Immer mehr Zoom in immer kompakteren Digicams: Die winzigen Bildsensoren von aktuellen Digicams ermöglichen die Konstruktion von kleinen und gleichzeitig vergrößerungsstarken Objektiven, wie sie vor zehn Jahren noch praktisch undenkbar waren. Was auf dem Papier spektakulär klingt, ist in der Praxis aber nicht immer sinnvoll. Denn häufig erweisen sich die auf Teufel komm raus auf möglichst viel Zoom gemünzten Optiken als unscharf oder bringen zahlreiche Abbildungsfehler auf die Bilder. Canon geht mit der SX230 HS, die „nur“ einen 14-fachen Zoom in ihrem 3,3-Zentimeter-Gehäuse unterbringt, noch einen vergleichsweise konventionellen Weg – wie die Bilder zeigen, eine gute Entscheidung.

Design

In puncto Design hat sich die SX230 HS im Vergleich zu ihrer Vorgängerin PowerShot SX210 IS praktisch nicht verändert – und sieht damit immer noch etwas unspektakulär aus. Das Objektiv steht auch im abgeschalteten Zustand ein kleines Stück aus der Vorderseite der Kamera heraus. An dieser Stelle ist die Digicam 3,3 Zentimeter dick. Damit passt sie nur noch mit Gewalt in enge Hosentaschen. In der Jacke findet die SX230 HS aber mühelos einen Platz. Wer das lackierte Metallgehäuse nicht verkratzen möchte, sollte in eine Kameratasche investieren.

Wie bei der älteren Schwester schießt auch bei der SX230 HS beim Einschalten jedes Mal der Blitz nach oben, ganz gleich, welcher Modus gewählt ist. Finger draufhalten hilft hier zwar, aber wir würden kein Gift darauf nehmen, dass die Ausklappmechanik auf Dauer nicht darunter leidet. Mit ausgeklapptem Blitz liegt die Kamera etwas komisch in der Hand – denn irgendwie gibt es kaum mehr Platz am Gehäuse, wo man seine linke Hand unterbringen könnte.

Nervig: Der Ausklapp-Blitz schießt jedes Mal beim Einschalten der Kamera nach oben - egal, ob die Sonne scheint oder nicht.
Nervig: Der Ausklapp-Blitz schießt jedes Mal beim Einschalten der Kamera nach oben – egal, ob die Sonne scheint oder nicht.

Das 3,0 Zoll große LC-Display auf der Rückseite ist zwar recht hell, in direktem Sonnenlicht aber nicht besonders gut abzulesen. Mit einer Auflösung von 461.000 Subpixeln bewegt es sich im Mittelfeld dessen, was bei Digicams derzeit üblich ist. Die 461.000 Subpixel entsprechen übrigens 480 mal 320 Pixel. 480 mal 320 ist gleich 461.000? Falsch. Die Rechnung geht daher nicht auf, weil Canon – wie im übrigen alle anderen Kamerahersteller – die roten, grünen und blauen Pixel einzeln zählt. Wir würden es begrüßen, wenn sich die Angabe der Displayauflösung von Digicams an die Form anpassen würde, die auch bei Smartphones, Monitoren, Fernsehern & Co. üblich ist. Nachdem das Display im 16:9-Format ausgeführt ist, werden bei voller 12-Megepixel-Auflösung im 4:3-Format nur 2,5 Zoll des Bildschirms fürs Sucherbild genutzt.

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