Monster Beats by Dr. Dre Beatbox iPod Dock: teurer Klangwürfel mit gigantischem Bass

„People aren’t hearing all the music“ – „Die Menschen hören nicht die ganze Musik“. Dieses Zitat von Dr. Dre begrüßt uns, als wir auf der Monster-Homepage nach Produktinformationen zum iPhone-Lautsprecher mit dem komplizierten Namen Monster Beats by Dr. Dre Beatbox iPod Dock suchen. Gemeint sind wohl feine Nuancen, die bei billiger Audiohardware verlorengehen. Wir haben getestet, ob die im folgenden der Einfachheit halber „Monster Beatbox“ genannte Klangkiste dem Versprechen nachkommt.

Und uns ist nicht nur das Hören, sondern auch das Sehen vergangen. Nicht beim Aufdrehen auf volle Lautstärke, nicht beim ersten Blick auf das stylische Design, nicht beim Tragen des kleinen, aber sehr schweren Kartons vom Empfang in die Redaktion – sondern beim Blick auf den Preis: Die Monster Beatbox reißt ein 400 Euro tiefes Loch ins Haushaltsbudget.

Design & Ausstattung

Immerhin: Aufgrund des hohen Gewichts fühlt sich schon einmal so an, als würde man hier ordentlich was für’s Geld bekommen. Auf der Oberseite befindet sich ein Tragegriff, so dass sich der schwere Klotz einfach herumtragen und überall mit hinnehmen lässt. Einen integrierten Akku gibt es allerdings nicht. Immerhin befindet sich das Netzteil im Gehäuse, was ebenfalls dazu beitragen dürfte, dass der Lautsprecher rund sechs Kilogramm auf die Waage bringt.

Wetter- oder stoßfest ist die Beatbox nicht. Allerdings wirkt die 57 mal 25 mal 22 Zentimeter große Kiste hochwertig verarbeitet und sieht mit dem minimalistischen und etwas gedrungen wirkendem Design sehr edel aus. Ganz links vorne auf der Oberseite befindet sich der Ein/Aus-Schalter. Nicht weit davon entfernt bringt der Hersteller das iPod- beziehungsweise iPhone-Dock unter. Auf der rechten vorderen Ecke sitzt ein Lautstärkeregler. Mehr mechanische Bedienelemente gibt’s nicht.

Rechts auf der Rückseite befinden sich Audio-Eingang und Netzanschluss, links sitzt ein Anschluss für einen mysteriösen Wireless-Dongle.
Rechts auf der Rückseite befinden sich Audio-Eingang und Netzanschluss, links sitzt ein Anschluss für einen mysteriösen Wireless-Dongle.

Auf der Rückseite gibt es Netzkabelanschluss und Aux-Eingang zum Anschließen von beliebigen MP3-Playern oder Smartphones. Zudem findet sich hier noch ein proprietärer Port für einen optional erhältlichen Dongle namens Monster Streamcast Wireless System. Wann und zu welchem Preis das Addon verfügbar sein wird und zu was es überhaupt gut ist, verrät Monster leider noch nicht. Wir hätten uns einfach einen im Gehäuse integrierten Bluetooth-Chip gewünscht. Aber man kann ja nicht alles haben.

Leistung

Bei der Monster Beats Beatbox geht es um Sound – um richtig dicken Sound. Der Sweet Spot befindet ein paar Meter weit weg von der Box. Aus einem Meter Entfernung ist der Klang einfach zu aggressiv. Für gewöhnlich ist das bei iPod-Stereo-Systemen eher anders herum, denn aufgrund der nahe beieinanderliegenden Lautsprecher gibt es keine großartige Stereo-Trennung. Monster hat hier scheinbar ein paar digitale Musik-Tuning-Tricks ausgepackt, um das Klangfeld aufzuweiten. Das funktioniert recht gut, aber nicht beeindruckend gut. Der optimale Hörabstand befindet sich unserer Meinung nach zwischen drei und fünf Metern.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Monster Beats by Dr. Dre Beatbox iPod Dock: teurer Klangwürfel mit gigantischem Bass

  • Am 3. Juni 2012 um 15:22 von Philipp H.

    Test
    im Vergleich zu den ganzen Testberichts und Vergleichsseiten im Internet hat dieser Beitrag noch Qualität.
    Leider muss man heute nach qualität suchen, doch zum Glück bin ich fündig geworden.
    Vielen Dank für die Alternativen und den guten Test.

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