Xtreamer iXtreamer: vielseitiger Media-Streamer mit dämlichem Namen

Mediastreamer scheinen sich hinsichtlich seltsamer Namen ständig selbst übertreffen zu müssen. Sogar unsere derzeitigen Favoriten in dieser Kategorie, die Popcorn-Hour-Modelle, waren wohl grad für kleine Mediastreamer, als die guten Namen vergeben wurden. Aber nichts, wirklich gar nichts konnte uns auf den Xtreamer iXtreamer vorbereiten. Nachdem der 185 Euro teure Streamer mit iPod-Dock eine solide Performance bietet, sind wir jedoch durchaus bereit, die groteske Bezeichnung zu vergessen.

iPod-Dock ist nicht ganz korrekt: Der iXtreamer verbindet sich nämlich auch mit iPads. Das macht ihn allerdings nicht gerade zum kleinsten Media-Player, den wir jemals in den Händen hatten. In Sachen Breite und Tiefe – aber nicht Höhe – ist er etwas größer als ein Apple Mac Mini. Leider bewegt sich die Optik wie auch der Name des Geräts in etwas gewöhnungsbedürftigen Sphören. Das ist eigentlich schade, denn der iXtreamer bietet einige interessante Designaspekte. Dazu gehört beispielsweise die verschiebbare Abdeckung, mit der sich das Dock verbergen lässt.

Das Menüsystem des iXtreamer ist jedenfalls ziemlich einzigartig: Es wird aus uns unerfindlichen Gründen von einer Art Geisterschiff dominiert. Vom Stil her erinnern die Dialoge uns irgendwie an ein bei Amazon verkauftes T-Shirt mit drei Wölfen, dessen Kundenrezensionen ihm zu einem gewissen Ruhm verholfen haben.

Hinzufügen einer Festplatte

Wer Videos auf dem iXtreamer selbst speichern will, kann das Gerät um eine 3,5-Zoll-HDD erweitern. Wir haben nun schon wirklich genügend Media-Streamer mit Festplatten bestückt, aber bei kaum einem war es einfacher als beim iXtreamer. Man muss das Laufwerk lediglich in ein Loch auf der rechten Seite einschieben – das war es schon. Der ganze Vorgang nimmt vielleicht drei Sekunden in Anspruch, und schon taucht das Laufwerk in der Liste der verfügbaren Quellen auf.

Das Dock auf der Oberseite kommt mit iPods, iPhones und iPads zurecht.
Das Dock auf der Oberseite kommt mit iPods, iPhones und iPads zurecht.

Laut Hersteller (und verschiedenen Angeboten am Markt) kann der iXtreamer Desktop-Festplatten mit bis zu 3 TByte Speicherkapazität aufnehmen. Das ist ziemlich viel Speicherkapazität für einen Media-Player dieser Art. Man könnte mit ihm ein NAS-Gerät ersetzen, wenn man Geld und Energie sparen will. Aber wir bezweifeln, dass seine Performance und Zuverlässigkeit auch nur ansatzweise an die eines dedizierten NAS-Servers heranreicht.

iOS-Kompatibilität

Der iXtreamer unterscheidet sich in einem Punkt von den allermeisten Streamern, die wir bisher gesehen haben: Es kann nämlich als Dock für alle Apple-iOS-Geräte einschließlich des iPads genutzt werden. So kann man bequem auf Fotos, Videos und Songs zugreifen, die auf den Apple-Geräten gespeichert sind.

Der Zugriff auf solche Inhalte wird über ein spezielles Menü realisiert. Wir glauben zwar nicht, dass Steve Jobs Layout und Design dieses Menüs befürworten würde, aber andererseits geht die Funktionalität voll in Ordnung. Wir nutzten einen iPod Touch der vierten Generation für den Test des Docks und waren mit dem Resultat insgesamt sehr zufrieden.

Einfaches Streaming

Manchmal müssen wir ganz schön basteln, bis ein Media-Streamer unsere vernetzten Rechner wahrnimmt. Das ist beim iXtreamer nicht der Fall: Ein schnelles Durchsuchen unseres Firmennetzes enthüllt sofort den Media-Rechner. Nach ein paar Minuten waren wir dann in der Lage, Videos von der Maschine zu streamen.

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