Große Fernseher – schön und gut. Aber echtes Kino- und Heimkinofeeling kommt erst auf, wenn man den Raum abdunkelt, die Leinwand vor sich sieht, Popcorn serviert und der Film von einem Projektor an die Wand geworfen wird. Preislich ist das ein durchaus erschwingliches Vergnügen – und größer als die Bilddiagonalen bezahlbarer Fernseher sind die Projektionen allemal.

Full-HD-Beamer gibt es ab circa 1000 Euro. Wer noch keine gigantische Sammlung von Full-HD-Filmen auf Blu-ray im Regal stehen hat, fährt mit einer HD-ready-Variante für weniger als die Hälfte nicht viel schlechter. Wir haben uns mit dem Optoma HD600x einen der günstigeren Vertreter der Heimkinobeamer näher angesehen.

Design

Beim Öffnen der Verpackung sind wir zunächst überrascht: Der HD600x ist ein gutes Stück kleiner, als wir ihn uns vorgestellt hatten. Von seiner Grundfläche her überragt ihn selbst ein Din-A4-Blatt um ein paar Zentimeter. Bei eingefahrenen Standfüßen baut der Optoma etwa 10 Zentimeter hoch auf.

Das Gehäuse ist rundum aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt und hinterlässt einen stabilen Eindruck. Lediglich die Oberseite ist klavierlackschwarz lackiert – und nach unserem Test direkt von oben bis unten mit schmierigen Fingerabdrücken übersät. Nun gut, in der Praxis dürfte ein Heimkinobeamer ohnehin wohl an der Decke oder Wand montiert sein oder im Regal stehen. Nur, wer das Gerät auf dem Tisch betreibt und nach der Benutzung immer wieder abbaut, sollte ein Mikrofasertuch zur Reinigung bereitlegen.

An den Seiten und an der Vorderseite sorgen angedeutete und echte Lüftungsschlitze für eine gewisse Struktur. Beim frontalen Blick auf den Projektor befindet sich die Lampe links im Gehäuse – hier sitzt auch der Lüfter. Etwas rechts von der Mitte hat der Empfänger der mitgelieferten Infrarotfernbedienung seinen Platz gefunden, rechts davon ist die Linse angebracht. Sie wird von einer Schutzkappe aus Gummi abgedeckt, um Schmutz und Staub fernzuhalten. Der Deckel ist mit einem dünnen Band unten am Projektor befestigt.

Auf der Rückseite haben die Video- und Audioeingänge ihren Platz gefunden. Außerdem gibt es hier einen Verbinder für Kensington-Locks und eine kleine Stange für eine sichere Befestigung in luftiger Höhe.

Die Bedienelemente sind vollständig auf der Oberseite angebracht. Einen Hardware-Ausschalter in der Nähe des Kaltgeräte-Stromanschlusses ist nicht vorhanden. Bei Betrachtung von oben gibt es in der vorderen rechten Ecke einen mechanischen Schieber, der dem Zoom regelt, fokussiert wird vorne an der Linse. Darunter haben die Entwickler sämtliche Tasten und Status-LEDs kreisförmig angebracht. Zentrales Element ist ein Vier-Wege-Pad mit mittiger OK-Taste. Außerhalb der Menüs agieren die Knöpfe für Hoch und Runter als Regler für die digitale Trapezkorrektur, der rechte Button schaltet zwischen den verschiednen Quellen durch und der linke führt einen Re-Sync der gerade aktiven Quelle durch. Außerhalb finden sich zwei Tasten – Power und Menu, rechts davon drei Status-LEDs für den Betriebsszustand, den Lampenzustand und eine Warnleuchte bei Überschreitung der Betriebstemperatur.

Positiv hat uns die Fernbedienung des HD600x überrascht. In diesem Preissegment sind billigste Standard-Steuerungen mit unkomfortablen Folientasten und hanebüchernen Layouts usus. Ganz anders bei Optoma. Natürlich handelt es sich hier nicht um eine Edelstahl-Designzappe mit großem Farb-Touchscreen, aber immerhin um eine formschön taillierte Fernbedienung aus mattweißem Kunststoff mit grauer Oberfläche, ordentlicher Beschriftung und einem logischen Layout. Es gibt explizite Tasten für die Seitenverhältnisse, für die verschiedenen Signaleingänge, Lampenmodi und so weiter, dazu kommen vier einzelne Knöpfe mit mittiger Return-Taste für die Navigation durch die Menüs.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Günstiger HD-ready-Heimkinoprojektor im Test: Optoma HD600x

  • Am 25. März 2012 um 10:56 von Andreas Grill

    Suche nach geeignetem Beamer
    Ich suche einen geeigneten Beamer für die Vorführung von Berg-, Landschafts- u. Naturfotos, also ganz wichtig beste Farbwiedergabe. Geeignet sowohl für Wohnzimmer als auch für größere Vorführräume, ausgestattet
    mit Fernbedienung und USB-Anschluß, damit ohne
    Laptop direkt mit Stick vorgeführt werden kann.
    Preislage ca. um etwa 500 €. Was empfehlen Sie?

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