Die Box ist ein interessantes Gemeinschaftsprojekt zwischen Boxee und D-Link. D-Link liefert die Hardware, bei der es sich genaugenommen um einen Mini-PC mit Intel-Atom-Prozessor handelt. Auf diesem kleinen Rechner läuft das von Boxee entwickelte Media Center, das übrigens als Stand-Alone-Software auch für Mac OS, Linux und Windows zu haben ist.

Beeindruckendes Design

Das Äußere der Boxee Box beeindruckt: Sie sieht wie ein Würfel aus, der sich aber durch den Tisch hindurchzuschmelzen scheint. Das Design gefällt und dürfte die Early-Adopter-Zielgruppe des Geräts durchaus ansprechen. Die kompakte Box bringt SD-Kartenleser, HDMI-Ausgang, Ethernet-Port, ein paar USB-Anschlüsse und Stereo- sowie S/DPIF-Audioausgänge. Ein Boxee-Logo ziert die Vorderseite des Gehäuses. Es leuchtet, wenn die Box an ist, und wechselt die Farbe, um den jeweiligen Status der Box anzuzeigen: Grün steht für Online, Orange steht für Offline. Außerdem gibt es ein rotes Licht, das einen Reset anzeigt. Was die Ästhetik angeht sind wir beeindruckt.

Erste Probleme

Von dem Moment an, als wir die Boxee Box auspacken, haben wir Probleme mit ihr – und zwar sowohl im WLAN im Büro, als auch im heimischen Setup mit WLAN und Ethernet. Die größten Schwierigkeiten hat die Boxee Box mit kabellosen Netzwerken. In unserer Heim-Testumgebung laufen zwei 802.11n-Router, von denen der eine die AV-Geräte und der andere NAS-Systeme und PCs bedient. Beide verbanden sich bisher problemlos direkt mit jeder Hardware – egal ob per Funk oder per Kabel.

Dennoch erkennt die Boxee Box den ersten Router nicht. Der Verdruss darüber potenziert sich noch durch die Tatsache, dass dieser Router von niemand anderem als D-Link hergestellt wurde. Und obwohl die Boxee Box den zweiten Router erkennt, weigert sie sich beharrlich, sich mit diesem kabellosen Netzwerk zu verbinden.

Die D-Link Boxee Box zeichnet sich durch ein außergewöhnliches Design aus - sie scheint sich durch den Tisch zu schmelzen.
Die D-Link Boxee Box zeichnet sich durch ein außergewöhnliches Design aus – sie scheint sich durch den Tisch zu schmelzen.

Als nächstes probieren wir es per Kabel – aber auch das macht beileibe keinen Spaß. Selbst die manuelle Eingabe von Einstellungen war frustrierend: Die Box akzeptiert ursprünglich die Eingaben, scheint sie aber nach einem Bestätigung mit Save sofort zu vergessen. Das gleiche passiert mit dem kabellosen Netzwerkinterface: Obwohl es angibt, dass es erfolgreich konfiguriert wurde, schaltet es sich ab, sobald wir das Menü verlassen.

Das unsere Probleme kein Einzelfall sind, zeigen die zahllosen Beschwerden über die Netzwerkanbindung – speziell die kabellose – in den Boxee-Foren. Der Tenor geht dahin, dass das System entweder sehr langsam ist oder die Verbindungen regelmäßig abreißen.

Letztendlich schafften wir es, die Boxee Box mit dem nicht von D-Link hergestellten Router zu verbinden. Allerdings gibt es auch hier Anlass zu Kritik: In den normalen Einstellungen kann man das Passwort nicht sehen, wenn man es eingibt. Das Passwort erscheint nicht einmal kurz Buchstabe für Buchstabe beim Eintippen. Stattdessen wird es komplett verschleiert – es lässt nicht überprüfen, ob die Eingaben korrekt sind.

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