Der Pixma MP495 gehört zu Canons aktuellen Einsteigergeräten im Multifunktionsbereich und präsentiert sich mit glänzend schwarzer Oberfläche, die dem Drucker ein professionelles Aussehen verleiht.

Dank Abmessungen von 45,7 x 33,0 x 15,2 Zentimetern und abgerundeten Ecken ist der Platzbedarf auf dem Schreibtisch vertretbar, allerdings hat sich Canon vom klassischen, kostenintensiveren LC-Display der Vorgängermodelle verabschiedet. Stattdessen gibt es ein Bedienfeld mit typischen Druckfunktionen wie Start, Stopp, Farb- oder Schwarz-Weiß-Druck, Umschalten zwischen Normal- und Fotopapier in unterschiedlichen Größen und einen Netzschalter.

Es gibt eine spezielle Scan-Taste, aber keine eigene Taste für das Kopieren. Das Fehlen eines LC-Displays kann lästig sein, wenn man daran gewöhnt ist, mehrere Kopien zu erstellen und diverse Einstellungen vorzunehmen. Wünschenswert wäre eine Taste, über die bevorzugte Voreinstellungen programmiert werden können. Fotografen, die gerne Schnappschüsse aufnehmen, werden den Speicherkartenleser vermissen. Letzterer ist bei den meisten bereits getesteten Einstiegsmodellen standardmäßig enthalten.

Das Papier wird über zwei gegenüberliegende Papierschächte eingezogen beziehungsweise ausgegeben. Der Papiereinzug wird oben am Gerät ausgeklappt und kann bis zu 150 Blatt im Format A4 Papier aufnehmen; der Ausgabeschacht unten nimmt nur 50 Blatt Papier auf, lässt sich jedoch bei Nichtgebrauch platzsparend in das Gerät einklappen.

Der Scannerdeckel öffnet sich über einen schmalen Kunststoffarm und gibt den Blick auf ein kleines Fach für die zwei Tintenpatronen darunter frei: eine Dreifarb-Patrone und eine schwarze Pigmenttintenpatrone. Leider stehen dem günstigen Anschaffungspreis für den Drucker die höheren Kosten für die Tintenpatronen gegenüber. Die Patronen müssen häufiger ersetzt werden als die Patronen bei höherpreisigen Druckern mit fünf oder sogar sechs unterschiedlichen Farben. Canon verkauft Patronen für den MP495 mit unterschiedlicher Füllung. Die Seitenpreise liegen bei den Standardpatronen bei 7 Cent für die Schwarzweißseite und 9 Cent für die Farbseite. Es lässt sich Geld sparen, wenn man auf die Patronen mit größerer Kapazität zurückgreift. Hier liegen die Kosten dann bei 5 beziehungsweise 7 Cent pro Seite ohne Papierkosten.

Druckkosten (nur Tintenpatronen)

Patrone Farbe Reichweite/Seiten Preis UVP Seitenpreis
PG-510 Schwarz 220 17,49 0,07 Euro
PG-512 Schwarz 401 21,99 0,05 Euro
CL-511 Farbe 244 22,49 0,09 Euro
CL-513 Farbe 349 26,99 0,07 Euro

Der Pixma MP495 druckt, scannt und kopiert standardmäßig über eine USB-2.0-Verbindung; man kann ihn jedoch über den integrierten 802.11b/g-Druckserver auch kabellos mit dem Computer verbinden. Am einfachsten geht das, wenn man zuerst eine Kabelverbindung herstellt und danach die kabellose Verbindung hinzufügt, wie in dem einfachen Handbuch beschrieben. Eine Ethernet-Schnittstelle ist nicht vorhanden.

Der Drucker wird mit einer Treiberinstallations-CD geliefert, die die Wahl lässt zwischen üblichen Vorlagen wie Standard, Geschäftsdruck, Papierspardruck und Fotodruck. Dabei werden automatisch der Typ des Mediums, Blattgröße und Papierquelle angepasst. Darüber hinaus erlaubt der Treiber Anpassungen beispielsweise für Randlosdruck, Graustufendruck und die stufenweise manuelle Anpassung der Farbintensität. Ein Popup-Statusmonitor zeigt den aktuellen Druckjob, Dokumentnamen, Geräteeigner, Status und eine grafische Darstellung der Füllstände der Patronen. Diese Anzeige verschwindet automatisch wieder, wenn der Druckjob abgeschlossen ist.

Die Kopierfunktionen des MP495 entsprechen dem Standard für Multifunktionsgeräte: Über die Einstellungen in den Menüs können bis zu 99 Kopien auf einmal erstellt werden, und Kontrast und Vergrößerung eines Dokuments lassen sich auf Werte von 25 bis 400 Prozent einstellen. Der Flachbettscanner bietet die Möglichkeiten, Fotos und Dokumente einzeln einzuscannen. Eine automatische Dokumentenzufuhr ist nicht vorhanden.

Das gescannte Dokument lässt sich direkt an den PC als JPEG-, TIFF-, BMP- oder PDF-Datei übertragen. Optional sendet der Drucker die Dokumente als E-Mail mit der Option, eine automatische Zeichenerkennung zu nutzen. Alle gescannten Dateien landen im Verzeichnis „My Box“ auf der Festplatte des Computers.

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