Olympus E-5 im Test: blitzschnelle Profi-DSLR mit toller Bedienung und kleinem Sensor

Auf den ersten Blick wirkt die auf der Photokina 2010 vorgestellte Olympus E-5 schon zu ihrem Marktstart veraltet: Mit 12 Megapixeln, 720p-Videomodus und ISO 6400 holt man keinen müden Hund mehr hinterm Sofa hervor. Allerdings fotografiert man nicht mit dem Datenblatt, sondern mit der Kamera – und bereits beim ersten Anfassen macht die E-5 mächtig Eindruck. Wie es um Geschwindigkeit, Bildqualität und Bedienung bestellt ist, verrät der Testbericht.

In den letzten zwei Jahren gab es von Olympus im DSLR-Bereich fast keine Neuheiten. Der Hersteller konzentrierte sich mit seinen Pen-Kameras E-P1, E-P2, E-PL1 und E-PL2 in erster Linie auf das EVIL-Segment. Dass Olympus das Bauen von Spiegelreflexkameras nicht verlernt hat, will der japanische Konzern mit der E-5 beweisen. Die Kamera beerbt das bereits rund drei Jahre alte Profi-Modell E-3.

Design

Dass die E-5 ein Profi-Modell ist, fällt auf den ersten Blick auf: Wann immer wir die Kamera aus dem Kamerarucksack genommen haben, der häufigste Kommentar lautete: „Boah, ist die riesig“. Und ja, die Olympus-DSLR ist groß und sperrig. Und stabil, so stabil, dass man Häuser daraus bauen kann. So scheint es zumindest. Das 800 Gramm schwere Gehäuse besteht aus einer Magnesium-Legierung und ist gegenüber Staub und Spritzwasser geschützt. Sämtliche Klappen und Türchen über Anschlüssen schließen solide und weisen vertrauenserweckend dicke Dichtungen auf. Wenn man die Olympus E-5 im Regen stehen lässt, sie wird es verzeihen.

Der Handgriff ist sehr bequem und sorgt für ein sicheres Gefühl beim Fotografieren – nicht zuletzt aufgrund der griffigen Beschichtung. In Reichweite des rechten Ringfingers befindet sich die Abblendtaste, der rechte Zeigefinger springt je nach Bedarf zwischen dem Auslöser und Rändelrad hin und her. Der Daumen macht es sich auf einer großzügigen Ablage bequem und erreicht problemlos ein zweites Einstellrädchen auf der Rückseite.

Auf der Oberseite der Kamera sitzen – wie erwähnt – ganz vorne ein Rändelrädchen und dahinter der Auslöser. Wiederum dahinter befinden sich vier Tasten in einer Reihe: Von rechts nach links finden sich hier Knöpfe für ISO-Empfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Weißabgleich und Display-Beleuchtung. Der zuletzt genannte Button aktiviert die Hintergrundbeleuchtung des oberseitigen Kontroll-Displays, das die gewählten Einstellungen für Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit, Autofokusfeld sowie die Zahl der verbleibenden Fotos und den Akkustand anzeigt.

Links neben dem Display sitzt die massive Spiegelhutze. Beim Blick durch das Guckloch auf der Rückseite wird klar, wieso die Wölbung auf der Oberseite der Kamera so gewaltig ausfällt: Der optische Sucher ist erfreulich groß, sehr hell und bietet ein 100-prozentiges Bildfeld. Außerdem finden auf der Hutze auch noch der Zubehörschuh sowie der integrierte Blitz ihren Platz. Links des Suchers befinden sich zwei Tasten zum Konfigurieren von Aufnahmemodus und Autofokus – drückt man sie beide gleichzeitig, poppt das Menü zum Einstellen der Belichtungsreihenfunktion auf. Weiter vorne sitzen noch zwei Knöpfe zum Aufrufen der Blitzeinstellungen sowie zum Öffnen des integrierten Blitzes.

Auffällig bei der E-5 ist, dass es kein Modusrädchen gibt. Wenn man vorher DSLRs wie die Canon EOS 60D und die Nikon D7000 in den Händen hatte, ist das kurzzeitig ungewohnt. Aber nach 100 Bildern vermisst man das Rädchen nicht mehr. Szenenprogramme und dergleichen haben – so augenscheinlich die Philiosophie von Olympus – bei einer Kamera dieser Klasse nichts verloren. Beim Druck auf die Taste für den Aufnahmemodus stehen lediglich die üblichen PASM-Modi sowie Bulb und ein konfigurierbarer Slot zur Verfügung.

Modusrädchen? Fehlanzeige. Der "Mode"-Knopf dient zum Wechseln des Belichtungsprogramms.
Modusrädchen? Fehlanzeige. Der „Mode“-Knopf dient zum Wechseln des Belichtungsprogramms.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Olympus E-5 im Test: blitzschnelle Profi-DSLR mit toller Bedienung und kleinem Sensor

  • Am 5. Februar 2011 um 11:27 von Georg May

    Plympus E-5
    Es ist schon ertaunlich wenn die Tester hier die E-5 für 1800 Euro kaufen und dann über den hohen Preis mäkeln….

    • Am 12. März 2011 um 19:11 von Alexander

      AW: Plympus E-5
      Sie denken wohl nicht im ernst, dass die Tester die Kameras kaufen, um diese anschließend zu begutachten?
      Die Industrie liefert Testgeräte umsonst (für 2 Wochen oder so).
      Beste Grüße

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