Die 10-Zoll-Tablets, die heute Schlagzeilen machen, laufen allesamt mit Android 3.0 (Honeycomb) – und Archos macht keine Zusagen, dass das 101 Googles neues Betriebssystem überhaupt jemals unterstützen wird. Trotzdem: Wer jetzt nach einem günstigen 10-zölligen Android-Tablet sucht, ist mit dem Archos 101 gar nicht so schlecht bedient.

Design

Im Gegensatz zu den meisten Android-Tablets, die im Zuge des Erfolgs des iPads vorgestellt wurden, sieht das Archos 101 richtig gut aus und hält fast auch einem Vergleich zum iPad stand. Auch die Abmessungen sind mit 27 mal 15 mal 1,2 Zentimetern auf Apple-Niveau. So fühlt sich das Archos 101 wie ein richtiges Tablet und nicht wie ein vergrößertes Smartphone an.

Mit einem niedrigen Gewicht von rund 480 Gramm ist das Archos zudem deutlich leichter als Apples iPad. Es ist allerdings kein Geheimnis, wie Archos dieses geringe Gewicht erzielt: Anstelle der Aluminim- und Glaskomponenten des iPads kommen beim Archos 101 größtenteils Kunststoffe zum Einsatz, die sich unter Druck schnell verbiegen. Tablets sind schon grundsätzlich recht zerbrechliche Geräte, aber das Archos 101 ist wirklich alles andere als robust.

Das schlanke 10,1-Zoll-Tablet fühlt sich auch wie ein Tablet an, ist aber nicht sonderlich robust.
Das schlanke 10,1-Zoll-Tablet fühlt sich auch wie ein Tablet an, ist aber nicht sonderlich robust.

Ein weiteres Design-Detail, das erfahrene Android-Anwender sofort bemerken werden, ist das Fehlen mechanischer Navigationstasten am Archos 101. Ob Archos damit die Verschiebung dieser Tasten in den Touchscreen bei Android 3.0 vorausnehmen will, sei dahingestellt. Archos hat Android 2.2 jedenfalls derart angepasst, dass die Home-, Back– und Menu-Tasten an der rechten Bildschirmkante angeordnet sind. Das Ergebnis ist ideal für Tablets, da die Tasten so unabhängig von der Ausrichtung des Geräts immer an der gleichen Stelle zu finden sind.

Archos hält sich auch in Sachen Konnektivität nicht an die üblichen gepflogenheiten. Alle Schnittstellen sind an der linken Seite des Geräts positioniert. Neben dem Stromanschluss findet man hier Audio-Buchsen und einen Mikro-USB-Port, mit dem man das Tablet mit einem Rechner synchronisieren kann. Dazu kommen ein Mini-HDMI-Port für die Ausgabe auf einen Fernseher und eine USB-Host-Schnittstelle für den Anschluss von Standard-Komponenten wie einem externen Keyboard, USB-Sticks, Festplatten oder anderen Geräten.

Das Archos 101 integriert außerdem eine Frontkamera, die Fotos und Videos mit VGA-Auflösung (640 mal 480 Pixel) aufzeichnet. Auf dem Tablet ist die Videochat-Applikation Fring vorinstalliert.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Archos 101 im Test: Günstiges Android-2.2-Tablet mit deutlichen Schwächen

  • Am 28. Februar 2011 um 16:57 von Heinrich Wachendorf

    Test Archos 101
    Ich habe den Archos 101 seit 8 Wochen. Bin sehr zufrieden. Und natürlich läuft Google Market, Mail, Kalender usw. Die Tester haben sich anscheinend nicht informiert. In jedem Forum kann man das auch nachlesen.
    Gruß

  • Am 1. März 2011 um 13:19 von Tombook

    Android Market
    Ich lebe jetzt seit Mitte November 2010 mit meinem Archos 10.1 8GB und bin noch immer begeistert. Der Android Market lässt sich auch für Laien schnell nachinstallieren, so dass auch mit dem Tab der Zugriff auf tausende Apps gewährleistet ist. Ich nutze das Gerät ausserdem als eBook Reader. Durch das geringe Gewicht kommt es hier nicht zu "Ermüdungserscheinungen" wie bei anderen, deutlich schwereren Tablet PCs. Wie gesagt, kann das Teil nur empfehlen…

    • Am 12. November 2011 um 14:51 von Damian Janeta

      AW: Android Market
      Hallo!
      Kannst du mir bitte helfen? was muss ich machen um Android Market zu instalieren?

      Gruß
      Damian

  • Am 7. März 2011 um 05:25 von Android Tablet

    Archos 101 im Test: Günstiges Android-2.2-Tablet
    Nun ja, das ist schon richtig das der Archos 101 Tablet Computer etwas später auf dem Markt erschienen ist, allerdings sehe ich die "Schwächen" nicht so sehr im Vordergrund stehen. Das Archos Android Tablet hat halt eine andere Zielgruppe.

    Würde mal sagen das iPad ist für die Reichen Leute, das Archos für die Mittelschicht und für die Harz iV Empfänger, wie mich, gibt es ein billig China Android Tablet http://www.virtualvillage.de/android-tablet-pc

    So ist das halt, es gibt soziale Unterschiede.

  • Am 9. März 2011 um 18:38 von panib

    Archos 101
    Quote " Damit fehlen nicht nur Talk, Maps und Mail, sondern vor allem auch der Market – und damit die Auswahl aus zigtausenden von Apps. Als kleine Friedensgeste bietet Archos Anwendern immerhin die Nutzung seinen eigenen App-Stores namens AppsLib an. Das Problem: Er bietet praktisch keine guten Inhalte " unquote.

    Unfassbar. Das wäre, wenn es stimmte, ein absolutes NoGo für das Tablet. Aber mittels der App ´Arctools´ lassen sich die genannten Apps blitzschnell installieren. Damit stehen dem Nutzer sehr wohl fast alle Google-Marketapps zur Verfügung- eigenartigerweise nicht alle…

    Ein bisschen Recherche wär ganz angemessen gewesen.

    • Am 18. Mai 2011 um 14:36 von Roman

      AW: Archos 101
      Kann ich somit also Android 3.0, bzw. 3.1 auf den Archos 101 ziehen?

      Einen weiteren Eintrag habe ich wie folgt gefunden:

      http://www.android-hilfe.de/archos-101-forum/51010-howto-market-google-apps-gmail-talk-kalender-kontakte-maps-youtube.html

      Um den Android Market und die anderen Google-Apps auf Euer Archos zu bekommen, einfach folgendes Tut befolgen. Ist kinderleicht!

      1.) Die gApps4Archos.apk aus dem Anhang per USB auf das Tablet
      2.) mit dem dem Dateibrowser die APK öffnen und installieren
      3.) Neu starten(!)

      Fertig!

      Jetzt habt Ihr den offiziellen Android Market und alle Google-Apps drauf.

      Beim 1. Mal Starten vom Market müsst Ihr Euch nur noch wie gewohnt mit Eurem Google-Konto anmelden.
      Angehängte Dateien
      gApps4Archos.apk (7,54 MB, 12506x aufgerufen)

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