Outdoor-Smartphone für den Skiurlaub: Motorola Defy im Praxistest

Der Winter. Unendliche Weiten. Wir schreiben Dezember 2010. Dies sind die Abenteuer der CNET-Redaktion, die mit dem Outdoor-Smartphone Motorola Defy für ein langes Wochenende unterwegs ist, um neue Skipisten zu erforschen, tiefste Temperaturen auszuhalten und heißen Glühwein zu schlürfen. Tausende Höhenmeter über der Zivilisation muss das Android-Handy beweisen, dass es wirklich wasser-, winter- und sturzfest ist.

Life proof soll das Motorola Defy sein – tauglich fürs Leben also. Das zumindest verspricht die Werbung, in dem das Smartphone am und fast im Pool als Kamera herhält, am Sandstrand Musik zur Unterhaltung dudelt, im Cabrio bei einer steifen Brise navigiert – und auch nach einer total durchzechten Nacht noch funktioniert wie am ersten Tag. Nett ist die Werbung ja, aber ist sie auch realistisch?

Das probieren wir aus! Aber passend zu unseren Breitengraden geht es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht zur Strandparty an die Nord- oder Ostsee. Sondern in die Alpen, nach Kappl nahe Ischgl, um genau zu sein. Im Gepäck ist neben der Skiausrüstung, ein paar Klamotten zum Wechseln und einer ordentlichen Ladung Glühwein der Motorola-Outdoor-Android.

Wieso das Defy?

Das Defy scheint der ideale Begleiter für den Wintersport zu sein. Es ist ebenso stabil wie die „langweiligen“ Outdoor-Handys von Nokia, Samsung & Co., aber eben nicht so langweilig. Mobiltelefone wie das Samsung B2100 X-treme Edition haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung – sie dürfen fallen und stürzen, nass und schmutzig werden und telefonieren trotzdem noch. Aber viel mehr können sie auch nicht – ein Radio, vielleicht noch MP3-Player oder Taschenlampe und eine maximal mittelmäßige Digicam sorgen für etwas Abwechslung im kommunikativen Alltag. Der große Bruder, das Samsung B2710, hat sogar noch GPS und UMTS am Start, aber der gravierendste Nachteil bleibt: Es ist ein Handy und kein Smartphone. Apps, was ist das?

Da ist das Motorola schon von einem ganz anderen Schlag. Auf ihm läuft das zwar nicht mehr ganz taufrische, aber dennoch leistungsfähige Android-Betriebssystem in der Version 2.1. Mit Bedienung per Touchscreen, mit WLAN und UMTS für den Internetzugang, mit dem Kurzstreckenfunk Bluetooth, mit Webbrowser, Android Market, E-Mail-Client, Messenger und so weiter. Kurz: Mit allem, was zu einem anständigen Smartphone gehört.

Defy im Härtetest: Stürze in den Schnee machen dem Android-Smartphone nichts.
Defy im Härtetest: Stürze in den Schnee machen dem Android-Smartphone nichts.

Und damit haben wir auch die Möglichkeit, Fotos vom Gipfel direkt per E-Mail oder Facebook an die Freunde zu schicken, die gerade faul im Restaurant der Mittelstation eingekehrt sind: „Seht her, jetzt scheint die Sonne.“ Die richtige App zeigt uns unsere Position auf der Skigebietskarte an, berechnet den Weg zum Treffpunkt an der Après-Ski-Bar nach der Talabfahrt, hat die Rufnummern der Bergrettung für den Notfall parat und weiß auch gleich, ob das Wetter morgen besser wird. Im Skilift können wir kurz gucken, was im Büro los ist, und uns die lange Fahrzeit im Auto mit ein paar netten Spielen überbrücken. So zumindest die Theorie.

Dass das Defy als Smartphone überzeugt, hat es in unserem ausführlichen Einzeltest bereits bewiesen. Natürlich auch, dass es problemlos in einem Wasserglas funktioniert und auch noch in der gefüllten Badewanne klingelt, wenn man es anruft. Aber viel mehr Vorteile als ein freudiges „Guckt mal, mein Handy ist wasserdicht“ bringt das Gerät in diesem Anwendungsgebiet nicht. Abgesehen von der Tatsache, dass es einfach ein gutes Gefühl ist, ein etwas stabileres Handy zu besitzen – und eins, mit dem man garantiert und ohne schlechtes Gewissen auch bei strömendem Regen noch telefonieren kann. Denn das hält’s auf jeden Fall aus.

Minusgrade mit Einfriergarantie

Regen? Kindergarten. Wir wollen es genau wissen. Auf dem Weg nach Österreich hat es bereits im Tal knapp 15 Grad unter Null: Es ist richtig kalt. Beim Aussteigen aus dem Auto frieren beim Einatmen schon die Härchen in der Nase fest. Was uns natürlich nicht davon abhält, den Versuch einer Freundin, rückwärts einzuparken zu filmen – bergauf und mit Schnee und Eis unter den Rädern. Direkt aus dem warmen Auto kommend hat das Defy dabei keine Probleme. Die Linse beschlägt nicht, der Touchscreen reagiert problemlos, das Display arbeitet verzögerungsfrei. Und zack, der Clip ist im Kasten; bereit für den Upload zu Youtube.

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