Panasonic Lumix DMC-GF2 im Test: Touchscreen-EVIL-Kamera für RAW-Fotografen

Die Bildqualität einer DSLR im Gehäuse einer Kompakten? Die sogenannten EVIL-Kameras quetschen große Sensoren in kleine Gehäuse und sollen damit die Stärken der Spiegelreflex- und Schnappschuss-Klassen miteinander vereinen. Panasonic war mit der Lumix DMC-G1 der erste Hersteller, der vor rund zwei Jahren eine Digicam dieses Genres auf den Markt gebracht hatte. Mit der Lumix DMC-GF2 steht bereits das siebte Modell in den Startlöchern. Wie sich die Kamera in der Praxis schlägt, zeigt der Testbericht.

Unmittelbar nach Panasonic kam Olympus mit einer EVIL-Kamera auf den Markt. Doch dabei sollte es nicht bleiben: Inzwischen gibt es auch von Samsung und von Sony kompakte Kameras mit Wechselobjektiven. Gerüchtehalber sollen in den nächsten Wochen und Monaten auch Nikon und Pentax in den Markt der spiegellosen Systemkameras drängen. Lediglich bei Canon scheint man sich zurückzulehnen und die Entwicklungen noch gelassen zu beobachten.

Design

Die Panasonic Lumix DMC-GF2 ist zwar nicht so kompakt wie Sonys NEX-5, gehört aber in puncto Abmessungen definitiv in die Ecke der Kompaktkameras. Wer auf der Suche nach einem kompakten Modell ist und gerne etwas mehr zwischen den Fingern hält, wird den Formfaktor lieben. Das recht robuste Gehäuse sorgt dafür, dass die Kamera auch mit etwas größeren und schwereren Objektiven nicht sofort kopflastig wirkt, sondern immer noch gut ausbalanciert in der Hand liegt.

Die Oberseite der Kamera gestaltet sich als übersichtlich. Hier bringt Panasonic Ein/Aus-Schiebeschalter, Auslöser, dedizierte Videoaufnahmetaste und einen Knopf zum Aktivieren der intelligenten Automatik unter. Grundsätzlich freuen wir uns immer über spezielle Buttons zum Starten der Videoaufnahme. Bei der GF2 schließt die Taste allerdings bündig mit dem Gehäuse ab und lässt sich blind nicht ertasten. Außerdem finden sich oben auf dem Gehäuse noch Stereo-Mikrofon, Zubehörschuh und Ausklappblitz.

Den Moduswahlschalter der GF1 gibt es bei der GF2 nicht mehr. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der Touchscreen.
Den Moduswahlschalter der GF1 gibt es bei der GF2 nicht mehr. Diese Aufgabe übernimmt jetzt der Touchscreen.

Wie bei der Lumix DMC-GH2 überzeugt uns auch bei der GF2 das Touchscreen-Interface. Es gibt zahlreiche Schaltflächen auf dem Display, die einen schnellen Zugriff auf die verschiedensten Parameter gewähren. Dennoch gibt es für die meisten der wichtigsten Einstellungen zusätzlich noch physikalische Tasten: ISO-Empfindlichkeit, Fokus-Messfeld, Weißabgleich und Serienbildmodus beziehungsweise Selbstauslöser. Der Touchscreen fühlt sich erfreulich reaktiv an. Das Display selbst ist hell und auch in direktem Sonnenlicht noch recht gut abzulesen. Neben den erwähnten mechanischen Bedienelementen verfügt die GF2 nocht über ein Rändelrädchen auf der Rückseite, das zum schnellen Konfigurieren von Blende, Belichtungszeit & Co. herhält.

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