Sony Ericsson Xperia arc angetestet: scharfes Riesendisplay, gebogenes Gehäuse

Sony Ericsson hat auf der CES in Las Vegas sein neues Android-Flaggschiff gezeigt. Das Xperia arc soll noch im ersten Quartal 2011 auf den Markt kommen. Es hat ein beeindruckend scharfes 4,2-Zoll-Display, ein extrem flaches, gebogenes Gehäuse – und auch ansonsten alles an Bord, was zu einem Oberklasse-Smartphone gehört. Wir hatten bereits die Möglichkeit, das Gerät ausführlich unter die Lupe zu nehmen.

In gut vier Wochen startet in Barcelona der Mobile World Congress – und damit die größte Handymesse der Welt. Dort werden HTC, Samsung, LG, Motorola & Co. ihre neuen Highlights vorstellen. Auch von Sony Ericsson erwarten wir noch News – beispielsweise hoffen wir darauf, dort das Playstation Portable Phone in die Finger zu bekommen. Das neue Smartphone-Highlight kennen wir aber schon, denn das Unternehmen hat das Geheimnis bereits am Wochenende in Las Vegas gelüftet.

Wir waren vor Ort und konnten uns das Gerät bereits näher ansehen. Laut Hersteller soll das Xperia arc schon im ersten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen und 599 Euro kosten. Realistisch dürfte eine Markteinführung aber nicht vor Mitte März zu erwarten sein. Dafür hoffen wir aber auf einen spürbaren Preisverfall schon zum Verkaufsstart.

Design

Das Xperia arc fällt auf. Der erste Blickfänger ist das vergleichsweise große Display. Mit 4,2 Zoll überragt es die iPhone-Anzeige um 0,7 Zoll. Außerdem strahlt es regelrecht, statt zu leuchten. Ohne den direkten Vergleich gezogen zu haben, würden wir es vom Wow-Faktor her aber fast schon auf die Stufe der tollen Super-AMOLED-Anzeigen von Samsung stellen, deren Nachfolger allerdings zum Mobile World Congress kommen wird. Neben der hohen Leuchtkraft und der beeindruckenden Farben überzeugen im ersten Hands-on-Test auch die Blickwinkel.

Über der Anzeige sitzt eine Scheibe aus Mineralglas. Wie schon beim X10 ist hier allerdings eine Folie fest aufgebracht. Sie soll das Glas vor Kratzern schützen, dürfte aber schneller kleinere Schäden davontragen als die eigentliche Anzeige und ist nicht zum Austauschen gedacht. Warum Sony Ericsson schon zum zweiten Mal auf diesen Trick setzt, wissen wir nicht – uns ist da das „ungeschützte“, aber kratzresistivere Glas lieber. Allerdings wird erst die Praxis zeigen, ob wir dem Hersteller damit nicht unrecht tun.

Die Scheibe geht seitlich direkt bis zum Rahmen des Smartphones. Der Rahmen links und rechts von der Anzeige ist mit wenigen Millimetern angenehm schmal. Unterhalb des Displays befinden sich die drei Sony-Ericsson-typischen, halbmondförmig angeordneten Tasten für Zurück, Home und Menü. Die Beschriftung der Knöpfe ist unter dem Display, aber immer noch innerhalb der Glasfläche angebracht. Berührungssensitiv ist dieser Bereich aber nicht. Eine Suchen-Taste gibt es ebensowenig wie einen Trackball oder einen optischen Sensor. Unterhalb der Tasten läuft das Handy geschwungen zusammen. Hier trägt es den Xperia-Schriftzug.

Oberhalb der Anzeige, ebenfalls aber noch innerhalb der Glasfläche, ist der Sony-Ericsson-Schriftzug angebracht. Mittig darüber sitzt der Lautsprecher, dessen Form ebenfalls wieder an einen Halbmond erinnert. Links vom Lautsprecher sitzen Helligkeits- und Annäherungssensor, rechts gibt es keine weiteren Elemente auf der Vorderseite. Im Rahmen auf der rechten Seite hat auf dieser Höhe die Status-LED ihren Platz gefunden, die über neu eingegangene Nachrichten oder einen leeren Akku informiert. Der Rahmen ist übrigens aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt.

Auf der Oberseite sorgt ein silberfarbenes Kunststoffelement für einen hübschen Kontrast. Zumindest, wenn das Gerät frisch aus der Verpackung kommt – im harten Alltagseinsatz ist dieser Bereich schnell mit fettigen Fingerabdrücken „verziert“. Wer hier nicht häufiger mal drüberwischt, hat nicht lange Freude an dem glänzenden Look. Links oben befindet sich der runde Ein-Aus-Lock-Taster, rechts ein Mini-HDMI-Ausgang zum direkten Anschluss des Smartphones an einen Fernseher. Der Grafikanschluss wird mit einer rechteckigen Schutzkappe mit einer abgerundeten Ecke vor Staub und Schmutz geschützt. Die Kappe selbst ist aus dem gleichen Kunststoff wie das silberne Element auf der Oberseite. Sie ist mit einem etwas fummeligen Verbinder am Gehäuse befestigt, um nicht verloren zu gehen.

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