Prototyp im Test: Dünner als das iPad 2 – so gut wird das Samsung Galaxy Tab 8.9

Also doch! Die Gerüchteküche hat ja schon lange von zwei neuen Android-Tablets von Samsung gesprochen, einer 10-Zoll-Version im iPad-Formfaktor und einer 9-Zoll-Ausführung zwischen dem ersten Galaxy Tab und der Oberklasse. Jetzt steht fest: Der 8,9-Zoller soll kommen, und zwar schon im Juni nach Deutschland. Unsere Kollegen von CNET UK hatten bereits die Möglichkeit, einen Prototypen genau unter die Lupe zu nehmen.

Das Samsung Galaxy Tab 8.9 zielt auf die Lücke zwischen dem altbekannten Galaxy Tab mit seinem 7-Zoll-Display und dem iPad 2 mit seiner 9,7 Zoll großen Anzeige. Damit sieht das neue Tablet ein bisschen so aus wie ein gedoptes Smartphone: zu groß für ein Handy, aber bei Weitem noch kein iPad. Leider wissen wir noch nicht, wie viel dieses begehrenswerte Stück Technik kosten soll. Aber es wird wohl im Juni in die deutschen Läden kommen – das sagt zumindest Samsung.

Der von uns begutachtete Prototyp unterscheidet sich in diversen Punkten noch marginal von der Verkaufsversion.

Android 3.0

Auf dem mittelgroßen Galaxy Tab läuft Android 3.0 (Honeycomb), also die speziell für die Anforderungen von Tablets angepasste Version von Googles Smartphone-Betriebssystem. Im Vergleich zum kleinen Bruder mit 7-Zoll-Display ist das ein Sprung nach vorne, denn der muss noch mit der normalen Handy-Ausführung auskommen.

Für ein finales Urteil rund um Honeycomb ist es noch zu früh. Aber je mehr wir uns mit den Vorabversionen beschäftigen, um so besser gefällt es uns. Die gute Nachricht vorweg: Wer in der Lage ist, ein Android-Smartphone zu bedienen, wird auch von einem entsprechenden Tablet nicht überfordert werden. Und die Vorteile, die die Google-Software bietet, kann man auch auskosten – etwa Google Maps, Google Mail und die umfangreiche App-Auswahl aus dem Market.

Komplett neu ist jedenfalls die Oberfläche, die die größere Bildschirm-Diagonale sinnvoll ausnutzt. So hat etwa die E-Mail-Anwendung zwei Spalten. In der einen taucht, ganz nach Apples Vorbild, eine Liste der Nachrichten auf – und beim Tipp auf einen Betreff erscheint daneben der Inhalt der Mail. Außerdem gibt es hübsche 3D-Effekte, die etwa das Wechseln zwischen den Homescreen-Seiten aufhübschen, und deutlich größere und attraktivere Widgets. So lässt sich eine Miniaturversion des E-Book-Readers Google Editions auf dem Homescreen ablegen, der einen Bücherstapel anzeigt. Per Fingerwisch sucht man das gewünschte Exemplar heraus – und die eigentliche App öffnet erst danach, um den Inhalt des virtuellen Buchs anzuzeigen.

Erfahrene Android-Nutzer müssen sich allerdings bei der grundlegenden Bedienung leicht umgewöhnen. Denn die bislang üblichen Tasten für Home, Menü und Zurück gibt es bei Honeycomb nicht mehr. Zumindest nicht als Tasten: Sie tauchen nun innerhalb der Display-Bildfläche auf und bewegen sich etwa beim Drehen ins Hochformat mit, um immer an der gleichen Stelle zu sein. Wie gesagt, auf Anhieb ist das etwas merkwürdig, aber schon nach kurzer Nutzung ärgert man sich beim Smartphone, dass es hier nicht genauso funktioniert.

Wirklich glücklich sind wir beim Blick auf den Webbrowser des Tablets. Der Umgang mit mehreren Tabs erfolgt hier genauso wie beim Windows-PC oder Mac. Denn auf dem Display ist genügend Platz, um sie darzustellen. Durchs Menü wühlen muss man sich hier im Vergleich zu den meisten Smartphones also nicht. Und noch dazu gibt es im Gegensatz zum iPad bei Android eine uneingeschränkte Unterstützung von Flash.

Kommt’s auf die Größe an?

Die meisten Tablets sind entweder klein oder groß. Sprich, 7 oder 10 Zoll. Noch kleinere oder größere Geräte konnten zumindest bislang keine signifikanten Verkaufserfolge verbuchen – und sind auch eigentlich unpraktisch, weil ihre Displays entweder zu klein für anständiges Surfen sind oder das Tablet gleich so klobig daherkommt, dass einem auf dem Sofa nach einer halben Stunde der Arm abfällt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Prototyp im Test: Dünner als das iPad 2 – so gut wird das Samsung Galaxy Tab 8.9

  • Am 24. März 2011 um 20:59 von TonDwg

    MicroSD und Preis
    Es hat doch einen Micro-SD-Slot? Und der Preis für 16GB und Wifi-only soll ja bei ich glaube 470$ oder so liegen.

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