Sony hat sich in den letzten Monaten bei seinen Spiegelreflexkameras enorm gesteigert – sowohl, was Bildqualität als auch was Ausstattung und Bedienung angeht. Die Alpha DSLR-A580 ist der neueste Streich des Herstellers. Mit an Bord sind ein neues Autofokus-System, ein neuer Bildsensor und ein gegenüber den Vorgängern leicht überarbeitetes Gehäusedesign.

Design

Auf den ersten Blick fällt auf: Für eine Einsteiger- bis Mittelklasse-DSLR ist Sonys A580 ziemlich sperrig. Sie geht ein ganzes Stück mehr in die Tiefe als beispielsweise Canons EOS 550D und ist sogar noch etwas massiger als die EOS 60D. Das Gewicht des Bodys bewegt sich mit 599 Gramm zwischen den beiden Canon-Kameras. Das Gehäuse fühlt sich hochwertig verarbeitet an und macht einen robusten Eindruck. Der Handgriff ist recht bequem und sorgt für einen sicheren Sitz in der Hand. Ganz so fein und ergonomisch wie bei den alteingesessenen DSLR-Konkurrenten wirken der Griff und die rückseitige Daumenablage allerdings noch nicht. Aber sei’s drum, man gewöhnt sich dran.

Auf der Rückseite der Kamera befindet sich ein 3,0 Zoll großes Display, das 640 mal 480 Pixel (921.600 Bildpunkte) auflöst und beweglich aufgehängt ist. Leider lässt es sich nur in der Horizontalen klappen, nicht aber nach rechts und links. Bei Aufnahmen über Kopf oder aus der Hüfte ist der flexible Bildschirm also eine gute Hilfe, beim heimlichen Fotografieren um die Ecke eher nicht. Oberhalb der Anzeige befindet sich der optische Sucher. Er ist recht groß und hell und bietet ein für diese Preisklasse übliches, 95-prozentiges Sichtfeld. Heißt: Die fertige Aufnahme bietet einen um 5 Prozent größeren Bildausschnitt als die Vorschau. Der Bildschirm steht aufgrund der beweglichen Aufhängung etwas aus dem Gehäuse heraus, der Sucher ist gleichzeitig relativ weit im Gehäuse versenkt. In der Praxis sorgt das dafür, dass man ständig Schmierspuren von der Wange auf dem Display hat. Insbesondere bei Sonnenlicht beeinträchtigt das die Lesbarkeit der ansonsten erfreulich hellen Anzeige. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die im Sucher dargestellten Informationen: Die Empfindlichkeit ist hier nicht zu sehen. Wer mit ISO-Automatik fotografiert, hat beim Drücken auf den Auslöser keine Ahnung, welchen Wert die Kamera einsetzt.


Während der optische Sucher relativ weit im Gehäuse versenkt ist, steht das Display ein Stück hervor. Das sorgt nicht nur für Wangenabdrücke auf dem Display, sondern stellt unter Umständen auch Personen mit großen Nasen vor Probleme.

Links neben dem Sucher finden sich zwei mit Menu und Disp bezeichnete Tasten. Sie holen das Hauptmenü auf den Bildschirm beziehungsweise wechseln durch verschiedene Displaymodi mit unterschiedlich detaillierten Informationen. Unmittelbar rechts neben dem Sucher bringt Sony einen Knopf unter, der die Videoaufnahme startet. Der Button daneben dient zur Einstellung der Belichtungskorrektur. Hält man ihn im manuellen Modus gedrückt, dann verstellt man mit dem Rändelrädchen unter dem rechten Zeigefinger nicht die Verschlusszeit, sondern die Blendenzahl. Ganz rechts oben auf der Rückseite gibt es noch eine AEL-Taste zum Speichern der Belichtungseinstellungen.

Rechts neben dem Bildschirm gibt es eine Funktionstaste, die ein Schnellmenü mit aufnahmerelevanten Einstellungen aufs Display holt. Darin enthalten sind Serienbildmodus, Blitzmodus, Fokusmodus, Autofokus-Feld, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsmessung, Blitzbelichtungskorrektur, Weißabgleich, DRO/Auto HDR und Kreativmodus – Sonys unterschiedliche Farbmodi. Leider gibt es hier keine Möglichkeit, Auflösung und RAW-Modus zu konfigurieren – dafür muss man sich durchs Hauptmenü wühlen.

Weiter unten folgen schließlich ein Vier-Wege-Pad mit mittiger AF-Taste, die das Objektiv fokussieren lässt, sowie zwei Buttons zum Wechseln in den Wiedergabemodus und zum Löschen von Fotos. Soweit die Rückseite der Kamera.

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