Panasonic Lumix DMC-TZ22 im Test: schneller 16-fach-Superzoomer mit GPS und Touchscreen

Panasonic hat das Genre der kompakten Megazoom-Kameras gestartet, inzwischen hat jeder Digicam-Hersteller mindestens ein solches Modell am Markt. Da ist es selbst für den Erfinder dieser Klasse nicht einfach, aus der Masse herauszustechen. Ob das Panasonic mit dem elften Mitglied der TZ-Serie gelingt, zeigt der Testbericht.

Um sich hervorzuheben, hat es Panasonic den meisten anderen Herstellern gleichgetan: Ein bisschen mehr Zoom (jetzt: 16-fach) und etwas mehr Megapixel (jetzt: 14) kommen in praktisch das gleiche Gehäuse, wie es auch schon die Vorgängerin nutzte. Hinzu kommen ein 3 Zoll großer Touchscreen, ein GPS-Receiver und – last but not least – die Kombination aus CMOS-Sensor und leistungsstarkem Bildprozessor. Die Kombination aus lichtempfindlichem Chip und Kameraelektronik ermöglicht unter anderem Serienbildraten von bis zu zehn Fotos pro Sekunde und die Aufnahme von Full-HD-Videoclips.

Design & Ausstattung

Wie gesagt, in Sachen Design hat sich bei der TZ22 im Vergleich zu ihrer Vorgängerin, der TZ10, nicht viel getan. Gewicht und Abmessungen sind ungefähr gleich geblieben. Angesichts der Tatsache, dass die Digicam ein 16-fach zoomendes Weitwinkelobjektiv mitbringt, ist das Gehäuse erfreulich leicht und kompakt. Die Kamera passt so gerade in größere Hosentaschen und bequem in Jackentaschen. Sie ist in Schwarz, Braun, Silber, Blau und Rot erhältlich. Dank des für eine Kompaktkamera großzügigen Griffs auf der Vorderseite liegt sie sehr gut in der Hand.

Der 3 Zoll große Touchscreen auf der Rückseite ist scharf und ordentlich hell. Bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt er allerdings. Besonders viele Einsatzzwecke hat Panasonic für das berührungsempfindliche Display nicht gefunden. Immerhin: Auf Wunsch fokussiert die Kamera per Fingertipp aufs Display an die entsprechende Stelle oder löst auch gleich das Foto aus. Die Bedienung selbst erfolgt aber zum allergrößten Teil über die mechanischen Tasten. Wir hätten uns einfach ein bisschen mehr erwartet, wenn wir schon für den Touchscreen mitbezahlen.

Und zwar nicht nur mit Geld, sondern auch mit Akkulaufzeit, denn berührungsempfindliche Displays sind Stromfresser. Zusammen mit dem GPS-Receiver, dem langen Zoom, den schnellen Serienbildmodi und der HD-Videofunktion sorgt der Touchscreen für ein recht kurzes Durchhaltevermögen. Wie empfehlen wärmstens, in einen zweiten Akku zu investieren. Die 260 Fotos, die Panasonic für die Laufzeit angibt, erreicht man nämlich bei weitem nicht, wenn man die hervorragende Ausstattung der Kamera ausnutzt.

Auf der rechten Seite der TZ22 befindet sich ein HDMI-Ausgang. So lassen sich die Bilder ohne Umweg über den Rechner in all ihrer Pracht auf dem HD-Fernseher bewundern.
Auf der rechten Seite der TZ22 befindet sich ein HDMI-Ausgang. So lassen sich die Bilder ohne Umweg über den Rechner in all ihrer Pracht auf dem HD-Fernseher bewundern.

Eines der begehrenswertesten Ausstattungsmerkmale der Panasonic Lumix DMC-TZ22 ist sicherlich der GPS-Receiver. Die Bedienung ist einfach – einfacher als bei der Vorgängerin TZ10, wo sich die Option noch tief in den Menüs versteckte. Der Benutzer aktiviert den integrierten Orientierungssinn wahlweise per Schnellmenü oder Hauptmenü, und schon sucht die Kamera ihre Position. Im Test dauert das bei freier Sicht auf den Himmel weniger als eine Minute, in Häuserschluchten aber auch schon einmal mehrere Minuten. Nach erfolgreicher Ortung zeigt die Digicam Land, Stadt sowie Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an und aktualisiert sich minütlich. Wer an mit Points of Interest gespickten Orten steht, also etwa im Stadtzentrum von New York, bekommt mehrere umliegende Sehenswürdigkeiten präsentiert und kann händisch die korrekte auswählen. Insgesamt hat die TZ22 über 500.000 POIs in 73 Länden gespeichert.

Für den alltäglichen Gebrauch mag das Geotagging nicht besonders aufregend klingen. Aber wer viel durch die Gegend reist und/oder unter einem siebartigen Gedächtnis leidet, wird das Feature lieben. Die Kamera speichert Längen- und Breitengrad in den EXIF-Informationen der Fotos ab und fügt auf Wunsch auch Land, Stadt und Sehenswürdigkeiten hinzu. Die Geotagging-Funktion steht übrigens auch im Videomodus zur Verfügung. Die Positionsdaten zum Clip lassen sich bei der Wiedergabe mit der mitgelieferten Software am PC oder bei Betrachtung auf der Kamera selbst begutachten. Wer das Feature nicht unbedingt braucht, um irgendwelche Rekordfahrten auf der Nordschleife zu dokumentieren, deaktiviert es am besten.

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