3D-Display, Stereo-Kamera, Dual-Core: Prototyp des LG Optimus 3D im Test

Beginnt hier mit der dritten Dimension eine neue Revolution im Smartphone-Zeitalter oder sind 3D-Display und Doppel-Kamera nur eine nette Spielerei ohne Praxisnutzen? Wir haben eine Vorabversion des ersten Android-Smartphone mit autostereoskopischem Display zur Tiefendarstellung im Test. Was die mobile dritte Dimension taugt und ob auch der Rest vom Android-Phone überzeugt, zeigt der ausführliche Testbericht.

Zum Highlight des Optimus 3D muss man ja wohl nicht viel sagen. Der Name verrät es, der Blick auf die Rückseite auch – und der Blick auf die Vorderseite nur dann, wenn die richtige App läuft: Hierbei handelt es sich um das erste Android-Smartphone mit autostereoskopischem 3D-Display. Heißt: Die Darstellung von Tiefeninformationen, also der dritten Dimension, ist hier ohne Hilfsmittel wie einer Rot-Grün- oder LCD-Shutter-Brille möglich.

Was sich noch etwas nach Zukunftsmusik anhört, kommt im Juni in die Läden. Wir haben bereits ein Vorserienmodell in den Fingern und es ausführlich auf Herz und Nieren getestet.

Design

Das Optimus 3D ist ein ganz schöner Klopper. Es erinnert uns ein bisschen an einen amerikanischen Geländewagen: breit, hoch, eckig und vergleichsweise dick, die Designsprache erinnert mehr an Klotzen als an Kleckern. Feine Details, sanfte Rundungen? Gibt es zwar, aber sie geraten optisch massiv in den Hintergrund.

Der Grund für dieses kantige Auftreten fällt sofort auf. Beim Blick auf die Oberseite wird klar, dass das LG natürlich abgerundete Kanten hat. Aber das gerät in den Hintergrund, denn das eigentliche Display-Glas ist komplett eckig. Es reicht von ganz links nach ganz rechts und lässt oben und unten noch etwa einen halben Zentimeter Platz für Kunststoff im Look von geriffeltem Metall. Und eben diese mit Kunststoff verblendeten Bereiche sind auch abgerundet. Zur Optik passt auch das mit 170 Gramm hohe Gewicht.

Das große 4,3-Zoll-Display samt seinem Touchscreen-Panel aus Glas ist ganz klar das dominierende Element auf der Oberseite. Oberhalb der eigentlichen Anzeige prangt das LG-Logo, rechts davon sitzt die Linse der frontseitigen Kamera. Unterm LCD-Panel haben die vier obligatorischen Android-Tasten ihren Platz gefunden. Wie beim Bruder, dem Optimus Black, sind sie auch hier als Soft-Touch-Tasten ausgeführt, reagieren also auf Berührung. Sie sind wie beim Black weiß beleuchtet. Die Symbole färben sich allerdings nicht blau wie beim kleinen Bruder. Das ist zwar schade, aber in Anbetracht des 3D-Displays können wir auf solche Spielereien gerne verzichten.

Beim Blick auf den Rahmen entdecken wir oben links die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Standard-Kopfhörer und Headsets, rechts davon hat der Ein-Aus-Lock-Taster seinen Platz gefunden. Er hat einen guten Druckpunkt und lässt sich mit dem Finger relativ gut ertasten. Auf der rechten Seite hat im oberen Bereich der Wippschalter zur Regelung der Lautstärke seinen Platz gefunden. Das ist eine etwas ungewöhnliche Position, denn er sitzt üblicherweise links im Rahmen. Dennoch können Rechtshänder problemlos auch während eines Telefonats die Lautstärke mit dem Daumen ändern. Der Druckpunkt ist hervorragend, und die zwei verbundenen Tasten lassen sich erstklassig ertasten, damit man zum Nachjustieren nicht das Handy vom Ohr nehmen muss.

Unterhalb, aber immer noch auf der rechten Seite, gibt es eine weitere Taste. Üblicherweise erwarten wir hier den Auslöser der Kamera, aber weit gefehlt: Er ist mit 3D beschriftet und startet auf Druck das dreidimensionale User-Interface 3D Space – dazu später mehr.

Ganz unten gibt es mittig ein kleines Loch, hinter dem sich das Mikrofon versteckt. Außerdem hat das Optimus hier eine Aussparung, um den Fingernagel einzuhaken – so lässt sich der Akkudeckel lösen.

Auf der linken Geräteseite haben im oberen Bereich gleich zwei Anschlüsse ihren Platz gefunden. Beim unteren handelt es sich um eine Mini-HDMI-Buchse zum Anschluss eines Fernsehers, darüber gibt es den Micro-USB-Port zum Aufladen des Akkus sowie zum Übertragen von Daten.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu 3D-Display, Stereo-Kamera, Dual-Core: Prototyp des LG Optimus 3D im Test

  • Am 31. März 2011 um 23:01 von Leupi

    Positive und negative Aspekte
    Hey,
    cooles REview, nur 1 versteh ich nich: Warum ist ein Android System mit Market-Zugang ein Pluspunkt ? Gibts auf Smartphones über 400€ noch welche ohne ?
    Solltet ihr streichen. Genauso wie Punkt 3+4: Das is das selbe: Beides beschreibt nur die hohe Leistung des Handys

    Grüße

    Leupi

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