apropos: Natürlich stechen die Denons auch nicht gerade in die Augen. Wer auf der Suche nach einer optisch auffälligeren Alternative ist, sollte vielleicht eher einen Blick auf die Monster Beats by Dr. Dre werfen. Außerdem wirken sie aufgrund des starken Plastik-Einsatzes leider etwas billiger, als sie sind – und vor allem, als sie klingen.

Schlecht sehen die D1100er aber auch nicht aus. Eine Spur von Understatement, etwas Futurismus – das kann einem durchaus gefallen.

Audio-Qualitäten

Nun ist es an der Zeit, die Kopfhörer aufzusetzen. Der erste Eindruck: Sie liefern einen ausgeglichenen, klaren und präzisen Sound. Wie beim Design haut es uns auch hier nicht vom Hocker – die Konkurrenz beispielsweise kann mehr Bass, den man aber mögen muss. Dagegen gibt es aber kaum jemanden, der den Denon-Sound gar nicht mag.

Testweise kommt Rebel Yell von Billy Idol zum Einsatz. Hier hören wir die Instrumente und die Höhen ganz klar heraus. In puncto Präzision macht den AH-D1100ern in dieser Preisklasse niemand etwas vor.

Für den Bass-Test kommt Ace of Spades von Motorhead zum Einsatz. Wie bereits gesagt: Am untersten Ende der Tonleiter könnte etwas mehr passieren, aber alle Tonlagen gelangen klar und ausreichend kräftig im Ohr. Nur Fans von R&B oder Trance werden hier wohl eher nicht glücklich – alle anderen können bedenkenlos zuschlagen.

Der nächste Härtetest wartet in Form von hohen Lautstärken auf die Denons. Bei maximaler Einstellung nehmen wir zwar ein minimales Klirren war, aber insgesamt bleibt der Sound auch hier erstaunlich gut ausbalanciert. Uns ist das übrigens schon zu laut, und direkt nach dem Test drehen wir den Volume-Regler auch direkt wieder ein gutes Stück nach unten. Aber es ist schön zu wissen, dass die Kopfhörer könnten, wenn sie müssten.

In Anbetracht der leichten Plastikkonstruktion isolieren die D1100er die Außenwelt übrigens erstaunlich gut vom Zuhörer. Abgefahrene Active-Noise-Reduction oder ähnliche Technik gibt es hier nicht, aber die breiten, aufliegenden Schalen machen ihre Sache gut. Das funktioniert übrigens auch in die andere Richtung: Von der Musik, die die Kopfhörer wiedergeben, dringt nur wenig in fremde Ohren.

Der überdurchschnittliche Lieferumfang ist noch erwähnenswert. 1,3 Meter Kabel an den Klangschalen sollten schon mal ausreichend für den mobilen Einsatz sein. Wer die Musik im Wohnzimmer genießen möchte, kann das 3,5 Meter lange Verlängerungskabel zwischenstecken, und Adapter auf die Klinkenbuchsen mit 3,5 beziehungsweise 6,3 Millimetern sind ebenfalls dabei. Dazu gibt es noch einen Lederbeutel für den Transport.

Fazit

Die Denon-Kopfhörer gefallen uns wirklich gut. Sie geben einen kräftigen, ausgeglichenen Sound wieder und sind leicht und bequem. In Anbetracht dieser Punkte können wir ihnen den etwas billigen Eindruck, den der starke Einsatz von Kunststoff hinterlässt, durchaus verzeihen. Noch dazu sind sie ihr Geld wirklich wert. Wer nicht gerade auf extreme Bässe steht, sondern eher auf der Suche nach etwas unauffälligem und unkompliziertem ist, liegt hier genau richtig.

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