LG Optimus Black im Test: Android 2.2 und superhelles Nova-Display

LG bringt dieser Tage gleich drei neue Smartphones mit Android-Betriebssystem auf den Markt. Neben dem Dual-Core-Modell Optimus Speed und dem 3D-Handy Optimus 3D mit wirkt das dritte im Bunde, das Optimus Black, fast wie eine graue Maus. Und das, obwohl es mit dem sogenannten Nova-Display eine neue Anzeigetechnik mitbringt, die zumindest in Sachen Helligkeit neue Rekorde setzt – und dünner ist als das iPhone 4. Was der Android ansonsten kann, verrät der Test.

Ungewöhnlich ist es ja eigentlich nicht, wenn neue Handys zunächst exklusiv bei einem Provider zu haben sind. Häufig heißt es dann, Vodafone, T-Mobile oder O2 hätten zugeschlagen und das Gerät bereits einige Monate im Programm, bevor die übrigen Anbieter folgen. Ähnlich ist es auch beim LG Optimus Black – allerdings heißt der Provider in diesem Fall 1&1. Das primär wegen seinem DSL-Geschäft bekannte Unternehmen scheint im mobilen Markt richtig Gas geben zu wollen.

Und obwohl nicht nur der Abverkauf, sondern auch die Zuteilung des Testgeräte exklusiv und limitiert war – auch das ist zumindest ungewöhnlich – konnten wir zeitnah ein Optimus Black in die Finger bekommen.

Update (7. April 2011): Wie LG uns soeben mitgeteilt hat, handelt es sich beim getesteten Gerät nicht, wie ursprünglich angenommen, um ein Optimus Black im Serienzustand, sondern noch um ein Vorserienmodell. Einige Kritikpunkte in diesem Artikel, insbesondere der mangelnde Feinschliff bei der Software, könnten sich als ungerechtfertigt erweisen. Sobald uns ein LG Optimus Black im Auslieferungszustand erreicht, werden wir das Gerät speziell auf diese Punkte nachtesten und den Artikel sowie gegebenenfalls die Bewertung aktualisieren. Wir bitten um Entschuldigung für dieses Missverständnis.

Design

Der eine oder andere mag beim ersten Blick auf das LG kurzzeitig an das iPhone 4 denken. Das ist insoweit verständlich, als dass auch das Optimus Black auf der Oberseite vollständig von einer Glasscheibe überzogen ist und die abgerundeten Ecken in etwa der Form des Apple-Smartphones entsprechen. Außerdem gehören beide Modelle zu den dünnsten Vertretern ihres Genres. Das war’s dann aber auch schon fast mit den Ähnlichkeiten: Oberhalb der Anzeige spiegelt das silberne LG-Logo, links davon verbirgt sich die Linse der frontseitigen Kamera. Und unterm eigentlichen Display-Panel gibt es keinen mechanischen Home-Knopf, sondern vier Sensortasten.

Und hier kommen wir auch schon zum ersten netten Extra: Die vier Android-typischen Schaltflächen für Menü, Home, Zurück und Suchen sind weiß beleuchtet. Werden die Tasten längere Zeit nicht genutzt, dimmt die Beleuchtung. Und bei Berührung färben sich die Tasten kurzzeitig blau. Zugegeben: Das ist keine Revolution. Aber es ist ein nettes Gimmick, über das wir uns immer wieder freuen können – und das zeigt: LG achtet inzwischen auch verstärkt auf die Details.

Der Rahmen um das 4 Zoll große Display-Panel ist oben und unten übrigens etwa fingerdick und misst an den Seiten etwa vier Millimeter. Das ist nicht rekordverdächtig schlank, aber so wirkt das LG weder unmodern noch klobig. Um das Display zieht sich ein Rahmen aus dünnem, glänzend-schwarzem Kunststoff.

Blickt man seitlich auf das Gerät, wir der glänzende Rahmen auf der Oberseite nach gut zwei Millimetern vom mattschwarzem Akkudeckel abgelöst, der ebenfalls aus Kunststoff gefertigt ist. Das Material ist zwar nicht gummiert wie beispielsweise das Incredible S von HTC, fühlt sich in der Hand aber dennoch gut an – und zieht vor allem Fingerabdrücke nicht wie magisch an, wie es bei der glänzenden Kunststoffrückseite des Samsung Nexus S der Fall ist.

Oben links haben die Entwickler die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss von Standard-Kopfhörern untergebracht. Rechts davon verbirgt sich die obligatorische Micro-USB-Buchse vorbildlich unter einem Schieber aus Kunststoff, der den Anschluss vor Dreck und Staub schützt. Rechts davon hat der Ein-Aus-Locktaster seinen Platz gefunden. Sein Druckpunkt ist gut spürbar, allerdings ragt er so wenig aus dem Gehäuse hervor, das wir ihn mit dem Finger kaum ertasten können.

Die rechte Geräteseite ist komplett blank. Schade, denn hier hätten wir uns über einen Kamera-Auslöser gefreut. Ganz unten gibt es ebenfalls nichts zu sehen – abgesehen vielleicht von einem kleinen Spalt, unter den man mit dem Fingernagel hakt, um den Akkudeckel nach oben abzuziehen.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu LG Optimus Black im Test: Android 2.2 und superhelles Nova-Display

  • Am 13. April 2011 um 14:02 von moritz

    Klang
    Das Smartphone gefällt mir super!
    Wie sieht es den mit dem KLang des Mp3-Players aus? Könnt ihr das was dazu sagen – das wäre für mich das endgültig entscheidende Kriterium, das Gerät zu nehmen…

    Moritz

  • Am 17. April 2011 um 16:00 von Mr.Rager

    Rückseite
    Ich hätte gerne noch ein bild vond er Rückseite gesehen, wenn sie schon bemengelt wird 😉 .

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