Die "PSP 2" ist da: Sony Next Generation Portable (NGP) mit OLED-Display und Quad-Core-CPU

Nach unzähligen Gerüchten, vermeintlichen Leaks und ewigen Spekulationen ist es soweit: Sony hat heute früh in Japan die PlayStation Portable 2 vorgestellt. Beziehungsweise nicht, denn offiziell hört die tragbare Konsole auf den ungelenken Namen Next Generation Portable. Und statt der PSP2 ist das dann also die NGP.

Auf den ersten Blick sieht die Konsole ihrer Vorgängerin PSP Go recht ähnlich, aber zwischen den technischen Ausstattungen liegen Welten. Das Display bietet mit 960 mal 544 Pixeln beispielsweise eine viermal höhere Auflösung, zudem kommt ein OLED-Bildschirm anstelle einer LCD-Anzeige zum Einsatz. Für ordentlich Rechenpower sorgt eine Quad-Core-CPU mit vier ARM-Cortex-A9-Kernen. Der Grafikprozessor hört auf den etwas kryptischen Namen PowerVR SGX543MP4+ und setzt sich ebenfalls aus vier Kernen zusammen. Laut Shuhei Yoshida von Sony soll die Konsole damit eine Grafikdarstellung auf PS3-Niveau erbringen. Dazu passt die Äußerung von Segas Toshihiro Nagoshi, man könne PlayStation-3-Spiele auf die NGP portieren.

Der 5-Zoll-OLED-Bildschirm ist übrigens ein Touchscreen, der dank eines kapazitiven Panels auch Mehr-Finger-Multitouch-Gesten erkennt. Nicht nur die Vorder-, sondern auch die Rückseite ist berührungsempfindlich. Hinten auf dem Gehäuse sitzt nämlich ebenfalls ein Touchpad. Wie sich das in Spielen anfühlt? Keine Ahnung, aber wir gespannt darauf, es auszuprobieren. Ansonsten gibt es zur Steuerung auf jeder Seite jeweils einen analogen Joystick, dazu rechts die vier typischen PlayStation-Tasten und links ein Vier-Wege-Pad. Auf der Oberseite befinden sich noch zwei Schultertasten.

Auf der Rückseite der Sony NGP befindet sich ein großzügig dimensioniertes Touchpad.
Auf der Rückseite der Sony NGP befindet sich ein großzügig dimensioniertes Touchpad.

Die Next Generation Portable bietet außerdem jeweils eine Kamera auf der Vorder- und eine auf der Rückseite. Im Inneren der NGP gibt es einen GPS-Receiver, Bluetooth- und WLAN-Funk nach 802.11 b, g und n, diverse Beschleunigungs- und Lagesensoren sowie UMTS. Moment: UMTS? Nachdem der Bolide auch Lautsprecher und Mikrofon mitbringt, kann man mit dem Ding dann am Ende etwa auch telefonieren? Jedenfalls über VoIP sollte es gehen. Mit den Abmessungen von 18,2 mal 8,4 Zentimetern und einer Dicke von 18,6 Millimetern ist die Konsole allerdings nicht mehr so ganz hosentaschentauglich. Erwähnenswert ist noch, dass die Konsole über WLAN auch AdHoc-Netzwerke aufbauen kann – so können zwei Spieler ihre Konsolen unterwegs miteinander verbinden, ohne dass sie einen Hotspot brauchen.

An Spielen für die Next Generation Portable hat Sony unter anderem Hot Shots Golf Next, Gravity Daze, Killzone, WipeOut, Resistance, LittleBigPlanet, Uncharted, Little Deviants, Reality Fighters und Billiards angekündigt. Die PSP2, NGP – oder wie auch immer – soll pünktlich zu Weihnachten in den Regalen stehen. Weihnachten? Mal sehen, ob Nintendos 3DS Sony bis dahin nicht den Schneid abgekauft hat.

Neben der portablen Spielekonsole gab es auf der Pressekonferenz in Tokio noch eine weitere interessante Ankündigung. Sony arbeitet derzeit an einer Plattform namens PlayStation Suite. Diese soll PlayStation-Spiele der ersten Generation auf Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem bringen. Und möglicherweise auch auf das sagenumwobene PlayStation-Handy, vermutlich Xperia Play genannt, das wohl zum Mobile World Congress im Februar das Licht der Welt erblicken wird. (Bilder: Sony)

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