Toshiba Camileo S30: schlanker Pocket-Camcorder mit mäßiger Bildqualität

Toshibas Pocket-Camcorder Camileo S30 zielt auf Anwender ab, die einen ständigen Begleiter für die spontane Videoaufnahme suchen und sich dabei nicht in Schulden stürzen wollen. Wie sich der Full-HD-Winzling in der Praxis schlägt, zeigt der Testbericht.

Der in fünf Farben – Deep Blue, Burgundy Red, Black, Raspberry und Silver – erhältliche Toshiba Camileo S30 macht auf dem Papier auch eine gute Figur: 1080p-Videorekording bei einem Gewicht von 118 Gramm und Abmessungen von 10,6 mal 5,9 mal 1,9 Zentimetern klingen ja nicht schlecht. Der Pocket-Camcorder verfügt zudem über einen 8-Megapixel-CMOS-Sensor für die Aufnahme von Fotos, muss aber ohne optischen Zoom auskommen. Stattdessen „darf“ der Anwender auf einen 16-fachen Digitalzoom zurückgreifen – nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Design und Features

Der S30 ist ein einfacher Camcorder mit eingeschränkten Einstellungsmöglichkeiten. Über den 3-Zoll-Touchscreen kann lediglich die Auflösung geändert, das LED-Licht angepasst (dafür gibt es aber auch einen dezidierten physischen Knopf) oder die Bildstabilisierung angeschaltet werden, die standardmäßig abgeschaltet ist. Die restlichen Kontrollen beschränken sich auf Bildeffekte für Videoaufnahmen, beispielsweise Szenenmodi, Effektfilter und Anpassungen des Weißabgleichs.

Die Front beherbergt das Objektiv mit fester Brennweite und Blende, das LED-Licht und den Makro-Wahlschalter, auf der Rückseite finden sich die physischen Kontrollen und die Anschlüsse.
Die Front beherbergt das Objektiv mit fester Brennweite und Blende, das LED-Licht und den Makro-Wahlschalter, auf der Rückseite finden sich die physischen Kontrollen und die Anschlüsse.

Auf der Oberseite des Camcorders findet sich ein SD-Kartenslot. So kann der arg begrenzte interne Speicher aufgewertet werden, der bei Full-HD-Videoaufnahmen in etwa einer Minute gefüllt ist. Der Camileo S30 kann entweder MP4-Videos oder JPEG-Fotos aufnehmen. Sein LED-Licht ist eine feine Sache und vor allem nachts, aber auch für eine gleichmäßigere Ausleuchtung bei Tageslicht, sehr nützlich.

Oberhalb des Objektivs sitzt ein Schalter, mit dem man zwischen Makromodus und normaler Aufnahme umschalten kann. Die Schnittstellen des Camcorders sitzen an der Seite, wo auch Aufnahmeknopf, Zoom-Wahlschalter und die physischen Kontrollknöpfe zu finden sind. Unter einer Abdeckung verbergen sich hier je ein AV-, Mini-USB-2.0- und Mini-HDMI-Port. Der S30 bietet außerdem einen Slow-Motion-Modus. Aber da selbiger mit reduzierter Auflösung arbeitet und keine Bildstabilisierung erlaubt, ist seine Nutzbarkeit doch arg eingeschränkt.

In Anbetracht der senkrechten Ausrichtung des Pocket-Camcorders kann man sehr leicht unabsichtlich mit dem Finger die Linse abdecken und sie dabei verschmutzen. Auch das LED-Licht ist ungünstig positioniert und wird leicht versehentlich verdeckt.

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