Nikon Coolpix P500 im Test: 36-fach-Superzoomer mit Vollgas-Sensor

Zoom, Zoom und noch mehr Zoom. Die Nikon Coolpix P500 bringt ein gewaltiges, 36-fach vergrößerndes Objektiv mit, das einen Brennweitenbereich von 21,5 bis 800 Millimetern abdeckt. Damit schlägt sie ihre Vorgängerin P100 (26-fach) um Längen und die Konkurrentin Canon PowerShot SX30 IS (35-fach) um Haaresbreite. Aber ob Nikons Megazoomer mehr kann, als “nur” extrem weit entfernte Motive nah an den Fotografen heranzuholen, zeigt der Testbericht.

Die gute Nachricht: Nikons Coolpix P500 ist mehr als nur ein gigantisches Objektiv. Die Kamera überzeugt uns mit einem hervorragenden 3-Zoll-Klappdisplay und einem ordentlichen elektronischen Sucher. Außerdem gibt es einen zuverlässigen Bildstabilisator, der auch bei hohen Brennweiten noch verwacklungsfreie Fotos ermöglicht und ein übersichtliches Bediensystem. Last but not least bietet die Kamera zudem einen schnellen, rückseitig belichteten CMOS-Sensor, der mit zahlreichen Tricks aufwartet. Allerdings leistet sich der Superzoomer im Test ein paar Schwächen, die für zahlreiche potentielle Käufer ein No-Go darstellen dürften.

Design

Rein äußerlich hat sich die Nikon Coolpix P500 von ihrer Vorgängerin praktisch nicht verändert. Das Gehäuse ist angesichts der gewaltigen, 36-fach zoomenden Optik immer noch unglaublich kompakt. Der Handgriff ist tief und sorgt mit seiner texturierten Gummibeschichtung für ein sicheres Gefühl beim Fotografieren. Die Kamera ist gut ausbalanciert, und bei kritischen Aufnahmesituationen bietet der Linsentubus ordentlich Platz, um die Digicam mit der linken Hand zu stabilisieren. Die Bedienelemente lassen sich bequem erreichen und weisen ein angenehmes haptisches Feedback auf.

Auf der Rückseite des Gehäuses gibt es einen guten elektronischen Sucher (EVF) und ein bewegliches Display. Der LC-Bildschirm lässt sich ein kleines Stück nach hinten herausziehen und dann wahlweise nach oben oder unten klappen. Ein seitliches Schwenken ist allerdings nicht möglich. Wie bei allen Digicams werden die beiden Anzeigen nach der Aufnahme eines Fotos einen Augenblick lang schwarz. Die P500 zeigt allerdings verhältnismäßig schnell wieder das Livebild an.

Das 3,0 Zoll große Display löst 921.000 Subpixel (640 mal 480 Pixel) auf. Der elektronische Sucher fällt mit 230.000 Subpixeln (320 mal 240 Pixeln) dahinter leider deutlich zurück.
Das 3,0 Zoll große Display löst 921.000 Subpixel (640 mal 480 Pixel) auf. Der elektronische Sucher fällt mit 230.000 Subpixeln (320 mal 240 Pixeln) dahinter leider deutlich zurück.

Links neben dem elektronischen Sucher befindet sich eine Taste zum Umschalten zwischen EVF und LCD sowie ein Rädchen zum Anpassen der Dioptrieneinstellung. Weiter rechts gibt es einen Display-Button, mit dem sich die auf dem Bildschirm angezeigten Informationen konfigurieren lassen. Hier sitzt auch eine dedizierte Aufnahmetaste mitsamt einem Umschalter, mit dem der Fotograf festlegt, ob die P500 Zeitlupen-Videos oder normale Clips einfängt.

Links am Objektivtubus gibt es einen Schieber, mit dem sich der optische Zoom steuern lässt – das erweist sich insbesondere im Videomodus als extrem praktisch. In den Einstellungen lässt sich die Funktion des Hebelchens auch ändern. Es stehen manueller Fokus und schnelles Herauszoomen, um bei hohen Brennweiten ein verlorengegangenes Objekt wiederfinden zu können, zur Verfügung. Neu hinzugekommen gegenüber der P100 ist außerdem eine Taste hinter dem Auslöser, mit dem sich der Serienbildmodus konfigurieren lässt.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Nikon Coolpix P500 im Test: 36-fach-Superzoomer mit Vollgas-Sensor

  • Am 4. April 2011 um 23:26 von Peter Müller

    Bildqualität Nikon P 500
    Ich hatte gehofft das sich die Bildqualität deutlich verbessert, leider ist das nicht der Fall. Ich habe seit ca. 6 Monat die Nikon P100, für mich eine riesige Entäuschung. Es ist einfach unverständlich das dieser Mistkrempl nicht einmal bei bestem Licht ein vernünftiges Foto machen kann. Ich fotografiere seit 35 Jahren und wollte wegen der Kompaktheit für meine Wanderungen eine Bridgekamera, aber was diese sch……ß Ding abliefert ist eine absolute Frecht vom Hersteller. Die Kamera kann alles nur nicht fotografieren, ich sage nur nie wieder Nikon, ich werfe Meine in die Mülltonne.

    • Am 24. April 2011 um 18:21 von Oliver Ahrens

      AW: Bildqualität Nikon P 500
      Habe gerade eine in Hongkong gekauft. Kann nur sagen, Bildqualitaet ist voll gut! Habe "aus der Huefte" in Shopping Mall und auf der abendlichen Strasse geschossen. Bider sind von der Schaerfe und Farbechtheit super. DAs Teil hat hier nur 300 EUR gekostet und da sollte man das Gemecker zuhause lassen. Schlaegt meine alte Canon Sx10 Bridge um LAENGEN in der Bildqualitaet und sieht geil uas ( sorry :-) )

    • Am 6. Mai 2011 um 20:29 von Ferdinand Harder

      AW: Qualität Nikon P 500
      Sehr geehrter Herr Müller,
      ich hatte schon mit dieser Kamera liebäugelt, habe nun Ihren Kommentar gelesen. Werfen Sie bitte die Kamera nicht in die Mülltonne, sondern lassenSie sie bitte mir zukommen, da ich gerne meine Erfahrungen mir ihr sammeln will.
      Mit freundlichen Grüßen
      F.Harder

  • Am 9. Oktober 2011 um 20:35 von Michael

    P500 ist eine nette Cam.
    Hallo in die Runde…
    Ich habe nun seid 1 Monat die P500. bin bis jetzt sehr zufrieden, hatte zuvor eine Casio QV 2800 aber ist halt schon eine alte Lady…

    Im Grunde genommen ist die P500 für die Leute die gerne ein bisschen spielen, und ein 36 faches Optisches zoom suchen.
    Sie macht bei Tages Licht echt spietzenmäsige Fotos, ist sehr schnell. Wichtig ist jedoch die richtige SDhC Card.
    in Räumen wo das Licht nicht so toll ist kann schon mal ein Foto nicht so schön werden, aber das haben alle.
    Auch ist das Schafstellen dann langsamer und geling nicht auf den ersten Klick…
    für das Geld ist es jedoch ein super Ding und ein echter Kompromiss zu den doch viel teureren SLR´s…

    Michi

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