Fit für die Skipiste: wasserdichte und stoßfeste Outdoor-Kameras im Vergleich

Es ist Winter, und das bedeutet: kalt, nass, Schnee. Für den einen ist das Grund, das Haus nur noch zu verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Der andere stürzt sich voller Begeisterung auf die Rodelbahn, die Skipiste oder auf zugefrohrene Seen. Doch während der menschliche Körper den einen oder anderen Sturz auf Eis & Schnee mühelos wegsteckt, machen Digicams da schnell die Grätsche. Wir zeigen, welche Kompaktkameras auch den ungünstigsten Witterungsbedingungen trotzen.

Während noch vor wenigen Jahren im wesentlichen Olympus den Markt der wetterfesten Knipsen belegte, hat heute fast jeder namhafte Hersteller im Kamerageschäft ein outdoortaugliches Modell im Programm. Neben Olympus bieten derzeit Canon, Casio, Fujifilm, Panasonic, Pentax und Sony Digicams an, die Stürze aus mindestens einem Meter Höhe überstehen und bis minus 10 Grad frostfest sein sollen. Dank bis drei oder mehr Meter wasserdichten Gehäusen überstehen die Fotoapparate nicht nur die Skipiste problemlos, sondern leisten auch beim Eistauchen oder spätestens im nächsten Schnorchelurlaub in Ägypten gute Dienste.

Schwer gepanzert: Die Casio Exilim EX-G1 übersteht Stürze aus bis zu 2,13 Metern Höhe.
Schwer gepanzert: Die Casio Exilim EX-G1 übersteht Stürze aus bis zu 2,13 Metern Höhe.

Für Gerätetaucher eignet sich jedoch keines der Modelle: Die erlaubte Tauchtiefe liegt bei höchstens zehn Metern. Auch Fallschirmspringer werden es schaffen, die Digicams zu ruinieren, wenn sie diese ungebremst gen Erdmittelpunkt segeln lassen. Die folgende Tabelle zeigt die Nehmerqualitäten der verschiedenen Kameras im Vergleich.

Kamera Stoßfest Wasserdicht Marktpreis
Canon Powershot D10 bis 1,22 m bis 10 m 220 Euro
Casio Exilim EX-G1 bis 2,13 m bis 3 m 195 Euro
Fujifilm FinePix XP10 bis 1,0 m bis 3 m 115 Euro
Olympus µ-Tough 3000 bis 1,5 m bis 3 m 140 Euro
Olympus µ-Tough 6020 bis 1,5 m bis 5 m 195 Euro
Olympus µ-Tough 8010 bis 2,0 m bis 10 m 265 Euro
Panasonic Lumix DMC-FT10 bis 1,5 m bis 3 m 220 Euro
Panasonic Lumix DMC-FT2 bis 2,0 m bis 10 m 300 Euro
Pentax Optio W80 bis 1,0 m bis 5 m 150 Euro
Pentax Optio W90 bis 1,2 m bis 6 m 220 Euro
Sony Cyber-shot DSC-TX5 bis 1,5 m bis 3 m 255 Euro

Sensor und Objektive: Was können die Allwetter-Cams?

Wer sich eine Outdoor-Kamera zulegt, muss sich über eines im Klaren sein: Die Kameras werden in puncto Ausstattung, Bildqualität und Leistung immer hinter ihren ähnlich teuren, aber empfindlicheren Konkurrenten hinterherhinken. Denn von den Anschaffungskosten geht ein nicht unerheblicher Teil für das robuste Gehäuse drauf.

In fast allen derzeit erhältlichen Outdoor-Digicams steckt ein 1/2,3 Zoll großer CCD-Sensor mit 12 oder 14 Megapixeln. Die einzige Ausnahme stellt hier Sony mit der Cyber-shot DSC-TX5 dar. Sie bietet einen rückseitig belichteten 1/2,4-Zoll-CMOS-Sensor mit 10 Megapixeln. Zwar scheint die geringere Auflösung auf den ersten Blick ein Nachteil zu sein, doch der Unterschied ist marginal und somit zu vernachlässigen. Alles über 10 Megapixel reicht für Hobbyknipser völlig aus – für die Kaufentscheidung sollte die Pixelzahl nicht entscheidend sein. Viel Wichtiger sind dagegen die Vorteile, die die CMOS-Technologie gegenüber den CCD-Chips bietet. Der Sony-Sensor lässt sich nämlich deutlich schneller auslesen und ermöglicht so Serienbildraten von bis zu zehn Fotos pro Sekunde – mit voller Auflösung, wohlgemerkt. Da kann die Konkurrenz mit durchschnittlich ein bis zwei Aufnahmen pro Sekunde nur neidisch gucken. Mit den weiteren Vorteilen der CMOS-Chips haben wir uns in unserem Special Digicams mit BSI-CMOS-Sensor: 1000-fps-Videos, 30 Fotos pro Sekunde und 3D bereits ausführlich beschäftigt.

Blitzschnell dank rückseitig belichtetem Sensor: Die Sony TX5 schießt zehn 10-Megapixel-Fotos pro Sekunde.
Blitzschnell dank rückseitig belichtetem Sensor: Die Sony TX5 schießt zehn 10-Megapixel-Fotos pro Sekunde.

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