Auf den ersten Blick unterscheiden sich das Ur-iPad und sein Nachfolger nur minimal. Das neue Produkt ist flacher und verfügt nun über zwei Kameras, dazu kommen ein paar Änderungen unter der Haube, die für mehr Power sorgen sollen. Aber grundsätzlich bleibt alles beim Alten, etwa was die Abmessungen angeht, den Preis, die Speicherkapazitäten und die Möglichkeiten, die das Produkt zu bieten hat.

Abgesehen von der Farbe, vielleicht – denn das neue Modell kommt auf Wunsch mit weißer Front. Die übrigen Ausstattungsvarianten bleiben wie gehabt. WLAN ist immer drin, UMTS gibt’s gegen Aufpreis, und es stehen drei Ausführungen mit 16, 32 oder 64 GByte Flash-Speicher zur Verfügung.

Zu den Preisen in Deutschland hat sich Apple noch nicht geäußert. In den USA ändert sich im Vergleich zum Vorgänger aber nichts: Bei 499 Dollar geht es los, 32 respektive 64 GByte Speicher kosten jeweils 100 Dollar Aufpreis zum kleineren Modell, der integrierte Mobilfunk kostet 130 Dollar. In etwa in diesem Bereich werden wir uns wohl auch in Deutschland bewegen – allerdings in der Währung Euro.

Design

Das iPad 2 ist dünn. Es ist so dermaßen dünn, dass es sich gleich nach einer ganz anderen Produktkategorie anfühlt – 8,8 Millimeter, das ist dünner als das iPhone 4, sämtliche Konkurrenten und natürlich auch als der Vorgänger. Zum Vergleich: Das iPad 1 ragt 13,4 Millimeter in die Höhe. Ein halber Zentimeter ist kein kleiner Unterschied, dazwischen liegen Welten.

Bei der Vorstellung haben wir uns kurzzeitig Sorgen darüber gemacht, ob das nun noch flachere Gehäuse Kompromisse bei der Stabilität eingeht. Aber das war wohl unberechtigt: Wie gehabt kommt eine Rückseite aus Aluminium zum Einsatz, in der die elektronischen Komponenten ihren Platz finden. Auf der Oberseite sitzt eine Scheibe aus Echtglas. Die Kombination aus Glas und Metall fühlt sich wertig an und scheint genauso stabil zu sein wie der um circa 30 Prozent dickere Vorgänger. Der Home-Button unterm Display verbleibt übrigens unverändert, während eine kleine Kamera-Linse oberhalb der Anzeige ihren Platz gefunden hat.

Auch die übrigen Bedienelemente und ihre Position kennen wir schon. Umsteiger auf das neue Modell können es gleich auf Anhieb blind bedienen. Lautstärkeregler und Lautlos-Schalter sind genau da, wo sie vorher auch schon waren. Das gleiche gilt auch für den Dock Connector auf der Unterseite. Nur das Gitter vorm Lautsprecher zieht sich jetzt von der Unterseite bis in den Rücken des Tablets. Der Effekt ist eine größere Oberfläche, die für eine spürbar bessere Sound-Qualität sorgt.

Dankenswerterweise ist das neue Apple-Tablet zum Zubehör der ersten Version kompatibel. Docks, Adapter, Lautsprecher, Kabel, Ladegeräte und so weiter funktionieren wie gehabt. Nur Hüllen wird man sich wohl aufgrund der veränderten Abmessungen neu anschaffen müssen.

Apropos: An dieser Stelle werfen wir auch einen Blick auf das neue Smart Cover – jene Abdeckung fürs iPad 2, die Apple selbst entworfen hat und (natürlich) gegen Aufpreis verscherbelt. Anstelle einer klobigen Hülle aus Gummi, dickem Stoff oder hartem Plastik kommt hier eine elegante, dünne Schicht aus Kunststoff oder Leder zum Einsatz, die in unterschiedlichen Farbvarianten zur Auswahl steht. Die knalligen Farben sind dabei aus Plastik gefertigt, in edlerem (und teurerem) Leder stehen seriösere Grau- und Beigetöne sowie Schwarz und Rot zur Verfügung. Preise nennt Apple auch in diesem Fall noch nicht für den deutschen Markt. Wir gehen davon aus, dass die Kunststoff-Abdeckung 40 und die Leder-Hülle 60 Euro kosten wird.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Apple iPad 2 im Test: flacher, flotter, Fliegengewicht

  • Am 26. März 2011 um 23:48 von Guest

    Kurze Kritik
    Die Pros und Contras in der Übersicht sind ein bisschen lächerlich. Höhere Auflösung ein Minus-Punkt? Ich möchte nicht den Speicherverbrauch von Apps wissen, die an ein derart riesiges Retina-Display angepasst werden müssten.

    Kritik 2: "Kein Notebook-Killer, kein Smartphone Killer, daran kann auch Steve Jobs nichts ändern"
    Artikel wurde also nicht gerade von einem Fachmann verfasst. Dieses Gerät wurde für die "Mitte" konzipiert, d.h. es soll keines der beiden Produkte verdrängen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *