Mit dem Streak 7 baut Dell nun sein erstes „echtes“ Tablet. Denn alles darunter kann man fast nur als übergroßes Smartphone bezeichnen. Der neue Formfaktor bringt das Gerät aber ins direkte Konkurrenzumfeld von Samsungs Galaxy Tab. Auch von der Software her müssen wir an das Samsung denken, denn hier wie dort kommt Android 2.2 zum Einsatz – und noch nicht die neue 3.0-Version, die eben explizit für die Möglichkeiten großer Displays entwickelt wird. Ohne Vertrag wechselt das Gerät in den USA ab sofort für 450 Dollar den Besitzer, mit T-Mobile-Vertragsbindung kostet es dort 199 Dollar. Informationen zur Markteinführung in Deutschland und Preise stehen noch nicht fest.

Design

Im ausgeschalteten Zustand sieht das Streak 7 fast genauso aus wie das Galaxy Tab von Samsung. Das Gehäuse besteht zum größten Teil aus Kunststoff, und auf der Oberseite befindet sich eine Touchscreen-Scheibe aus wertigem und stabilem Gorillaglas. Das Gerät ist angenehm dünn und liegt gut in der Hand. Im Vergleich zu seinem Samsung-Konkurrenten ist das Gehäuse des Dell ein kleines Stück länger.

Da die Bildschirmgröße diagonal gemessen wird, dürfte es den einen oder anderen verwundern, dass das 7-Zoll-Display des Dell eigentlich nur etwa halb so groß ist wie die 9,7 Zoll große Anzeige von Apples iPad. Das hat natürlich Vor- und Nachteile, denn das kleinere Gerät ist portabler und lässt sich unterwegs unkomplizierter einsetzen. Dafür gleicht das Surfvergnügen hier eben eher dem eines großen Smartphones als dem eines Note- oder Netbooks.

Für das hier zum Einsatz kommende Android 2.2 ist die kleine Display-Größe übrigens gut. Denn die meisten Anwendungen, die derzeit im Android Market zum Download bereitstehen, sind eben für die Handy-Anzeigen entwickelt und würden auf deutlich größeren Monitoren komisch oder pixelig aussehen – etwa so, als startete man eine iPhone-App auf dem iPad und zeigte sie im Vollbildmodus an. Das Stage genannte User-Interface nutzt die im Vergleich zu Handys größere Diagonale sinnvoll aus, die meisten Apps sind hingegen nicht von Dell angefasst worden. Zum Vergleich: Bei Samsungs Android-Tablet wirkt der Homescreen fast unverändert im Vergleich zum Google-Standard-Interface, aber dafür sind Anwendungen wie der E-Mail-Client oder der Kalender im iPad-Stil als Split-Screen aufgebaut. Dell sammelt für seine neue Oberfläche auf jeden Fall Punkte in der B-Note für Kreativität – der Praxis-Nutzen ist aber nicht so groß, wie der erste Wow-Effekt vermuten lässt.

Einer der größten Unterschiede zwischen Galaxy Tab und Streak 7 ist übrigens die Ausrichtung. Während Samsung sich an den Handys orientiert und das Hochformat als Standard definiert, wählt Dell das Querformat. Dementsprechend haben die Android-typischen Tasten wie Zurück, Menü und Home auch nicht unterhalb der Anzeige Platz gefunden, sondern rechts von ihr – damit sie eben im Querformat unterm Display sind. Das gefällt uns in der Praxis besser.

Ausstattung

Das Dell bringt alles mit, was wir von einem Tablet in dieser Klasse erwarten. Auf der Rückseite befindet sich eine 5-Megapixel-Kamera samt Foto-LED, die Videos im 720p-HD-Format aufzeichnet. Auf der Vorderseite gibt es eine zweite Kamera mit einer Auflösung von 1,3 Megapixeln, die für Selbstportraits und Videotelefonate gedacht ist. Zumindest auf dem US-Modell ist eine Video-Telefoniesoftware namens Qik vorinstalliert, die Vertragskunden mit Internet-Flatrate kostenlose Bildtelefonate ermöglicht.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Dell Streak 7 im Test: Android-2.2-Tablet mit Dual-Core-Prozessor

  • Am 3. Februar 2011 um 13:39 von Patrick Kern

    Android & kein Android
    ?! wie jetzt hat es Android oder nicht?

  • Am 3. Februar 2011 um 17:41 von Longi

    ????
    Oben steht:
    "Android-Betriebssystem mit Zugang zum Market"
    weiter unten:
    "kein Android"
    Das macht wohl irgendwie keinen Sinn!

  • Am 17. April 2011 um 04:42 von Angelo (SparBlog)

    Dell Streak 7
    Ja hat es!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *