Ricoh CX5: 10,7-fach-Superzoomer mit schnellem Hybrid-Autofokus

Gestern Panasonic, heute Ricoh: Nachdem gestern die beiden kompakten Superzoomer Lumix DMC-TZ22 und DMC-TZ18 das Licht der Welt erblickten, ist heute die CX5 an der Reihe. Auf den ersten Blick scheint sich bei Ricoh im Vergleich zur Vorgängerin CX4 nichts getan zu haben. Das Gehäuse ist genau gleich groß. Auslöser, Moduswahlschalter, Vier-Wege-Pad – alles befindet sich an der selben Stelle. Das Objektiv bietet nach wie vor einen 10,7-fachen optischen Zoom und deckt damit einen Brennweitenbereich von 28 bis 300 Millimetern ab. Als Bildsensor kommt der gleiche 10-Megapixel-BSI-CMOS-Chip der CX4 zum Einsatz.

Bei genauerem Hinsehen fällt am Gehäuse ein kleiner Unterschied auf: Auf der Vorderseite, zwischen integriertem Blitz und Autofokus-Hilfslicht sowie Objektiv, versteckt sich ein kleiner Sensor. Wir vermuten, dass es sich hierbei um den in der Pressemitteilung angesprochenen Flächensensor handelt. Er misst den Abstand zum Motiv und hilft dem Objektiv so beim Fokussieren auf die Sprünge.

Kompaktkameras sind beim Fokussieren für gewöhnlich deutlich langsamer als Spiegelreflexkameras, da sie einen Kontrast-Autofokus nutzen. Dabei fährt die Kamera das Objektiv einfach einmal durch den gesamten Schärfebereich und bleibt schließlich dort stehen, wo auf dem Videostream vom Bildsensor die klarsten Kontraste und schärfsten Kanten erkannt wurden. DSLRs hingegen nutzen nicht das Bild vom lichtempfindlichen Chip, sondern einen speziellen Phasenvergleichssensor, der den Abstand zum Motiv misst und die Optik ohne Umwege auf die richtige Einstellung dirigiert. Bei der CX5 soll der sogenannte Hybrid-Autofokus beide Systeme miteinander kombinieren. Und tatsächlich, den ersten Eindrücken nach macht der kompakte Superzoomer wirklich einen mächtig flotten Eindruck.

Außerdem gibt es eine Zoom-Erweiterung, die die maximale Brennweite des Objektivs von 300 auf 600 Millimeter aufbohrt. Das Ganze nennt sich dann Hochauflösungs-Digitalzoom – und soll „mit nur minimalen Qualitätsverlusten“ einhergehen. Leider liegen uns noch keine Informationen vor, wie dieser digitale Zoom wirklich funktioniert. Der CMOS-Sensor wäre auf jeden Fall schnell genug, um hier mehrere leicht versetzte Aufnahmen miteinander zu kombinieren, um die Auflösung zu steigern. Diese sogenannte Multishot-Technologie nutzt beispielsweise Hasselblad bei der auf der Photokina angekündigten Mittelformat-Kamera H3DII-50MS, um von 50 auf 200 Megapixel zu kommen. Die Tatsache, dass Ricoh bei der CX5 einen mechanischen Bildstabilisator einsetzt, würde dem Multishot-Verfahren auf jeden Fall schon einmal nicht im Weg stehen. Wir haben bezüglich des Autofokus und des Digitalzooms bei Ricoh um mehr Details angefragt und werden den Beitrag aktualisieren, sobald wir eine Antwort erhalten haben.

Ansonsten gibt es bei der CX5 weitgehend Standard-Kost: Videos nimmt die Kamera mit 1280 mal 720 Pixeln auf. Der CMOS-Sensor ermöglicht Serienbildraten von fünf Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung. Das 3,0 Zoll große Display auf der Rückseite löst 921.600 Bildpunkte auf – also 640 mal 480 Pixel. Leider gibt es wie bei der Vorgängerin CX4 auch bei der CX5 keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten von Blende und Belichtungszeit.

Die Ricoh CX5 soll ab Mitte Februar in den Farben Schwarz, Silber und Pink im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 299 Euro.

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