Stop-Motion-Lite für Android: Stop-Motion-Videos mit dem Smartphone drehen

Stop Motion ist nicht nur unter der Youtube-Gemeinde eine beliebte Filmtechnik, sondern wurde auch schon in Kultstreifen wie Star Wars, Robocop, Terminator oder King-Kong verwendet, um Kreaturen, Monster oder Maschinen zum Leben zu erwecken. Ihre Anfänge reichen bis ins neunzehnte Jahrhundert zurück und beruhen auch heute noch auf demselben Prinzip wie damals.

Der Name Stop-Motion, was frei übersetzt so viel heißt wie Stillstand-Bewegung, verrät eigentlich schon alles. Wie bei Zeichentrickfilmen entsteht eine Film-Sequenz aus einer schnellen Abfolge von Einzelbildern. Ein Objekt oder eine Szene wird immer wieder abfotografiert und von Bild zu Bild minimal verändert. Zusammengefügt entstehen so flüssige Bewegungen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Netz finden sich zahlreiche Beispiele, in denen ihre Macher Lego-Männchen, Spielzeugautos oder Figuren aus Knetmasse zum Laufen, Fahren oder Tanzen bringen.

Mit der App Stop-Motion – Lite kann sich jeder Android-Nutzer selbst als Regisseur und Produzent versuchen, und auf einfache Weise Stop-Motion-Videos mit Hilfe der Kamera seines Smartphones aufnehmen. Zumindest fast alle. Denn auf einigen Geräten funktioniert die App nicht. Mit dem HTC Desire gibt es beim Drehen jedoch keine Probleme, solange genügend Speicher auf der SD-Karte frei ist.

Bevor es mit dem Filmen losgeht, sind eigentlich nur zwei Einstellungen zu tätigen: die Bildqualität und die Frame-Rate. Letztere lässt sich zwischen einem und dreißig Bildern pro Sekunde festlegen. Die Auflösung lässt sich leider nur in der kostenpflichtigen Vollversion für knapp 1,50 Euro verändern und ist in der Lite-Variante auf magere 176×144 Pixel beschränkt. Das reicht eigentlich nur zum Ausprobieren, macht aber Appetit auf mehr.

Nach einem Klick auf den Ready-Button wechselt die App in den Kameramodus. Hier hilft ein Gitter bei der Orientierung. Ein Fingertipp auf den Bildausschnitt löst dann einen Schnappschuss aus. Sind alle Standbilder im Kasten, beendet der Save-Button die Aufnahme und fügt alle Frames zu einem Video zusammen. Alle gedrehten Filme speichert die App als MOV-Dateien ab. Unter dem Tab My Stop-Motions lassen sie sich umbenennen, löschen und natürlich auch anschauen. Der Smartphone-Besitzer hat zudem die Möglichkeit, seine Meisterwerke gleich auf Youtube hochzuladen oder per E-Mail an Freunde zu versenden.

Bis es soweit ist, benötigt der Nutzer allerdings einiges an Geduld. Denn beispielsweise besteht schon ein zehn Sekunden langer Film bei einer Frame-Rate von 10 Bildern pro Sekunde aus 100 einzelnen Aufnahmen. Wer einen längeren Film plant, sollte schon ein Stativ zur Hand haben. Im Großen und Ganzen macht Stop-Motion einen guten Eindruck und ist in der Vollversion auch für hochwertigere Aufnahmen zu gebrauchen. Um mal eben die langweiligen Schreibtischutensilien zum tanzen zu bringen, langt allerdings auch die Lite-Variante.

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