CeBIT 2011: Fujitsu zeigt komplett kabellosen Monitor auf SUPA-Basis

Wer eine echte technische Neuerung sehen will, sollte auf der CeBIT mal bei Fujitsu im Planet Reseller (Halle 15, Stand F15) reinschauen. Auf dem Fujitsu-Stand ist nämlich das weltweit erste wahrhaft kabellose Display zu sehen. Der Monitor wird via Wireless USB mit Daten versorgt, benötigt also schon mal kein Datenkabel. Die echte Neuerung ist aber der Verzicht auf ein Stromkabel: Das 22 Zoll große Display bezieht seine Energie nämlich unter Nutzung der so genannten SUPA-Technologie (Smart Universal Power Antenna). Dabei handelt es sich um eine vom Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS) zusammen mit Partnern (Universität Paderborn, Euskirchen Manufaktur, Hotoprint und Christmann) entwickelte und vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Technik.

Fujitsu zeigt auf der CeBIT einen Monitor-Prototyp, der komplett kabellos arbeitet.
Fujitsu zeigt auf der CeBIT einen Monitor-Prototyp, der komplett kabellos arbeitet.

Rajat Kakar, Senior Vice VP Workplace Systems, Fujitsu Technology Solutions: „Wir planen, innerhalb eines Jahres die ersten Modelle unserer LED-Display-Linie mit dieser kabellosen Stromversorgung auszustatten. […] Im laufenden Betrieb gib es hinsichtlich der Bild-Qualität keinerlei Einbußen gegenüber einem herkömmlichen Desktop. Wir sind der festen Überzeugung, dass Kabel bei Monitoren dank dieser Entwicklung bald passé sein werden.“

Das Ganze funktioniert per Magnetinduktion, die wir bereits von Induktionskochplatten an Herden oder von den Ladestationen elektrischer Zahnbürsten her kennen. Das Prinzip ist dem sehr ähnlich: In den Tisch ist eine intelligente Transmitter-Antenne integriert, die sich auf einen Hot-Spot konzentriert und nur wenige Zentimeter Luft überbrücken kann, bevor das Display keinen Saft und keine Daten mehr bekommt. Die Datenübertragung von Notebook oder PC kann via Wireless USB drahtlos aus Entfernungen von bis zu 10 Metern erfolgen.

Der 22-zöllige Monitor-Prototyp wird via Magnetinduktion mit Energie versorgt und erhält Daten über Wireless USB.
Der 22-zöllige Monitor-Prototyp wird via Magnetinduktion mit Energie versorgt und erhält Daten über Wireless USB.

Laut der SUPA-Forschungsgruppe kann übrigens die ganze Oberfläche eines Tischs mit entsprechenden miteinander verschalteten Antennen präpariert werden, damit es egal ist, wo genau der Anwender seine Geräte absetzt. Es wird dann jeweils nur die Portion des Antennennetzes aktiviert, auf dem ein mit entsprechenden Empfangsantennen ausgestattetes Endgerät – Monitor, Notebook, PC, Tablet, Peripheriegeräte, Schreibtischlampen, Telefone und so weiter – abgestellt wird. Die Sendeleistung ist dabei auf fünf Zentimeter oberhalb der Antennen beschränkt.

Denn die Technik selbst ist nicht auf Monitore oder einzelnene Hersteller beschränkt. Das so genannte Park and Play-Computing bietet vor allem im Geschäftsalltag Produktivitäts- und Einsparvorteile. Ein Standardarbeitsplatz für vier Personen könnte dann anstelle von vier Stromkabel und je nach Szenario vier bis acht Datenkabeln mit jeweils einem einzigen Strom- und Netzwerkkabel auskommen – das erleichtert die Administration natürlich enorm und steigert die Effizienz der Strom- und Datenversorgung. Die Technik kann natürlich auch zum kabellosen Aufladen der Akkus von Mobilgeräten wie Notebooks oder Smartphones genutzt werden – auch im privaten Umfeld.

Bundeskanzlerin Merkel schaut sich auf der CeBIT den Fujitsu Stylistic Q550 an.
Bundeskanzlerin Merkel schaut sich auf der CeBIT den Fujitsu Stylistic Q550 an.

Das Display ist auch beim Technologiepartner Christmann (Halle 6, Stand A35) und beim Tischhersteller Universal Design GmbH (Halle 19, Stand C32) zu sehen. Noch ein Tipp: Fujitsu zeigt auf der CeBIT (Halle 2, Stand B38) auch erstmals seinen neuen Business-Tablet-PC Stylistic Q550. Das 10,1-zöllige Tablet soll extrem sicher sein und mit dem Ziel entwickelt worden sein, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ein Mobilgerät an die Hand zu geben, das die strengsten Sicherheitsvorgaben erfüllt.

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