Asus Eee Pad Slider angetestet: Sind Android-Tablets mit Tastatur die besseren Netbooks?

Der Erfinder der Netbooks, Asus, hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas den möglichen Nachfolger der kompetten Produktklasse gezeigt: das Eee Pad Slider. Das Android-Tablet hat ein mit 10,1 Zoll gleich großes Display wie das typische Netbook

Ganz klar: Tablets waren auf der CES in Las Vegas nicht nur allgegenwärtig, sondern auch einer der wichtigsten Trends. In dem immer noch brandneuen Markt gibt es auch noch genügend Platz für Innovationen, und so gab es gleich mehrere Geräte zu sehen, die auf den ersten Blick an iPad & Co. erinnern, mit wenigen Handgriffen aber eine Tastatur zur Verfügung stellen – und somit eher den Netbooks als den Tablets gefährlich werden.

Eines der interessantesten Produkte aus diesem Bereich kommt von Asus – genau jenem Hersteller, der vor gut drei Jahren mit dem Eee PC 700 das erste Netbook auf den Markt gebracht hat. Und jetzt steht mit dem Eee Pad Slider ein Gerät in den Startlöchern, das gemeinsam mit seinen Konkurrenten genau das Marktsegment der Netbooks obsolet machen könnte: Es handelt sich dabei um ein Tablet mit Android-Betriebssystem, 10,1 Zoll großem Multitouch-Display und vollwertiger Tastatur zum ausklappen.

Im Mai soll das Eee Pad Slider ganz offiziell das Licht der Welt erblicken und im Handel erhältlich sein. Es wird drei Versionen mit 16, 32 oder 64 GByte Speicher geben. Die Preise liegen in den USA zwischen 499 und 799 Dollar (ca. 380 bis 600 Euro), die Preise für Deutschland wurden noch nicht genannt.

Design

Das Gerät hat mit seinem 10,1-Zoll-Display in etwa die gleichen Abmessungen wie das iPad. Es ist mit 27,3 mal 18,0 cm etwas länger und minimal schmaler als das Apple-Tablet (24,3 mal 19,0 cm). Aufgrund der Slider-Mechanik und der Tastatur unter der Anzeige ist das Tablet aber etwa einen halben Zentimeter dicker. Der Touchscreen arbeitet nach der kapazitiven Technik, reagiert also bereits bei Berührung und muss nicht gedrückt werden.

Das Asus fühlt sich gut an in der Hand. Wir sind überrascht, dass die Tastatur nicht dicker aufträgt. Außerdem gefällt uns das Design – die Ecken sind abgerundet, um die Anzeige zieht sich ein glänzend-schwarzer Rahmen, und an den Seiten setzt ein Chromrand Akzente. Obwohl die Tablet-Version von Android, 3.0, ja eigentlich keine Tasten am Gerät benötigt, hat Asus noch zwei schöne, berührungssensitive Tastenfelder für Zurück und Menü im Rahmen eingelassen. Dazu gesellt sich ein großer, mechanischer Home-Button, der uns ein bisschen an das iPad erinnert. Erwähnenswert ist noch die hohe Qualität, die uns selbst beim Protoypen auffällt. Das Tastatur-Tablet wirkt grundsolide und stabil.

Der berührungsemfindliche Bildschirm löst 1280 mal 800 Pixel auf. Das ist bei Netbooks in der gehobenen Preisklasse ebenfalls üblich und reicht bei dieser Diagonale aus, um ein scharfes, klares Bild darzustellen. Auch die Farbwiedergabe des Prototypen überzeugt. Damit taugt der mobile Begleiter unterwegs nicht nur zum Bearbeiten von E-Mails, sondern auch als Multimedia-Maschine mit integriertem Audio- und Videoplayer.

Sehr schön: Das eigentliche Display-Panel sitzt bündig direkt hinter der Touchscreen-Scheibe. Einen störenden, für Spiegelungen sorgenden Abstand gibt es hier nicht.

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