Leider verzichten Olympus‘ aktuelle Superzoom-Kameras der S-Serie im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen auf manuelle Einstellsmöglichkeiten und richten sich vornehmlich an Einsteiger, die die Arbeit am liebsten der Kamera überlassen. Stattdessen stehen Bedienfreundlichkeit und Automatiken im Vordergrund. Viel Zoom für wenig Geld scheint übrigens nicht nur bei der SP-800UZ das Motto zu lauten: die kleine Schwester SP-600UZ bringt für rund 140 Euro einen immerhin 15-fachen optischen Zoom mit.

Design

Die Olympus SP-800UZ liegt recht gut in der Hand und macht einen recht soliden Eindruck. Allerdings hat der Superzoomer vielen Konkurrenten gegenüber einen gravierenden Nachteil: Es gibt keinen elektronischen Sucher. Damit muss man die Kamera immer ein Stück vor dem Körper halten, um auf dem Display etwas sehen zu können. Und insbesondere bei sehr starken Vergrößerungen fällt es dann schwer, die Bilder nicht zu verwackeln. Mit direkt vor dem Gesicht und nah am Körper gehaltener Digicam ist die Gefahr, unscharfe Fotos zu schießen, deutlich geringer.

Einen elektronischen Sucher bietet die SP-800UZ leider nicht. Das 3,0 Zoll große Display löst 320 mal 240 Pixel auf.
Einen elektronischen Sucher bietet die SP-800UZ leider nicht. Das 3,0 Zoll große Display löst 320 mal 240 Pixel auf.

Angesichts des gigantischen 30-fachen optischen Zooms ist die Kamera vergleichsweise kompakt. Wer sehr große Hände hat, dürfte die SP-800UZ etwas zu fummelig finden. Die Tasten auf der Rückseite liegen nah beisammen und sind ziemlich klein. Das Menüsystem sieht schick aus und ist intuitiv aufgebaut, reagiert gelegentlich aber zu träge.

Bei der Stromversorgung setzt die SP-800UZ auf einen Lithium-Ionen-Akku, dem leider schon nach 200 Fotos die Puste ausgeht. Wer viel durch die Gegend zoomt, verkürzt die Laufzeit zusätzlich. Die Kamera bietet einen proprietären Anschluss, der wahlweise als USB-Port oder als Videoausgang herhält. Für höhere Auflösungen gibt es auch einen Micro-HDMI-Ausgang. Fotos und Videos speichert die SP-800UZ wahlweise auf SDHC-Karten oder auf dem integrierten 2-GByte-Memory, von dem 1,8 GByte zur Verfügung stehen.

Die Differenz von 200 MByte geht übrigens für ein umfangreiches Handbuch drauf, das auf der Kamera gespeichert ist und sich dort komplett durchsuchen und studieren lässt. Außerdem bringt Olympus auf dem integrierten Speicher eine Software zum Organisieren, Bearbeiten und Sharen der Fotos unter. Das Tool läuft nur unter Windows, ist aber erfreulich gut. Die Fotos lassen sich aber natürlich dennoch auf Macs übertragen.

Die Olympus SP-800UZ setzt alles daran, Einsteiger nicht mit übermäßig vielen Bedienelementen zu verwirren. Wir haben schon Touchscreen-Kameras mit mehr Knöpfen auf dem Gehäuse getestet.
Die Olympus SP-800UZ setzt alles daran, Einsteiger nicht mit übermäßig vielen Bedienelementen zu verwirren. Wir haben schon Touchscreen-Kameras mit mehr Knöpfen auf dem Gehäuse getestet.

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