Olympus SZ-30MR und SZ-20: kompakte Superzoom-Kameras mit BSI-CMOS-Sensoren

Als einer der letzten Kamerahersteller bringt jetzt auch Olympus Digicams mit rückseitig belichtetem CMOS-Sensor auf den Markt. Der Vorteil der neuen Sensortechnologie gegenüber der ansonsten gebräuchlichen CCD-Chips liegt im Wesentlichen im Tempo. So erreichen auch die beiden neuen Olympus-Knipsen SZ-20 und SZ-30MR Geschwindigkeiten von sieben 16-Megapixel-Fotos pro Sekunde und nehmen Full-HD-Videos auf. Mit auf 5 Megapixel gedrosselter Auflösung sind sogar 15 fps möglich.

Die SZ-30MR verfügt über ein paar einzigartige Ausstattungsmerkmale. So bringt der Hersteller beispielsweise einen 24-fachen optischen Zoom mit einem Brennweitenbereich von 25 bis 600 Millimetern in einem gerade einmal vier Zentimeter dicken Gehäuse unter. Außerdem an Bord sind zwei Bildprozessoren vom Typ TruePix III+, die dafür sorgen, dass die Kamera wahlweise zwei Videos gleichzeitig oder während des Filmens weiterhin Fotos mit voller Auflösung einfängt.

Stand- und Bewegtbild gleichzeitig: sinnvoll. Aber zwei Videos? Olympus hat sich ein paar nette Ideen ausgedacht. So lässt sich beispielsweise ein Clip mit Standardeinstellungen einfangen, während die Kamera einen zweiten mit einem Spezialeffekt versieht. Oder ein Video wird im Weitwinkel aufgezeichnet und simultan ein zweites mit niedrigerer Auflösung und mehr Zoom. Alternativ fängt die Kamera auch zweimal den gleichen Bildausschnitt mit unterschiedlichen Pixelzahlen ein – hochauflösend für den Full-HD-TV im Wohnzimmer, niedrigauflösend für den Facebook-Account.

Mit an Bord sind außerdem die von mit BSI-CMOS-Sensoren ausgestatteten Digicams bekannten Spielereien wie Schwenkpanorama und Mehrfachaufnahme-Nachtmodus. Hierbei kombiniert die Kamera jeweils mehrere schnell in Serie geschossene Aufnahmen, um schwierige Aufnahmesituationen zu kompensieren. Der Nachtmodus hilft bei sehr kontrastreichen Motiven, das Schwenkpanorama bringt die Gebirgskette auch dann noch aufs Foto, wenn die 25 Millimeter Brennweite im Weitwinkel nicht genug Bildausschnitt bieten. Eine 3D-Fotofunktion ist ebenfalls an Bord.

Raumwunder: In dem gerade einmal vier Zentimeter dicken Gehäuse der SZ-30MR steckt ein 24-facher optischer Zoom.
Raumwunder: In dem gerade einmal vier Zentimeter dicken Gehäuse der SZ-30MR steckt ein 24-facher optischer Zoom.

Die Olympus SZ-20 macht in Sachen Ausstattung eine Reihe von Abstrichen. Zwar ist ebenfalls der 16-Megapixel-BSI-CMOS-Chip, der Serienbildraten von sieben 16-Megapixel-Fotos pro Sekunde und Full-HD-Auflösung im Videomodus erlaubt. Doch statt zwei Bildprozessoren findet nur einer Verwendung, und damit entfallen die Simultanaufnahme-Features. Das Gehäuse ist einen ganzen Zentimeter schlanker, doch dafür bietet das Objektiv nur einen 12,5-fachen optischen Zoom mit einem Brennweitenbereich von 24 bis 300 Millimetern.

Eine interessante Frage dürfte noch sein, von welchem Hersteller der rückseitig belichtete 16-Megapixel-Bildsensor stammt. An sich kooperiert Olympus in Sachen Sensoren mit Panasonic – der BSI-CMOS-Chip klingt aber verdächtig nach Sony, derzeit der Klassenprimus, was die schnellen Lichtfänger angeht. Fast alle Hersteller, die Kameras mit CMOS-Chips bauen, setzen auf Sony-Sensoren. Die einzigen uns bekannten Ausnahmen sind Fujifilms neue Modelle FinePix HS20EXR, F550EXR und F500EXR sowie die drei Panasonic-Digicams Lumix DMC-FX700, FZ100 und TZ22. Die Panasonic-Sensoren lösen jedoch nur 14 Megapixel auf und sind nicht rückseitig belichtet, und Fujifilms EXR-BSI-CMOS-Chips bieten eine Reihe von EXR-Modi, die bei Olympus fehlen und die man – falls möglich – sicherlich ausnutzen würde. Anzumerken wäre hier am Rande noch, dass Panasonic kürzlich den Mini-Camcorder HX-WA10 mit 16-Megapixel-BSI-Sensor vorgestellt hat. Ob hier ein Sony-Chip Verwendung findet oder Panasonic doch einen neuen Sensor entwickelt hat? Wir haben nachgefragt und werden diesen Beitrag gegebenenfalls aktualisieren.

Wie die SZ-30MR verfügt auch die hier abgebildete SZ-20 über ein 3 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 460.000 Bildpunkten (480 mal 320 Pixel). Die Rückseiten der beiden Kameras sehen praktisch identisch aus.
Wie die SZ-30MR verfügt auch die hier abgebildete SZ-20 über ein 3 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 460.000 Bildpunkten (480 mal 320 Pixel). Die Rückseiten der beiden Kameras sehen praktisch identisch aus.

Die Olympus SZ-30MR und SZ-20 sollen ab Mitte des Monats im Handel erhältlich sein. Die unverbindlichen Preisempfehlungen gibt der japanische Hersteller mit 349 Euro beziehungsweise 249 Euro an.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Olympus SZ-30MR und SZ-20: kompakte Superzoom-Kameras mit BSI-CMOS-Sensoren

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *