Fujifilm FinePix X100 angetestet: kompakte Retro-Kamera mit APS-C-Sensor

Die Kombination aus großem Sensor und kleinem Gehäuse liegt voll im Trend – siehe EVIL-Kameras von Samsung, Sony, Olympus und Panasonic. Die Fujifilm FinePix X100 verzichtet allerdings auf die Möglichkeit zum Objektivwechsel und richtet sich mit ihrem kompromisslosen Retro-Design eher an Enthusiasten als an die Masse der Hobby-Knipser. Wir hatten bereits die Gelegenheit, uns die Kamera näher anzusehen.

Mit der FinePix X100 stößt Fujifilm auf ein Digicam-Terrain vor, das etwas abseits vom Schuss, abseits vom Massenmarkt liegt. Ihre direkten Konkurrentinnen kommen nicht von Sony, Panasonic, Canon oder Nikon, sondern von Leica und Sigma. Sie soll die perfekte Immer-Dabei-Kamera für anspruchsvolle Fotografen sein, die sich weder mit dem Szenenprogramm-Schnickschnack noch mit dem weichgespülten Design aktueller Digicams nicht anfreunden können. Und an anspruchsvolle Fotografen, die ohnehin am liebsten mit ihrer lichtstarken Festbrennweite fotografieren.

Design

Die Fujifilm FinePix X100 ist alles andere als klein. Sie kommt ähnlich groß daher wie die Micro-Four-Thirds-Kamera Olympus E-P1 mit motiertem 17-Millimeter-Pancake-Objektiv. Nachdem sich im Inneren der FinePix ein Bildsensor im APS-C-Format versteckt, ist das allerdings auch alles andere als verwunderlich.

Fujifilm taucht das Metallgehäuse der Kamera in mattes Silber, das an einigen Stellen von synthetischem Leder überdeckt wird. Die X100 sieht damit wie eine Sucherkamera der alten Schule aus. Dazu trägt auch der Hybrid-Sucher bei, der sich exakt dort befindet, wo bei einer Sucherkamera eben auch der optische Sucher angebracht ist. Neben dem Objektiv befindet sich ein kleiner Hebel zum Umschalten zwischen elektronischem und optischem Sucherbetrieb – aber dazu später mehr.

Die Fujifilm FinePix X100 (rechts) ist ähnlich groß wie die Micro-Four-Thirds-Kamera Olympus E-P1 (links).
Die Fujifilm FinePix X100 (rechts) ist ähnlich groß wie die Micro-Four-Thirds-Kamera Olympus E-P1 (links).

Auf der Gehäuse der X100 befindet sich kein Moduswahlschalter. Stattdessen gibt es zwei Rädchen: eines zum Anpassen der Verschlusszeit, das andere für die Belichtungskorrektur. Rechts befinden sich Auslöser mitsamt Ein/Aus-Schalter und eine Funktionstaste. Zum Anpassen des Öffnungsverhältnisses gibt es einen Blendenring am Objektiv.

Wie funktioniert also der Moduswechsel ohne Moduswahlschalter? Wie bei der Leica X1 beispielsweise lassen sich die typischen PASM-Modi einfach durch verschiedene Einstellungskombinationen der Rädchen erreichen. Wenn der Blendenring am Objektiv beispielsweise auf „A“ wie Automatik gestellt ist und der Fotograf eine bestimmte Verschlusszeit auswählt, so entspricht das dem Modus „Belichtungspriorität“, üblicherweise meist mit einem „S“ auf dem Moduswahlschalter bezzeichnet. Befinden sich sowohl Blendenring als auch Verschlusszeiträdchen auf der Einstellung „A“, entspricht das der Programm-Automatik. Und so weiter.

Auf diesem Foto sind der Blendenring am Objektiv und das Einstellrädchen für die Verschlusszeit auf der Oberseite zu sehen.
Auf diesem Foto sind der Blendenring am Objektiv und das Einstellrädchen für die Verschlusszeit auf der Oberseite zu sehen.

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