CP+ 2011: Fujifilms Retro-Kamera FinePix X100 kommt im März für 999 Euro

Seit der 2008 vorgestellten FinePix S5 Pro – einer im Prinzip umgebauten Nikon-DSLR mit eigenem Sensor – gab es von Fujifilm keine großsensorige Kamera mehr zu sehen. Im März 2011 ist es wohl endlich soweit: Die zur Photokina im September angekündigte FinePix X100 soll in den Regalen stehen. Die unverbindliche Preisempfehlung gibt der Hersteller mit 999 Euro an.

Im Gegensatz zur S5 Pro verfügt die X100 nicht über ein Wechselobjektiv-System. Stattdessen bietet die Retro-Kamera eine festinstallierte Optik mit einer Kleinbildäquivalent-Brennweite von 35 Millimetern und einer größten Lichtstärke von F2,0. Mit neun Lamellen dürfte die Irisblende auch bei weiter geschlossener Blende für ein weiches Bokeh sorgen. Die Naheinstellgrenze der Optik liegt übrigens bei zehn Zentimetern. Hinter dem Objektiv befindet sich ein 12-Megapixel-Bildsensor im APS-C-Format. Lichtempfindliche Chips von dieser Größe finden sich in den allermeisten Einsteiger- und Mittelklasse-DSLRs.

Links oben im Gehäuse bringt der Hersteller einen optisch-elektronischen Hybridsucher unter. In dem kleinen Guckloch steckt ein um 45 Grad gekippt angeordneter Spiegel, der bei Bedarf diverse Informationen über das „echte“ Bild legt. Auf Wunsch lässt sich das Live-Bild auch komplett ausblenden und ausschließlich das Bild vom Sucher anzeigen. Das Winz-Display im Sucher ist mit 800 mal 600 Pixeln (1,44 Millionen Bildpunkten) extrem hochauflösend – und hat uns auf der Photokina absolut überzeugt. Interessant ist auch, dass der Sucher etwas mehr als den tatsächlichen Bildausschnitt anzeigt. So lässt sich beispielspielsweise ein ins Bild rennender Sprinter schon kurz vorher sehen und rechtzeitig ablichten. Die tatsächlichen Fotoausmaße sind mit dünnen Linien im Sucher gekennzeichnet. Der Bildschirm auf der Rückseite des Gehäuses ist 2,8 Zoll groß und löst 460.000 Pixel auf.

Neben Fotos mit 12 Megapixeln fängt die Fujifilm FinePix X100 auch HD-Videos mit 1280 mal 720 Bildpunkten ein. Bei Standbildern stehen die Formate JPEG und RAW zur Verfügung. Ein Schwenkpanorama-Modus, bei dem der Fotograf die Kamera einfach über das Motiv bewegt, um ein 180-Grad-Ultrabreitbild einzufangen, ist ebenfalls an Bord. Je nachdem, ob der Schwenk horizontal oder vertikal erfolgt, beträgt die maximale Auflösung 7680 mal 1440 oder 7680 mal 2160 Bildpunkte.

Einen Phasenvergleichs-Autofokus bietet die X100 mangels Spiegelkonstruktion leider nicht – laut Hersteller soll der Kontrastautofokus mit seinen 49 Fokuspunkten aber ebenfalls sehr zügig arbeiten. Die Fujifilm-Kamera stellt sich mit ihrer Ausstattung weniger in Konkurrenz zu aktuellen Spiegelreflex- oder EVIL-Kameras, sondern zielt eher auf Fans von Exoten-Knipsen à la Leica X1 und Sigma DP2s. Die folgende Tabelle zeigt die technischen Daten im Vergleich. Im YouTube-Video darunter ist die X100 in Aktion zu sehen. (Fotos: CBS Interactive)

Hersteller Fujifilm Leica Sigma
Modell FinePix X100 X1 DP2s
Preis 1000 Euro 1550 Euro 570 Euro
Bildsensor APS-C-CMOS APS-C-CMOS Foveon-CMOS
Auflösung 12 Megapixel 12 Megapixel 4,7 Megapixel
Optischer Zoom nein nein nein
Brennweite (Objektiv) 23 mm 24,2 mm 24 mm
Brennweite (KB) 35 mm 36 mm 41 mm
Lichtstärke F2.0 F2.8 F2.8
Verschlusszeiten 1/4000 – 30 s 1/2000 – 30 s 1/2000 – 15 s
Empfindlichkeiten ISO 100 – 12.800 ISO 100 – 3200 ISO 100 – 3200
Max. Videoauflösung 1280 x 720 Pixel nicht verfügbar 320 x 240 Pixel
Display 2,8 Zoll; 460.000 Pixel 2,7 Zoll; 230.000 Pixel 2,5 Zoll; 230.000 Pixel
Speicherkarten SD, SDHC, SDXC SD, SDHC SD, SDHC
Abmessungen 12,7 x 7,5 x 5,4 cm 12,4 x 6,0 x 3,2 cm 11,3 x 6,0 x 5,6 cm
Gewicht noch nicht bekannt 286 g 356 g

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