In der Casio Exilim EX-ZR10 steckt ein rückseitig belichteter CMOS-Bildsensor. „Rückseitig belichtet“ bedeutet hier, dass sich die Auslese-Elektronik der einzelnen Pixel nicht wir bislang vor, sondern hinter den lichtempfindlichen Zellen befindet. Dadurch steht mehr Fläche für eintreffendes Licht zur Verfügung, was den noch bis vor kurzem bei Kompaktkameras verschmähten Sensor in Sachen Bildqualität auf ein ähnliches Niveau bringt wie die bislang verbreiteten CCD-Sensoren.

Einen großen Vorteil bieten die CMOS-Sensoren gegenüber ihren CCD-Chips. Und das ist die enorme Geschwindigkeit. Die Casio Exilim EX-ZR10 schaufelt Fotos beispielsweise mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 fps auf die Speicherkarte. Vor gut zwei Jahren war das bei einer Kamera in diesem Format noch undenkbar. Und bei einer Kamera in dieser Preisklasse: Die ZR10 wechselt derzeit für rund 225 Euro den Besitzer – und sieht auch noch deutlich wertiger aus.

Design

Die Casio Exilim EX-ZR10 ist in drei unterschiedlichen Farbkombinationen erhältlich: Rot-Grau, Silber-Grau und „Grau-Grau“. Die Rückseite der Kamera ist dabei immer in einem dunklen Grauton gehalten, lediglich die Front ändert je nach Modell die Farbe. Unser Testmodell in der komplett grauen Ausführung wirkt dezent, unauffällig und hochwertig. Zu dem edlen Eindruck trägt auch das sich kalt anfühlende und absolut verwindungssteife Metallgehäuse seinen Teil dazu. Mit einem Kampfgewicht von 176 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte ist die ZR10 relativ leicht. Das 10,2 mal 5,9 mal 2,7 Zentimeter große Gehäuse passt problemlos in durchschnittliche Jeans-Hosentaschen.

Mittig rund um das Gehäuse zieht sich ein schwarzer Streifen aus einem texturierten und griffigen Kunststoff. Oben auf der Einfassung sitzen ganz rechts der Auslöser, daneben der Ein/Aus-Schalter und schräg dahinter eine mit HS bezeichnete Taste. Der HS-Button ruft die Highspeed-Aufnahmemodi der Kamera auf, doch dazu später mehr. Weiter links auf der Oberseite befinden sich noch ein Stereomikrofon sowie ein Auto-Knopf, der jederzeit ein unkompliziertes Aufrufen der Vollautomatik-Programme ermöglicht. Die Tasten für HS und Auto schließen bündig mit dem Gehäuse ab und lassen sich – jedenfalls anfangs – blind nicht ertasten. Hier hätten wir uns etwas mehr taktile Unterstützung gewünscht.

Auf der Rückseite der Kamera dominiert das 3,0 Zoll große Display. Es bietet mit 460.800 Bildpunkten eine recht ordentliche Auflösung. Casio gibt auf seiner Webseite 960 mal 480 Pixel an. Man sollte allerdings dazusagen, dass es sich dabei um die totale Anzahl der Bildpunkte handelt, also rote plus grüne plus blaue Pixel. Will man die Auflösung beispielsweise mit einem Handydisplay vergleichen, muss man die 960 – strenggenommen – Subpixel durch drei dividieren, um auf einen vergleichbaren Wert zu kommen. Das Ergebnis sind 480 mal 320 Pixel. Leider ist diese Art der Angabe bei sämtlichen Digitalkamera-Herstellern die gängige Praxis. Um potenziellen Käufern eine einfachere Vergleichsmöglichkeit zu geben, würden wir es begrüßen, wenn man sich an der bei sonst der restlichen Unterhaltungselektronik üblichen Konvention zur Angabe der Displayauflösungen orientieren würde. Aber so klingt’s halt nach mehr. Pixel und Subpixel beiseite: Das Display der Casio Exilim EX-ZR10 ist scharf, ordentlich hell und auch bei Sonnenlicht noch recht gut abzulesen.

Die Casio Exilim EX-ZR10 dürfte auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor unlösbare Rätsel stellen, was die Bedienung angeht.
Die Casio Exilim EX-ZR10 dürfte auch Einsteiger in die Welt der digitalen Fotografie nicht vor unlösbare Rätsel stellen, was die Bedienung angeht.

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