Sony NEX-FS100: Profi-Camcorder mit E-Mount und Super35-CMOS-Sensor

Digitale Spiegelreflexkameras erfreuen sich unter Amateur- und sogar Profi-Videofilmern immer größerer Beliebtheit – trotz der fürs Filmen ungünstigen Haptik. Aber schließlich bieten sie für vergleichsweise wenig Geld einen großen Sensor und ein Wechselobjektiv-System – so sind mit extremen Tele- oder Weitwinkeloptiken ungewöhnliche Aufnahmen und ein kreatives Spiel mit der Tiefenschärfe möglich. Was es bei den DSLRs bereits ab rund 400 Euro gibt, kostet bei den dedizierten Videokameras locker mal das 20-fache. Beziehungsweise: Kostete.

Sony war mit der NEX-VG10 der erste Hersteller, der einen Consumer-Camcorder mit Wechselobjektiven und großem Sensor vorgestellt hat. Bei der derzeit rund 1600 Euro teuren Videokamera kommt dasselbe Objektivbajonett wie bei den EVIL-Kameras NEX-3 und NEX-5 des japanischen Herstellers zum Einsatz. Allerdings dürfte die VG10 wirklich anspruchsvolle Anwender mit etlichen Ecken und Kanten abschrecken – etwa mit dem umständlichen Interface, den fehlenden XLR-Mikrofonanschlüssen oder mit dem Bildsensor, der eher für Foto als für Video konzipiert ist und so beispielsweise für starke Moiré-Effekte auf den Videos sorgt.

Hier bessert Sony jetzt nach – und bringt die NEX-FS100. Der Camcorder verfügt über einen CMOS-Sensor im Super35-Format (23,6 mal 13,3 Millimeter), der 3,5 Megapixel auflöst. Damit dürfte klar sein, dass es sich hierbei nicht um einen irgendwie umgebastelten Kamera-Chip, sondern um einen für Video optimierten Bildsensor handelt. Die niedrige Auflösung auf dem großen Lichtfänger dürfte auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch eine sehr ordentliche Bildqualität ergeben. Filmer, die gerne mit Zeitlupe experimentieren, dürften sich über die 50p-Funktion freuen. Für qualitativ hochwertigen Klang stehen zwei XLR-Anschlüsse zur Verfügung.

Die NEX-FS100 wird es sowohl einzeln als auch im Paket mit einem Objektiv geben. In dem Kit ist die SAL18200-Optik mit einem Brennweitenbereich von 18 bis 200 Millimetern und größten Blendenöffnungen von F3,5 im Weitwinkel und F6,3 im Telebereich enthalten – also das Kitobjektiv der NEX-VG10. Ein Schnäppchen ist der neue NEX-Camcorder von Sony leider nicht: Der US-Listenpreis liegt ohne Objektiv bei 5850 und mit Linse bei 6550 Euro. Als Termin für den Marktstart peilt Sony Sommer 2011 an. Ausführliche technische Daten zu dem Camcorder gibt es auf der Webseite von Sony.

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2 Kommentare zu Sony NEX-FS100: Profi-Camcorder mit E-Mount und Super35-CMOS-Sensor

  • Am 23. März 2011 um 17:10 von N

    Falsches Jahr
    Könnte es sein, dass sie Sommer 2011 und nicht den Sommer 2010 anpeilen? 😉

    • Am 24. März 2011 um 10:35 von Stefan Möllenhoff

      AW: Falsches Jahr
      Hallo,

      auwei, wenn Sony nicht demnächst eine Zeitmaschine vorstellt, wird es wohl tatsächlich erst der Sommer 2011 werden 😉 Vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Beitrag entsprechend korrigiert.

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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