Canon PowerShot G12: hervorragende Kompaktkamera für anspruchsvolle Fotografen

Canons Kompaktkameras der G-Serie blicken auf eine lange Tradition zurück: Die PowerShot G1 erschien bereits im Jahr 2000 – damals mit 3,3 Megapixeln. Seit eh und je zielten die Digicams auf anspruchsvolle Fotografen und brachten vergleichsweise lichtstarke Objektive, große Sensoren und zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten mit. Seit der G1 sind elf Jahre und acht G-Modelle ins Land gegangen. Ob die Canon PowerShot G12 eine würdige Erbin ist, verrät der Testbericht.

Die Canon PowerShot G12 sieht sich so viel Konkurrenz gegenüber, wie wohl kaum eine Kamera der G-Serie. Nikon, Samsung, Olympus und Panasonic bauen Digicams, die ähnlich große Sensoren, lichtstarke Objektive und eine umfassende Ausstattung für Fotografie-Enthusiasten mitbringen. Und nicht zuletzt gibt es da auch noch die hauseigene Rivalin PowerShot S95, die der G12 sicherlich den einen oder anderen potenziellen Käufer abtrünnig machen dürfte.

Design

Vom Äußeren her unterscheidet sich die Canon PowerShot G12 fast nicht von ihrer Vorgängerin, der G11. Die wohl größte Neuerung am Design ist das zweite Rändelrädchen, das sich oben am Handgriff befindet. Ansonsten wirkt das Gehäuse nach wie vor wie ein kleiner Panzer: Es ist kantig, verwindungssteif und macht einen sehr soliden Eindruck. Die Digicam ist größer und schwere als die meisten anderen Kompaktkameras, bietet dafür aber auch einen für diese Klasse außergewöhnlichen Funktionsumfang.

Auf das große Gehäuse passen sehr viele Bedienelemente, mit denen sich zahlreiche Aufnahmeparameter ohne Umwege durch Menüs erreichen lassen. Das ist für routinierte Fotografen praktisch, da so beim Konfigurieren keine wertvolle Zeit verlorengeht. Auf der Oberseite befindet sich ganz links ein Rädchen, mit dem sich die Belichtungskorrektur in Drittelblenden zwischen -2 und +2 regeln lässt. Weiter rechts folgt der Zubehörschuh, der auf einer leichten Erhebung sitzt. Rechts und links davon bringt Canon kleine Einlässe für die Stereo-Mikrofone unter.

Das doppelstöckige Modusrädchen ermöglicht ein Einstellen des Aufnahmeprogramms und der ISO-Empfindlichkeit.
Das doppelstöckige Modusrädchen ermöglicht ein Einstellen des Aufnahmeprogramms und der ISO-Empfindlichkeit.

Rechts auf der Oberseite gibt es ein „doppelstöckiger“ Drehschalter. Die obere Ebene dient zum Wechseln durch die Aufnahmemodi. Hier finden sich die üblichen Verdächtigen Programmautomatik (P), Blendenpriorität (Tv), Belichtungspriorität (Av) und manueller Modus (M) sowie eine Vollautomatik (Auto) und zwei Slots für benutzerspezifische Einstellungen (C1 und C2). Der Modus Sofortaufnahme deaktiviert das Live-View, reduziert dafür aber die Auslöseverzögerung. Wenig Licht reduziert die Auflösung auf 2,5 Megapixel und erlaubt Empfindlichkeiten von bis zu ISO 12.800. Zu guter Letzt hält das Modusrädchen noch einen Videomodus und – hinter dem Punkt SCN gebündelt – insgesamt 19 Szenenprogramme bereit.

Unter dem Wahlschalter für die Aufnahmemodi bringt Canon ein Drehelement unter, mit dem der Fotograf die ISO-Empfindlichkeit konfiguriert. Die Canon PowerShot G12 bietet hier einen Bereich von ISO 80 bis 3200 an – auswählbar in Drittelblenden-Stufen. Zwischen ISO 100 und 200 gibt es also beispielsweise noch die beiden Werte ISO 125 und ISO 160. Wer sich nicht mit der Empfindlichkeit herumschlagen möchte, stellt das Rädchen einfach auf Auto. Rechts daneben sitzen zu guter Letzt noch ein Auslöser mitsamt Zoomring und ein Ein/Aus-Schalter.

Auf der Rückseite der Canon PowerShot G12 fällt als erstes das 2,8 Zoll große Display auf, das dreh- und schwenkbar aufgehängt ist. Es lässt sich um bis zu 180 Grad zur Seite klappen und um maximal 270 Grad um die eigene Achse rotieren. Damit ist es bei Aufnahmen über Kopf, aus der Hüfte, um die Ecke oder bei Selbstportraits eine große Hilfe. Die Anzeige ist farbenfroh, ordentlich hell und lässt sich auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen noch halbwegs ablesen. Als Alternative gibt es über dem Bildschirm noch einen kleinen optischen Sucher. Das Guckloch zoomt erfreulicherweise mit, gewährt aber nur eine vage Vorschau darauf, was nach dem Drücken des Auslösers auf der Speicherkarte landet. Das tatsächliche Foto ist insbesondere links und unten deutlich größer, als das Bild, das man im Sucher sieht. Im Weitwinkel sieht man außerdem einen Teil des Objektivs durch das Guckloch – das irritiert. Der optische Sucher ist nur für Notfälle geeignet.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Canon PowerShot G12: hervorragende Kompaktkamera für anspruchsvolle Fotografen

  • Am 5. Juli 2012 um 22:30 von Rast Franz

    Seitenverhältnis nachträglich ändern
    hallo
    ich habe mit meiner Canon G12 irrtümlicherweise eine Vielzahl von Bildern im Verhältnis 16:9 geschossen.

    1. sind die Bilder verzerrt –> in der Höhe gestaucht –> wieso ? und wie kann man die Bilder entzerren?

    2. möchte ich die Bilder ins Verhältnis 4:3 setzen, ist das nachträglich möglich?

    Vielen Dank für für Eure Mithilfe
    Gruss Franz

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