Nachdem Apple mit dem ersten iPad schon vor knapp einem Jahr allen gezeigt hat, wie man Tablets richtig baut, kommt langsam auch die Konkurrenz in die Puschen. Eines der wenigen Unternehmen, das sich nicht auf Ankündigungen beschränkt, ist die Smartbook AG. Mit dem Surfer 360 MN10U legt die Firma eines der ersten Android-Tablets vor, das von Nvidias Dual-Core-Chip Tegra 2 angetrieben wird. Und das klingt schonmal gut.

Gehäuse

Das MN10U hat einen 10,1-Zoll-LCD-Screen und spielt damit in der selben Größenkategorie wie das iPad. Geräte wir das Samsung Galaxy Tab mit 7 Zoll sind zwar etwas handlicher, haben aber eben nur die halbe Displayfläche. Das Tablet ist 27,5 mal 17,8 mal 1,36 Zentimer groß und 750 Gramm schwer.

Am Smartbook fällt zunächst der mit mehr als zwei Zentimetern sehr breite, schwarze Rand um das Display auf. Das sieht nicht gerade elegant aus, und unabhängig davon wirkt auch der Rest nicht besonders wertig: Egal ob Rahmen oder Rückseite, alles besteht aus glänzendem Kunststoff, auf dem jeder Fingerabdruck deutlich zu sehen ist. Der Displayrahmen ist schwarz, die Rückseite weiß eingefärbt. Immerhin, im Gegensatz zum iPad 1 ist der Rücken komplett eben, das Gerät liegt also gut und stabil auf dem Tisch.

Erstaunlicherweise hat das MN10U auf der Vorderseite keine Bedienelemente. Hält man es hochkant wie ein Buch, findet man sie auf der linken Seite oben – zumindest teilweise. Dort sitzen ein silberfarbener Knopf, der als Ein-/Ausschalter und Homebutton dient, sowie eine Rücktaste. Der sonst für Android nötige Menütaster ist softwareseitig in die Statusleiste von Android integriert.

Links ist zudem ein Schiebeschalter zu finden, der die automatische Drehung des Bildschirminhalts deaktiviert. Auf der Oberseite haben der Stromanschluss, die Kopfhörerbuchse sowie ein Wippschalter für die Lautstärkeregelung ihren Platz gefunden. Hinter einer Klappe sitzen microSD-Slot, der Karten bis 32 GByte akzeptiert, HDMI-Ausgang sowie ein USB-Host-Port zum Anschluss von USB-Sticks & Co. Rechts ist ein proprietärer Connector für die mitgelieferte Docking Station untergebracht. Der Slot für die SIM-Karte verbirgt sich hinter einer Klappe, die schon Teil der Bodenplatte ist. Er ist bei unserem Testgerät allerdings etwas schief eingepasst – das steigert den Qualitätseindruck nicht unbedingt.

Unter der Haube hat das MN10U dafür richtig Dampf: Es wird von einem Dual-Core-ARM-Prozessor vom Typ Nvidia Tegra 250 angetrieben. An Bord sind außerdem 512 MByte RAM und 512 MByte Flash-Speicher. Das ist okay, allerdings hat zum Beispiel das ebenfalls mit einem Dual-Core-Tegra ausgestattete Android-Tablet Motorola Xoom mit 1 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Flash-ROM eine deutlich großzügigere Ausstattung. Der größte Haken daran: Android-Apps landen standardmäßig immer im internen Speicher – und der ist hier stark begrenzt. In den Einstellungen lassen sich viele der Programme auf die optionale Speicherkarte verschieben, was das Problem zumindest reduziert. Um eine Erweiterung per microSD-Karte wird man aber kaum herumkommen.

Das WLAN-Modul unterstützt nur 802.11b und g, aber leider nicht aber den aktuellen n-Standard. Letzterer ermöglicht höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und größere Reichweiten. Das Bluetooth-Modul arbeitet nach 2.1+EDR. Für die drahtlose Anbindung eines Headset ist das A2DP-Profil eingerichtet. Das Tablet bringt auch ein GPS-Modul mit.

Bei einem Tablet kommt dem Display eine entscheidende Rolle zu, da es nicht nur für die Anzeige da ist, sondern auch für die Eingabe. Das MN10U ist mit einem 10,1-Zoll-Screen ausgestattet, der 1024 mal 600 Pixel auflöst. Das ist etwas geringer als das iPad, das es auf 1024 mal 768 Pixel bringt. Während das iPad aber ein IPS-Panel mit guter Farbdarstellung und großen Einblickwinkeln mitbringt, verfügt das MN10 offenbar über ein billiges TN-Panel. Wenn man nicht direkt auf das Display schaut, es also nicht im 90-Grad-Winkel zu den Augen steht, kommt es wie bei Notebooks in niedrigen Preisbereichen sehr schnell zu Invertierungen der Farben – was gerade bei einem Tablet fatal ist. So kann man das Gerät eigentlich kaum auf einen Tisch vor sich legen, ohne deutliche Einbußen bei der Darstellung akzeptieren zu müssen.

Im Rahmen des Display ist eine Webcam mit 1,3 Megapixel für Videokonferenzen mit Skype & Co. integriert. Weitere Kameras auf der Rückseite hat das Smartbook nicht.

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3 Kommentare zu Smartbook Surfer 360 MN10U im Test: Android-Tablet mit Dual-Core-Tegra

  • Am 28. Januar 2012 um 13:41 von oti

    hallo
    Ich habe mir das Datum setzen und dann arbeitete ich mit einem Klick ekam Zeit zu testen up to date und es gibt aus dem Bildschirm und ist nicht beleuchtet, was soll ich jetzt, wo er gezündet tun?

    • Am 12. September 2014 um 14:16 von Thomas

      –also das mit dem einstellen hat bei mir auch erst alles funktionier – als der Akku vollständig geladen war…mich würde viel mehr interessieren , warum da ein Telefonhöhrer abgebildest ist – und wenn man diesen drückt, auch eine wähltabelle kommt…da ss kann doch nicht sein das man mit dem Tablet auch Telefonieren kan…könnte mir dazu eventuell jemand was sagen…unter schretzifamily@gmx.de..danke mal!!

  • Am 1. März 2015 um 15:25 von eriwan

    Hab leider keine Antwort,nur selbst ein Problem! Bei mir öffnet die Übersicht nicht,nur jellypad lädt sich ’nen wolf – ohne Ergebnis…

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