Internet auf der Skipiste: Gebühren sparen mit ausländischen Prepaid-Karten

Wer im Skiurlaub die Kommunikation mit den Freunden und Bekannten zu Hause weder einschränken noch ganz auf sie verzichten will, muss normalerweise hohe Roaming-Gebühren zahlen. Doch mit einfachen Mitteln wie ausländischen Prepaid-Karten lassen sich die Kosten teilweise um mehr als 90 Prozent senken.

Sollen aus dem Skiurlaub Grüße an Freunde und Bekannte verschickt werden, muss dank E-Mail und sozialen Netzwerken dafür schon lange nicht die klassische Postkarte herhalten. Das schließt natürlich auch das Mobiltelefon mit ein, denn mittels Roaming lässt sich das Handy ganz problemlos in fremden Netzen einsetzen. Damit ist der Weg frei, um die neuesten Skihasen-Fotos direkt von der Piste nach Hause zu funken oder das Video mit der schwarzen Harakiri-Abfahrt auf YouTube hochzuladen und damit die daheimgebliebene Clique neidisch zu machen.

Wer sein Handy-Video von der rasanten Skiabfahrt direkt vom Urlaubsort online stellt, zahlt ohne Roaming-Tricks einen happigen Preis dafür.
Wer sein Handy-Video von der rasanten Skiabfahrt direkt vom Urlaubsort online stellt, zahlt ohne Roaming-Tricks einen happigen Preis dafür.

Das Handy beim Skifahren dabeizuhaben, erhöht definitiv den Spaßfaktor, macht sich aber auch in vielen anderen Situationen bezahlt. So kann man sich unkompliziert mit seinen Freunden vor Ort abstimmen und sich zum Beispiel gemeinsam zum Einkehrschwung verabreden. Sollte es einmal wider Erwarten zu einem Skiunfall kommen, lässt sich mittels Handy außerdem schnell Hilfe anfordern. Für App-Freunde ist der Pisteneinsatz ohnehin ein Fest: Besonders für iPhone- und Android-Nutzer gibt es jede Menge Applikationen, die beispielsweise alle Abfahrten und Skihütten auflisten, die Routen dahin berechnen oder den aktuellen Wetterbericht aufs Display liefern. Eine Auswahl der besten 100 Apps für das iPhone und Android-Systeme finden Sie hier:

Hohe Telefon- und Internet-Gebühren trotz EU-Limit

Die mobile Nutzung von Online-Funktionen freut aber nicht nur den Nutzer, sondern auch seinen Mobilfunkanbieter. Denn wer das Handy im Ausland allzu freizügig einsetzt, erhält zu Hause prompt die Quittung. Die Provider-Rechnung kann nämlich trotz der vom EU-Parlament verabschiedeten preislichen Obergrenzen für Mobilfunktelefonate immer noch hoch ausfallen: Seit dem 1. Juli 2010 dürfen Netzbetreiber für Telefonate aus dem Ausland maximal 39 Cent pro Minute abrechnen. In die andere Richtung ist es sogar noch günstiger. Wer zum Beispiel auf der schweizerischen Skipiste von Deutschland aus angerufen wird, muss maximal 15 Cent pro Minute dafür löhnen. Die Roaming-Gebühren sollen ab dem 1. Juli 2011 sogar noch etwas weiter fallen und dürfen dann nur noch 35 respektive 11 Cent pro Minute für aus- beziehungsweise eingehende Anrufe betragen.

Teuer: Mobilfunkanbieter wie Vodafone verlangen für Telefongespräche ins Ausland bis zu 46 Cent pro Minute.
Teuer: Mobilfunkanbieter wie Vodafone verlangen für Telefongespräche ins Ausland bis zu 46 Cent pro Minute.

Vor allem beim Übertragen von Daten in das Internet gilt es nach wie vor, mit den Megabyte hauszuhalten. Die EU hat ebenso wie bei den Roaming-Gebühren für Telefonate auch bei den Kosten für Web-Verbindungen die Schrauben angezogen und dafür seit Anfang 2011 einen verbindlichen Höchstpreis von 50 Cent pro Megabyte bestimmt. Allerdings berücksichtigen die genannten Beträge keine Mehrwertsteuer – in Italien und Österreich wird es deshalb noch einmal 20 Prozent teurer. So sind Anwender dort mit bis zu 47 Cent je vertelefonierter Minute dabei und zahlen pro übertragenem Megabyte satte 60 Cent. Das YouTube-Video der rasanten Pistenabfahrt kann so schnell mehrere Euro kosten.

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