Nikon Coolpix P7000 im Test: Kompaktkamera mit großem Sensor und 7-fach-Zoom

Nikon-Fans mussten sich zwei Jahre gedulden, bis ein Update der anspruchsvollen Kompaktkamera P6000 auf den Markt kam. Jetzt ist es soweit: Die Nikon P7000 steht in den Regalen – und ist bei uns in der Redaktion eingetroffen. Ob die kleine Digicam den großen Ansprüchen gerecht wird, die der vergleichsweise große Bildsensor, das zoomstarke Objektiv und die Vorgängerin wecken, zeigt der Testbericht.

Die P7000 steht einer ganzen Reihe von scharfen Konkurrenten gegenüber. Sowohl Canons PowerShot G12 und PowerShot S95 als auch Samsungs EX1 und Panasonics LX5 nutzen einen für Kompaktkameras vergleichsweise großen Sensor und sollen so den Ansprüchen von Fotografen gerecht werden, die eine handliche Digicam mit hoher Leistung suchen.

Design

Die P7000 sieht ihrer wohl größten Rivalin, der PowerShot G12, zum Verwechseln ähnlich. Mit 11,4 mal 7,7 mal 4,5 Zentimetern ist die Nikon-Kamera etwas länger und höher, dafür aber einen Tick schlanker als das Modell von Canon. In der Praxis fällt der Unterschied kaum auf. Auf der Vorderseite der Kamera findet sich ein kleiner, gummierter Handgriff. Rechts darunter sitzt eine Funktionstaste (Fn), die sich mit verschiedenen Features belegen lässt, beispielsweise ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, RAW-Aufnahme und Belichtungsmessung. Anstelle den Fotografen den entsprechenden Parameter bei gedrücktem Fn-Knopf frei konfigurieren zu lassen, schaltet die Kamera allerdings den Parameter nur auf einen bestimmten Wert um. Ist also etwa ISO-Empfindlichkeit ausgewählt, dann schaltet die Kamera bei einem Druck auf den Funktionsbutton immer auf die ISO-Automatik, erlaubt aber nicht die Auswahl einer bestimmten Empfindlichkeit. Weiterhin sitzen auf der Vorderseite das 7,1-fach vergrößernde Objektiv, das Guckloch für den optischen Sucher sowie ein Autofokus-Hilfslicht.

Auf der Oberseite der P7000 befinden sich Auslöser mitsamt Zoomring, Ein/Aus-Schalter, Zubehörschuh, drei verschiedene Drehelemente und eine mit Av/Tv beschriftete Taste, die wahlweise zum Ändern der Einstellmethode von Blende und Belichtungszeit oder zum Aktivieren der elektronischen Wasserwaage beziehungsweise des integrierten ND-Filters dient. Das Rädchen ganz links hält sechs verschiedene Optionen bereit: Automatische Belichtungsreihe, Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Bildqualität, Tonwertverteilung und Benutzerdefiniertes Menü. Der Fotograf wählt den gewünschten Punkt aus und bestätigt mit der kleinen Taste auf der Oberseite. Anschließend taucht ein Menüdialog auf, in dem sich die Parameter anpassen lassen und der weitere Informationen zu den Auswirkungen der Einstellungen bereithält.

Das Drehelement auf der rechten Oberseite der Kamera erlaubt den schnellen Zugriff auf diverse Einstellungen.
Das Drehelement auf der rechten Oberseite der Kamera erlaubt den schnellen Zugriff auf diverse Einstellungen.

Das Rädchen in der Mitte hält neben den obligatorischen manuellen und halbautomatischen PASM-Modi auch Szenenprogramme, Videomodus, Low-Light-Funktion, Automatik und drei Slots für benutzerspezifische Einstellungen bereit. Außergewöhnlich, aber willkommen ist das Drehelement zum Anpassen der Belichtungskorrektur auf der rechten äußeren Seite der Kamera. Es ermöglicht die Korrektur der Bildhelligkeit um bis zu drei Blendenstufen nach oben und unten.

Hinten an der Kamera befindet sich das 3 Zoll große LC-Display mit 640 mal 480 Pixeln (921.000 Bildpunkte). Bei der Auflösung hat die P7000 ihren Konkurrenten mit 1/1,7-Zoll-Sensor etwas voraus – sie schaffen maximal 480 mal 320 Pixel (461.000 Bildpunkte). Oberhalb des Bildschirms befindet sich ein winziger optischer Sucher, der mit dem Objektiv mitzoomt. Allerdings ist das Guckloch wirklich winzig, und das Vorschaubild entspricht nur sehr grob dem Foto, das die Kamera später auf die Speicherkarte schreibt: Rechts und unten kommen etwa 10 bis 15 Prozent mehr Motiv aufs Bild, als im Sucher zu sehen sind. Damit eignet er sich nur für Notfälle, wenn auf dem Display wirklich gar nichts mehr zu erkennen ist. Im Sucher werden übrigens keine Aufnahmeparameter oder dergleichen angezeigt. Immerhin: Es gibt eine Dioptrieneinstellung.

Die Nikon P7000 bietet zwei Einstellrädchen zum schnellen Konfigurieren der Aufnahmeparameter.
Die Nikon P7000 bietet zwei Einstellrädchen zum schnellen Konfigurieren der Aufnahmeparameter.

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