Die neuen Tablets von der CES: BlackBerry PlayBook, Galaxy Tab 4G, Motorola Xoom & Co

Wie vermutet: Die neue Klasse der Tablets hat sich auf der Consumer Electronics Show als absoluter Trend herausgestellt. Je nachdem, wer die Neuvorstellungen der Touchscreen-Computer gezählt hat (und wie), landen Zahlen von 50 bis 80 Produkten auf dem Papier. Viele davon entstammen windigen, asiatischen Massen- oder Nischenherstellern und werden wohl nie den deutschen Markt zu sehen bekommen. Aber es gab auch viele Highlights – und auf die haben wir einen intensiven Blick geworfen.

Kaum zu glauben: Das iPad ist eigentlich erst ein dreiviertel Jahr alt. Und schon ist es in aller Munde, jeder kennt es, die meisten hatten schon mal eins in der Hand – und ganz viele wollen es. Aber sie zögern noch. Schließlich ist das die erste Generation einer komplett neuen Produktkategorie, ein sündhaft teures Apple-Produkt. Und definitiv kein Ersatz eines Notebooks oder Netbooks, sondern nur eine Ergänzung. Mit Einschränkungen und Hürden wie einem fehlenden USB-Port oder der Zwangsbindung an iTunes. Und die Konkurrenz, die für den sicheren Preisverfall sorgt, ist auch noch nicht am Start.

Stimmt. Noch nicht. Denn in der letzten Woche wollten Motorola, Dell, Asus, Toshiba, Research in Motion und etliche andere große und kleine Spieler den Apple-Jungs mal so richtig zeigen, dass sie nicht die einzigen sind, die tolle Tablets bauen können. Wir sind auf der größten Messe zum Thema Unterhaltungselektronik der Welt, der CES, von Stand zu Stand gelaufen und haben einen ausführlichen Blick auf die wichtigsten neuen iPad-Konkurrenten geworfen.

Besser als das iPad?

Und die müssen zunächst einmal eine ganz wichtige Hürde schaffe: Sie müssen idealerweise besser sein als das iPad. Oder gravierend günstiger, aber auf jeden Fall nicht schlechter. Kein Problem? Mitnichten. Schließlich versucht Microsoft schon etwa seit der Jahrtausendwende, Computern mit einem berührungssensitiven Bildschirmen ein neues Leben einzuhauchen – beziehungsweise sie startklar zu bekommen für eine neue Zielgruppe. In (winzigen) Marktnischen war das auch durchaus erfolgreich. Aber nicht so, wie ursprünglich gedacht: Die Tablet-PCs waren und sind sündhaft teuer, die Bedienung mit dem Finger ist nicht möglich, die Geräte sind einfach uncool. Massenhaft Studenten, die vor Tablet-PCs in den Vorlesungen sitzen? Fehlanzeige.

Scheinbar musste auch in diesem Segment erst einmal Apple kommen und zeigen, wie’s geht. Ein schlankes, edles Gerät mit langer Akkulaufzeit, massiv eingeschränktem Funktionsumfang im Vergleich zum normalen Computer, dafür aber innovativer, fingertauglicher Touch-Bedienung mit haufenweise tollen Apps. Und schon geht der Boom los – denn jetzt, wo das Rezept bekannt ist, sollten es andere doch auch können. Oder?

Samsung stand als erstes in den Startlöchern und verkauft sein Galaxy Tab mit Android-Betriebssystem durchaus erfolgreich. Etwa eine Million Stück gingen im vergangenen Jahr über die weltweiten Ladentheken. Zum Vergleich: Apple hat die siebenstellige Zahl bereits im ersten Monat geknackt – und bis November bereits 7,5 Millionen iPads an den Mann gebracht. Ganz so ausgefeilt wie bei Apple ist die Hard- und Software bei Samsung eben noch nicht. Das Hauptproblem: Das Galaxy Tab ist perfekt für Fans von Googles Android-Betriebssystem, aber nicht so simpel in der Bedienung und nicht so hübsch. Außerdem mangelt es an der perfekten Integration von Musik-, Film- und Buchladen. Die Koreaner haben schlicht Android in der Handy-Version aufs Tablet gepackt. Das funktioniert gut, aber die große Display-Diagonale wird nur selten wirklich ausgenutzt. Die meisten Apps erscheinen einfach mit größeren Schriften und Elementen auf dem Display, statt die Bedienung wirklich an die neuen Möglichkeiten anzupassen. Aber das soll sich jetzt ändern.

Warten auf Android 3.0

Und zwar mit Android 3.0. Schon wieder ein neues Android? Die Version 2.3 wurde doch gerade eben erst, kurz vor Jahresende 2010, vorgestellt – und ist bislang auch nur auf einem einzigen Handy zu sehen, dem Google Nexus S. Und tatsächlich wird bei den Suchmaschinenjungs bereits fleißig an einer neuen Android-Version gewerkelt. 3.0 alias Honeycomb ist aber kein Update und wird wohl auch nie auf einem Telefon laufen. Es ist die Tablet-Version von Android – eine Variante des bekannten Systems also, optimiert auf große Bilddiagonalen und hohe Auflösungen.

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