Nintendo 3DS im Test: mobile Spielekonsole mit 3D-Display ohne Brillenpflicht

Heute Standard, 2004 Revolution: Bei ihrem Marktstart war die Nintendo DS die erste Konsole, die das Steuern von Spielen mittels Touchscreen erlaubte. Am 25. März 2011 wird es Zeit für den nächsten Quantensprung. Denn dann bringt Nintendo mit der 3DS die erste Konsole auf den Markt, die ein dreidimensionales Spielerlebnis bietet. Und das, ohne dass eine nervige Shutter- oder Polarisationsbrille erforderlich wäre. Wie sich der Gaming-Bolide in der Praxis schlägt, zeigt der Test.

Die beiden großen Hersteller mobiler Spielekonsolen heißen Sony und Nintendo. Und beide bringen in diesem Jahr eine neue Generation auf den Markt. Sonys Next Generation Portable (NGP) setzt auf brachiale Rechen- und Grafikleistung mit Quad-Core-CPU und -GPU. Nintendo hingegen verzichtet darauf, die 3DS mit Power vollzustopfen und buhlt stattdessen mit innovativen Features um die Gunst mobiler Zocker. Wir fühlen uns ein wenig an das Duell PlayStation 3 gegen Wii erinnert. Hier hatte Nintendo die Oberhand.

Design

In Sachen Design ist die Nintendo 3DS ihren Vorgängern sehr ähnlich: Die mobile Konsole lässt sich – ganz wie ein Mini-Notebook – aufklappen und zeigt dann ihre zwei Displays. Im geschlossenen Zustand ist die Gaming-Maschine 13,5 mal 7,4 mal 2,0 Zentimeter groß und bewegt sich damit auf dem Niveau ihrer Schwestern DS Lite und DSi. Mit 227 Gramm dürfte sie bei ihrem Besitzer nicht für Schlagseite sorgen, wenn sie in der Jackentasche mitreist. Das Gehäuse fühlt sich wertig und solide an.

Ein paar Kleinigkeiten haben wir am Design auszusetzen. Der Deckel macht einen recht schweren Eindruck, und das Scharnier fühlt sich nicht gerade solide an. Wenn man die Konsole bei heftigen virtuellen Schlachten hin- und herreißt, dann klappt das Display gelegentlich etwas weiter auf oder zu – und möglicherweise ist dann der 3D-Effekt dahin. Der Netzanschluss der 3DS ist außerdem sehr nah an der rechten Schultertaste angebracht. Während die Konsole an der Steckdose hängt, ist die Strippe beim Spielen etwas im Weg.

Auf der linken Seite der Konsole befinden sich SD-Kartenslot und Lautstärkeregelung.
Auf der linken Seite der Konsole befinden sich SD-Kartenslot und Lautstärkeregelung.

Die Nintendo 3DS wird in Deutschland in Schwarz und in Blau erhältlich sein. Unser Testgerät ist blau und sieht klasse aus. Der metallisch glänzende Bolide wirkt futuristisch und edel. Jedenfalls so lange, bis er mit Fingerabdrücken übersät ist – was nicht allzulange dauert.

Im Inneren des 3DS stecken zwei Displays. Unten gibt es einen 3,0 Zoll großen, resistiven Touchscreen mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln. Der obere Bildschirm ist etwas breiter, misst 3,53 Zoll in der Diagonale und löst 800 mal 240 Pixel auf. Allerdings bekommt jedes Auge nur 400 mal 240 Bildpunkte zu sehen, was die scheinbar hohe Pixelzahl dann schon wieder relativiert. Dennoch: Gegenüber den alten Konsolen hat sich die Auflösung trotzdem gesteigert. Die Vorgängerin DSi schafft gerade einmal 256 mal 192 Pixel. An Sonys NGP mit ihren 960 mal 544 Pixeln reicht Nintendo aber bei weitem nicht heran. Auf der rechten Seite der Konsole befindet sich ein Slider, mit dem sich die Intensität des 3D-Effekts einstellen lässt – von stark bis 2D.

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