Acer Aspire 7750G: Quad-Core-Notebook mit Radeon HD 6850M im Test

Das Acer 7750G gehört zu den ersten Quad-Core-Notebooks mit Sandy-Bridge-Chipsatz. Aufgrund dessen Fehlers dürfte es zwar noch einige Zeit dauern, bis die Geräte tatsächlich im Handel eintreffen, aber das Warten könnte sich lohnen: Hier treffen hohe Leistung für Games und Multimedia und niedriger Energieverbrauch zusammen.

Von Acers 17-Zöller Aspire 7750G haben es bereits einige Exemplare in den Handel geschafft. Davon sollte man allerdings derzeit noch die Finger lassen: Der Hersteller hat die Auslieferung gestoppt, da Intel einen Bug im Chipsatz des Sandy-Bridge-Prozessors gemeldet hat. Die Leistung der SATA-Ports, an die Festplatte und Blu-ray-Brenner angeschlossen sind, könnte sich mit der Zeit verschlechtern. Lösen lässt sich das Problem nur durch einen Austausch des Mainboards. Es werden sicherlich noch einige Wochen vergehen, bis das Notebook wieder im Handel ist. Da es abgesehen von der Fehlerbehebung keine grundsätzlichen Änderungen geben soll, haben wir uns das Gerät schon einmal genau angesehen.

Design

Das 3,2 Kilo schwere Aspire 7750G kommt in einem optisch ansprechenden Kunststoffgehäuse, das mit einer geriffelten Struktur versehen ist. Andere Materialien wie Alu werden nicht verwendet. Den fingerabdruckempfindlichen schwarzen Glanzlack findet man nur am Rahmen um das Display sowie hinter der Tastatur. Insgesamt macht das Chassis einen stabilen Eindruck. Der Deckel ist in einem sehr dunkeln Grau gehalten, die Handballenauflage in einem helleren Grau.

Leider löst der 17,3-Zoll-Screen nicht Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) auf, sondern nur 1600 mal 900 Pixel. Blu-ray-Scheiben, die man über das integrierte Laufwerk ansehen kann, werden also nicht in voller Qualität dargestellt. Es gibt aber einen HDMI-Port, der das Material in voller Auflösung an einen entsprechenden Fernseher ausgibt. Das Display ist, wie im Consumer-Bereich üblich, mit einer Glare-Beschichtung versehen. Insbesondere bei dunklen Bildschirminhalten wirkt es wie ein Spiegel. Horizontal zeigt der Screen eine deutliche Blickwinkelabhängigkeit. Die Webcam löst anständige 1280 mal 1024 Pixel auf.

Die im 7750G integrierte Tastatur mit Ziffernblock kennt man beispielsweise aus dem AMD-Fusion-15-Zöller Aspire 5253G. Sie bietet aufgrund eines ausreichenden Tastenhubs und eines sauber definierten Druckpunktes ordentlichen Schreibkomfort. Die Pfeiltasten können aber etwas größer sein. Manch einer könnte sich daran stören, dass die Tasten komplett flach sind, der Finger hat anders als beispielsweise beim Lenovo U260 seitlich also keine Führung. Das Touchpad beherrscht Multitouch. Es möglicht eine präzise Steuerung des Mauszeigers, dürfte aber ruhig ein Stück größer sein.

Auf der linken Seite sind VGA, HDMI sowie eine USB-2.0-Schnittstelle zu finden, auf der rechten Seite sitzen jeweils ein USB-2.0- und ein USB-3.0-Port sowie ein Gigabit-Ethernet-Port. Dort ist auch die Schublade des Blu-ray-Laufwerks zu sehen, das die HD-Scheiben zwar lesen, aber nicht beschreiben kann. Abgesehen von der Ethernet-Schnittstelle liegen alle Anschlüsse relativ weit vorne. Eingesteckte Kabel sind den Händen deswegen häufiger im Weg. Vorne links hat das Acer einen Kartenleser für die Formate Memory Stick, Memory Stick Pro, SD, MMC und xD Card.

Komponenten

Als CPU kommt ein Intel Core i7-2630QM mit vier Rechenkernen zum Einsatz. Es handelt sich um einen Prozessor mit der erst Anfang Januar eingeführten Sandy-Bridge-Architektur. Sie wurde gegenüber dem Vorgänger Nehalem komplett überarbeitet. Statt in 45 Nanometern sind sie Notebook-Quad-Cores jetzt in 32-Nanomter-Technik gefertigt, was einen niedrigeren Stromverbrauch mit sich bringt.

Der Chip werkelt mit 2 GHz, übertaktet mittels Turbo Boost einzelne Kerne auf bis 2,9 GHz und hat 6 MByte L2-Cache. Hyperthreading macht aus den vier echten Rechenkernen acht virtuelle. Das sorgt für eine bessere Auslastung der Ausführungseinheiten und letztlich für eine höhere Geschwindigkeit.

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