CES 2011: Sony zeigt autostereoskopische OLED- und LCD-Fernseher

Sony präsentiert auf seinem Messestand auf der CES brillenlose 3D-Fernseher. Hier findet man frühe Prototypen eines OLED-TVs und drei verschieden großer LCD-Fernseher, die allesamt fähig sind, 3D-Inhalte ohne nervige Brillen darzustellen.

Die Japaner zeigen außerdem einen portablen Blu-ray-Player, dessen Display ebenfalls ohne 3D-Brille auskommt, und der im Vergleich zu den anderen Geräten anscheinend näher an einer Markteinführung ist. Allerdings wird diese wohl nicht wirklich in Kürze erfolgen – als unsere Kollegen von CNET UK das Gerät näher begutachten wollten, wurden sie mit dem Kommentar verscheucht, „zu nahe“ am Gerät zu sein.

Der OLED-Bildschirm ist definitiv beeindruckend. Die organischen Leuchtdioden haben definitiv das Potenzial zur ultimativen 3D-Displaytechnologie. OLEDs sind so hell, dass Plasmas nur träumen können, und kennen zudem keine Crosstalk-Probleme, mit denen praktisch alle 3D-fähigen LCD-TVs zu kämpfen haben.

Das ist der 46 Zoll große LCD mit dem 2k1k-Panel, das laut Sony ein 3D-Bild in Full-HD-Auflösung produzieren kann.
Das ist der 46 Zoll große LCD mit dem 2k1k-Panel, das laut Sony ein 3D-Bild in Full-HD-Auflösung produzieren kann.

Die Demonstration auf dem Sony-Messestand war ziemlich beeindruckend, allerdings mussten wir auf einem mehr oder weniger begrenzten Platz stehenbleiben, damit die 3D-Technik funktionierte. Die relativ kleine Größe gegenwärtiger OLEDs ist ebenfalls ein Problem: Ein 23 Zoll großer Bildschirm ist nicht wirklich das perfekte Mittel, um den Betrachter in 3D-Welten zu entführen.

Die LCDs funktionierten ebenfalls recht gut. Wir bemerkten dabei übrigens, dass der 3D-Effekt schneller bei einer Bewegung gestört wird, wenn der Bildschirm klein ist. Bei zunehmender Bildschirmgröße nahmen zwar die Bewegungsprobleme ab, aber dafür tauchten andere Schwierigkeiten auf. Das 46 Zoll große Modell hatte ziemlich üble Crosstalk-Probleme, und es fiel auch ein recht deutliches Schimmern auf. Aber alles in allem sind das die besten brillenlosen 3D-Fernseher, die wir bisher gesehen haben.

Das 46-zöllige Modell nutzt außerdem eine höhere Auflösung als ein klassischer 1080p-Fernseher. Sony hat ein Display mit 2048 mal 1080 Bildpunkten Auflösung verbaut, das einige der unvermeidlichen Auflösungsverluste wettmacht, die mit brillenlosen 3D-Fernsehern einhergehen.

Sony demonstrierte auch einen portablen, 3D-fähigen Blu-ray-Player, der keine Brille braucht.
Sony demonstrierte auch einen portablen, 3D-fähigen Blu-ray-Player, der keine Brille braucht.

Wir mochten auch den brillenlosen Blu-ray-Player, den Sony ausstellte. Der 3D-Effekt hat uns zwar nicht aus den Socken gehauen, aber das Gerät fühlt sich alles in allem marktreif an. Die Frage ist nur: Wollen die Leute 3D so dringend haben, dass sie dickes Geld für einen portablen 3D-Blu-ray-Player hinlegen? Wir sind da ein bisschen skeptisch.

Letztes Jahr hatten wir Gelegenheit, uns verschiedene brillenlose 3D-Fernseher von Samsungs sowie diversen Noname-Herstellern anzusehen – diese Sony-Fernseher sind dem meilenweit voraus.

Zum allerersten Mal glauben wir nun daran, dass brillenlose 3D-Fernseher eine echte Zukunft haben. Und Nintendos kommende portable Spielkonsole 3DS zeigt ja, dass die Technologie durchaus brauchbar ist. Wir glauben allerdings nicht, dass die autostereoskopischen Displays dieses Jahr ihren Durchbruch erleben werden. Aber es durchaus denkbar, dass es auf der CES 2012 die ersten konkret angekündigten Geräte zu sehen geben wird.

Auch wenn uns der autostereoskopische 3D-Blu-ray-Player gefiel, glauben wir nicht, dass allzuviele Geeks massig Geld für ein so kleines Display auf den Tisch blättern möchten.
Auch wenn uns der autostereoskopische 3D-Blu-ray-Player gefiel, glauben wir nicht, dass allzuviele Geeks massig Geld für ein so kleines Display auf den Tisch blättern möchten.

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