Rückblickend dürfte das seit Sommer verfügbare iPad eine der wichtigsten Neuheiten des Jahres sein – schließlich haben sich Microsoft & Co. seit Jahren erfolglos die Zähne an jedem Versuch, Tablet-PCs auf den Markt zu bringen, ausgebissen. Bei Apple hingegen scheint alles bestens zu klappen: Das Unternehmen hat laut CRN bis Mitte November 2010 bereits 7,5 Millionen der tragbaren Touchscreen-Rechner abgesetzt. Was natürlich die Konkurrenz auf den Plan bringt, die es entweder besser oder billiger können will als Apple.

Derzeit überschlagen sich die Hersteller mit Neuankündigungen. Die Handy-Größen wie Motorola, LG und HTC bringen Anfang des neuen Jahres auf dem Google-Smartphonebetriebssystem Android basierende Tablets in die Läden – wo Samsung bereits mit seinem Galaxy Tab seit geraumer Zeit vertreten ist. PC-Hersteller wie Dell gehen derzeit noch einen anderen Weg und versuchen, Windows 7 um Touch-Funktionalitäten zu erweitern. Microsoft wird nachgesagt, auf der CES Anfang Januar in Las Vegas gleich eine ganze Tablet-Version des Windows-Betriebssystems vorzustellen.

Wie dem auch sei – am anderen Ende der Fahnenstange hat sich still und heimlich ein Android-Tablet zum Schnäppchenpreis eingefunden. Das Touchlet X2 ist bereits jetzt bei Pearl erhältlich und sorgt vor allem auf Grund seines extrem niedrigen Preises für Furore: 170 Euro ohne GPS, ab 200 Euro mit GPS und Navigationssoftware. Das ist eine Kampfansage!

Design

Ein Android-Tablet für deutlich unter 200 Euro? Das kann ja eigentlich nur Schrott sein. Vor unserem geistigen Auge baut sich das Bild eines katastrophalen Billig-Produkts aus Fernost auf, aus fiesem, stinkenden, glänzenden und klapprigem Plastik gebaut, natürlich nicht entgratet, quasi mit Verletzungsgarantie. Mit ungefähr dieser Erwartungshaltung öffnen wir den Karton. Und sind erst einmal platt: Mit den China-Tablets, die sich gelegentlich bei eBay finden und die direkt aus Hongkong versendet werden, hat das Touchlet X2 auf den ersten Blick nichts gemein.

Das Gehäuse ist mattschwarz gehalten und gummiert. Damit fühlt es sich durchaus wertig an. Außerdem hinterlässt es einen stabilen Eindruck in der Hand – es ist erfreulich verwindungssteif. Aufgrund des Soft-Finishs halten sich schmierige Fingerspuren bei der Benutzung absolut in Grenzen.

Zentrales Element ist der 7 Zoll große Touchscreen mit einer Auflösung von 800 mal 480 Pixeln. Allerdings sehen wir auf den ersten Blick, woran der Hersteller ganz offensichtlich gespart hat: Anstelle einer Glasscheibe mit kapazitiver Sensortechnik kommt hier ein resistiver Touchscreen zum Einsatz. Zugegeben, etwas anderes konnten wir uns auch nicht vorstellen, aber dennoch: Das ist ein erstes No-Go für ein Tablet. Über den Materialeindruck kann man in Anbetracht des günstigen Preises ja noch diskutieren – prinzipbedingt besteht die oberste Schicht eines resistiven Touchscreen-Displays immer aus einer Kunststofffolie. Den Unterschied zu einer Echtglasscheibe bemerkt man auf den ersten Blick, und das X2 kann den wertigen Eindruck, den das Gehäuse hinterlässt, nicht durchhalten. Zweites Problem: Kunststoff verkratzt schnell. Also, aufpassen! Und der dritte und wohl schwerwiegendste Punkt: Diese Technik reagiert nicht auf Berührungen, sondern nur auf Druck und ist darüber hinaus nicht multitouchfähig. Man muss also beispielsweise beim Scrollen einer Webseite immer den Fingernagel auf die Anzeige drücken – einfach drüberwischen ist hier nicht. Aber dazu später mehr.

Oberhalb der Anzeige trägt das Tablet den Touchlet-Schriftzug. Rechts daneben ist die Linse der integrierten Kamera eingelassen. Sie löst 640 mal 480 Pixel (VGA) auf und ist damit nicht wirklich Foto-tauglich. Für eine Videokonferenz reicht sie aber aus. Unterm Display haben die obligatorischen Android-Tasten ihren Platz gefunden. In der Mitte gibt es ein Vier-Wege-Navigationspad mit mittiger OK-Taste und rechts und links davon sind jeweils zwei Buttons untergebracht – für Home, Menü, Zurück und Suchen.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Günstiges Android-Tablet ab 170 Euro im Test: Touchlet X2 (X2G) von Pearl

  • Am 24. Dezember 2010 um 16:29 von harrybrot

    archos tablets
    bittet testet auch mal die archos tablets, diese bitten meiner meinung nach bei einem günstigen preis eine sehr gute ausstattung. danke!

    • Am 5. Januar 2011 um 20:53 von fauli

      AW: archos tablets
      Test würde mich auch interessieren. Ich bin begeistert devon

  • Am 9. Februar 2011 um 07:25 von android tablet

    android tablet
    ich habe mir auf http://www.virtualvillage.de/android-tablet-pc auch neulich ein günstiges android tablet gekauft.

    echt zu empfehlen

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