Viele Anwender kaufen sich ein Netbook, um ab und zu auf der Couch ein wenig im Internet surfen zu können. Allerdings ist der kleine Bildschirm mit der niedrigen Auflösung nicht jedermanns Sache. Denn die geringe Pixelzahl zwingt den Nutzer zum häufigen Scrollen – und gegebenenfalls auch zum Einsatz einer Lesebrille. Warum also nicht zum Netbook-Preis gleich ein 15-Zoll-Notebook kaufen? Wir haben das 299 Euro teure HP Compaq Presario CQ56-103SG einem Test unterzogen.

Verarbeitung und Eingabegeräte

Zugegeben, ein Preis von 299 Euro macht skeptisch und lässt grob gestanztes Plastik und eine wackelige Konstruktion erwarten. Wir können aber Entwarnung geben: Das Compaq Presario CQ56 hat ein Gehäuse aus solidem Kunststoff. Die Optik wirkt wie aus einem Guss, denn fast alle Teile in Schwarz haben dieselbe, matte Oberfläche. Eine Ausnahme macht die Handauflage: Sie ist kratzfest und mit einem gestanzten Muster versehen.

Das 2,43 Kilo schwere Gehäuse ist nirgendwo lackiert. überall begegnen uns matte, schlichte Oberflächen, die unempfindlich gegenüber Kratzern und Fingerabdrücken sind. Das Gehäuse wirkt stabil und macht durch saubere Spaltmaße einen guten Eindruck. Mit beiden Händen lässt sich die Basiseinheit nur geringfügig verbiegen.

Auf dem matten und nicht lackierte Kunststoffdeckel sind keine Fingerabdrücke zu sehen.
Auf dem matten und nicht lackierte Kunststoffdeckel sind keine Fingerabdrücke zu sehen.

Aluminium-Scharniere im Billig-Laptop? Was hier silbern glänzt ist eine Alu-Abdeckung des Kunststoff-Scharniers. Die Gelenke halten den Deckel so stramm, dass wir zum Öffnen beide Hände zbenötigen. Der Deckel gibt mehr nach als das Chassis, aber auch nur mit einem begrenzten Spielraum.

Einfache Notebooks werden meistens für übliche Office-Anwendungen wie Textverarbeitung und zum Surfen im Internet benutzt. Auf die Eingabegeräte Touchpad und Tastatur kommt es daher mehr an, als auf die Leistung. Tastatur und Touchpad sind gut beziehungsweise akzeptabel bedienbar und unterscheiden sich nicht von höher teureren Compaq-Presario-Modellen wie dem CQ62.

Die Tasten haben einen deutlichen Druckpunkt und einen großen Tastenhub. Selbst über dem DVD-Laufwerk liegen sie flächig fest auf. Der Tastenanschlag mit dumpfem Klick-Geräusch ist fest, aber nicht übertrieben hart. HP hat auf einen Ziffernblock verzichtet. Die Positionierung der Entfernen-Taste direkt in der rechten, oberen Ecke und die Taschenrechner-Taste links unten gefallen uns, denn diese sind nicht bei allen Notebooks einfach zu finden.

Das Touchpad erledigt seinen Dienst nicht so gut wie die Tastatur, was einzig an den schwergängigen Maustasten liegt. Diese klicken sehr leise, verlangen aber ein sehr festes Aufdrücken bei einem viel zu geringen Tastenhub. Die Bedienung wird dadurch verlangsamt und das Feedback ist schlecht. Die Oberfläche erlaubt ein problemloses Gleiten des Fingers. Horizontale und vertikale Scrollbars sind vorhanden, aber nicht markiert.

Das Multi-Touch-Pad besitzt einen Lichtsensor in der linken, oberen Ecke. Dieser verhindert ungewollte Maus-Eingaben beim Tippen, indem sich das Touchpad automatisch abschaltet, wenn eine Hand aufliegt. Erstaunlich, dass es so ein Feature in einem so günstigen Notebook gibt. Damit das richtig funktioniert, muss allerdings der richtige Touchpad-Treiber geladen sein.

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