Olympus E-PL2 im Test: individualisierbare EVIL-Kamera mit beschleunigtem Autofokus

So böse sie auch klingen, EVIL-Kameras werden höchstens einer Spezies gefährlich: den digitalen Spiegelreflexkameras. Denn in den kompakten Gehäusen stecken die gleichen oder sehr ähnliche Bildsensoren wie in den ausgewachsenen DSLRs. Aufgrund des Verzichts auf den Spiegelkasten lassen sich die Systemkameras allerdings signifikant kompakter bauen. Wir haben Olympus vierte Generation der spiegellosen Pen-Serie, die E-PL2, bereits ausführlich getestet.

E-P1, E-P2, E-PL1 und jetzt die E-PL2 – optisch sind sich die Kameras alle relativ ähnlich. Und auch beim Funktionsumfang lautet die Devise eher Evolution statt Revolution. Die E-PL2 steigert im Vergleich zu ihrer Vorgängerin die Empfindlichkeit auf ISO 6400, bringt ein größeres und höher auflösendes LC-Display mit und bietet mehr Optionen bei den Art-Filter-Bildeffekten. Und vor allem soll die E-PL2 nun endlich Gas geben und in puncto Auslöseverzögerung auf die Konkurrenz aufschließen. Wir sind gespannt.

Design & Ausstattung

Wie gesagt, beim Design hat sich im Vergleich zur E-PL1 nicht besonders viel getan. Uns gefällt das komplett schwarze Gehäuse besser als bei der Vorgängerin – aber das ist sicherlich Geschmackssache. Die Kamera ist nach wie vor bemerkenswert gut verarbeitet und fühlt sich extrem hochwertig an. Einen Sturz vom Schreibtisch hat die Digicam ohne Probleme und Konsequenzen weggesteckt. Wenn die Kamera mit der neuen 14-bis-42-Millimeter-Kitlinse auf dem Tisch steht, kippelt sie etwas seltsam hin und her. Beim Fotografieren merkt man davon allerdings nichts, wenn man die Digicam nicht gerade bei Langzeitbelichtungen mangels Stativ irgendwo auf den Boden stellen möchte.

Das grundsätzliche Tastenlayout ist unverändert. Oben auf dem Gehäuse gibt es einen Moduswahlschalter, der die üblichen manuellen und halbautomatischen Modi sowie eine Automatik, einen Videomodus und Olympus‘ Art Filter bereithält. Im Automatikmodus und im Videomodus steht außerdem der sogenannte Live Guide zur Verfügung, ein benutzerfreundliches Interface, das unerfahrene Fotografen mit Tipps und Tricks versorgt. Apropos Videomodus: Wer Clips einfangen möchte, muss die Kamera nicht erst in den Filmbetrieb versetzen – dafür gibt’s auf der Rückseite eine dedizierte Taste zum Starten der Videoaufnahme.

Der wohlproportionierte Griff auf der rechten Seite sorgt dafür, dass die Olympus E-PL2 sehr gut in der Hand liegt. Links ist der aufgeklappte Blitz zu sehen.
Der wohlproportionierte Griff auf der rechten Seite sorgt dafür, dass die Olympus E-PL2 sehr gut in der Hand liegt. Links ist der aufgeklappte Blitz zu sehen.

Außerdem gibt’s ein paar Neuerungen bei Olympus‘ Art Filtern, einer Sammlung von digitalen Bildeffekten. Die Art Filter bieten jetzt jeweils ein paar Möglichkeiten zur Feinanpassung an. Außerdem lassen sich im sogenannten Art Frame die Effekte auch nachträglich in der Kamera auf bereits geschossene Fotos anwenden. So lassen sich beispielsweise auch zwei Filter miteinander kombinieren. Wenn man die Spezialeffekte bereits während der Aufnahme aktiviert hat, sinkt die Bildwiederholrate auf dem Display gewaltig – der Bildprozessor bricht hier unter der Rechenlast ein. Hier ist die auf Wunsch aktivierbare Vorschau mit geringerer Qualität eine große Hilfe – sie macht die Art Filter deutlich brauchbarer.

Das Einstellrädchen um das Vier-Wege-Pad auf der Rückseite ermöglicht ein schnelles Konfigurieren der Aufnahmeparameter.
Das Einstellrädchen um das Vier-Wege-Pad auf der Rückseite ermöglicht ein schnelles Konfigurieren der Aufnahmeparameter.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Olympus E-PL2 im Test: individualisierbare EVIL-Kamera mit beschleunigtem Autofokus

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *