Panasonic Lumix DMC-TZ22 und TZ18: neue Superzoomer mit GPS, 3D-Foto und Full-HD-Video

Kompakte Kameras mit vergrößerungsstarken Objektiven gibt’s inzwischen wie Sand am Meer: Praktisch jeder Digicam-Hersteller hat mindestens ein handliches Modell mit einem mehr als zehnfachem optischen Zoom auf dem Markt. Panasonic war mit der erste, der kompakte Knipsen mit riesigen Brennweitenbereichen gebaut hat. Und heute geht die zoomstarke TZ-Serie, die vor rund fünf Jahren mit der TZ1 startete, in die nächste Runde: Die Lumix DMC-TZ22 und Lumix DMC-TZ18 sind da.

Beide Kameras verfügen über einen 16-fachen optischen Zoom, der einen Brennweitenbereich von 24 bis 384 Millimetern abdeckt. Die größten Blendenöffnungen betragen F3,3 im Weitwinkel und F5,9 im Telebereich. Außerdem gibt es manuelle Einstellungsmöglichkeiten zu Blende und Belichtungszeit sowie einen optischen Bildstabilisator. Nimmt man noch das Metallgehäuse hinzu, dann war es das im Wesentlichen schon mit den Gemeinsamkeiten.

Denn während die Digicams das gleiche Objektiv mitbringen, kommen unterschiedliche Bildsensoren zum Einsatz. Die TZ18 setzt auf einen CCD-Chip im 1/2,3-Zoll-Format mit 14,1 Megapixeln. Bei der TZ22 findet ein zwar gleich großer, dafür aber deutlich schnellerer CMOS-Sensor Verwendung.

Dank ihres flotten Lichtfängers nimmt die TZ22 Full-HD-Videos mit 1920 mal 1080 Pixeln pro Sekunde im AVCHD-Format auf. Die TZ18 muss sich hier mit 1280 mal 720 Bildpunkten und Motion JPEG zufriedengeben. Auch bei der Serienbildgeschwindigkeit zieht die große Schwester davon: Sie schafft mit voller Auflösung bis zu 10 Aufnahmen pro Sekunde. Die TZ18 kann da mit lediglich 1,9 Fotos pro Sekunde nur neidisch gucken. Auch die Zeitlupen-Videofunktion mit 220 fps bei 320 mal 240 Pixeln ist der TZ22 vorbehalten.

Neben der schieren Geschwindigkeit bietet der schnellere CMOS-Sensor auch ein paar weitere nette Tricks. Ein Beispiel wäre der 3D-Fotomodus der TZ22. Die Digicam schießt 20 Fotos in Serie und wählt daraus zwei versetzte Aufnahmen aus: eine für das rechte und eine für das linke Auge. Dieses 3D-Bild landet dann im MPO-Format auf der Speicherkarte. Außerdem gibt’s auch die bei CMOS-Digicams übliche HDR-Automatik sowie einen Nachtaufnahme-Modus, der eine Serie von Fotos miteinander kombiniert, um ein rauschfreies und gut ausgeleuchtetes Bild zu erhalten.

Die TZ22 bietet außerdem einen GPS-Receiver mit Kompass zum Geotagging. Wenn das Modul zur Positionsbestimmung aktiviert ist, schreibt die Kamera die Koordinaten und die Blickrichtung in die EXIF-Daten der Fotos. So lassen sich später Aufnahmeort und -richtung jederzeit nachvollziehen.

Der nächste Unterschied liegt beim Display. Zwar sind die Anzeigen beider Kameras 3,0 Zoll groß, doch der Bildschirm der TZ22 bietet mit 480 mal 320 Pixeln eine zweimal höhere Auflösung und ist zudem berührungsempfindlich.

Das 3,0-Zoll-Display der Panasonic Lumix DMC-TZ22 ist berührungsempfindlich.
Das 3,0-Zoll-Display der Panasonic Lumix DMC-TZ22 ist berührungsempfindlich.

Das Superzoom-Duo soll ab Mitte März im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Panasonic Lumix DMC-TZ22 liegt bei 429 Euro. Für die Lumix DMC-TZ18 veranschlagt der Hersteller 329 Euro.

In den letzten Jahren hat Panasonic immer zwei TZ-Modelle gleichzeitig angekündigt – ein teureres und besser ausgestattetes sowie eine günstige Einsteigervariante. Das ist auch dieses Mal nicht anders. Allerdings waren die Unterschiede zwischen den beiden Schwestern noch nie so groß wie dieses Mal. Die zusätzlichen Features der TZ22 scheinen die Preisdifferenz von rund 30 Prozent absolut wert zu sein. Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die technischen Daten der TZ18 und TZ22 auf einen Blick. (Bilder: Panasonic)

Hersteller Panasonic Panasonic
Modell Lumix DMC-TZ18 Lumix DMC-TZ22
Preis 329 Euro 429 Euro
Bildsensor 1/2,33-Zoll-CCD 1/2,33-Zoll-CMOS
Auflösung 14,1 Megapixel 14,1 Megapixel
Optischer Zoom 16-fach 16-fach
Brennweitenbereich 24 – 384 mm 24 – 384 mm
Lichtstärke F3,3 – F5,9 F3,3 – F5,9
Belichtungszeiten 1/4000 – 60 s 1/4000 – 60 s
Bildstabilisator optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 80 – 6400 ISO 80 – 6400
Max. Fotoauflösung 4320 x 3240 Pixel 4320 x 3240 Pixel
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel @ 30 fps 1920 x 1080 @ 50 fps
Dateiformate JPEG (Foto), MJPEG (Video) JPEG, MPO (Foto), AVCHD (Video)
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P, A, S, M
Display 3,0 Zoll (320 x 240 Pixel) 3,0 Zoll (480 x 320 Pixel), Touchscreen
GPS nein ja
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC
Stromversorgung Lithium-Ionen-Akku Lithium-Ionen-Akku
Akkulaufzeit (CIPA) 340 Fotos 260 Fotos
Anschlüsse USB, AV USB, AV, HDMI
Mikrofon Mono Stereo
Abmessungen 10,5 x 5,8 x 3,3 cm 10,5 x 5,8 x 3,3 cm
Gewicht 210 g 219 g

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