Zugegeben: Als die X5 in der Redaktion einflatterte, waren wir skeptisch. Ein 15-facher optischer Zoom für 150 Euro – das klingt nicht gerade nach hoher Qualität. Hinzu kommt, dass General Electric (GE) eher für Glühbirnen, Haushaltsgeräte und Windkraftwerke bekannt ist als für Digitalkameras. Aber gut, wir lassen uns gerne eines besseren belehren. Strenggenommen ist der Hersteller der X5 General Imaging – eine Tochter von General Electric.

Design

Eines muss man GE zu Gute halten: Die X5 sieht weder nach Glühbirne noch nach Spülmaschine aus, sondern liegt gut in der Hand und fühlt sich erfreulich hochwertig an. Teilweise ist dafür sicherlich das recht hohe Gewicht der vier AA-Batterien verantwortlich, aber auch der Rest des Gehäuses wirkt solide. Auch optisch macht die Kamera einiges her – lediglich das große, weiß „GE“-Logo über dem Objektiv wirkt etwas, nunja, simpel.

Die Bedienung hat man auch als unbedarfter Anwender schnell erlernt. Sämtliche Tasten sind wohlproportioniert, klar beschriftet und weisen ausreichend Abstand voneinander auf. Die X5 bietet zwei verschiedene Menüsysteme. Ein Druck auf die Func/Ok-Taste in der Mitte des rückseitigen Vier-Wege-Pads bringt einen Dialog mit aufnahmerelevanten Einstellungen auf das Display. Das Menü mit den tiefgreifenderen Optionen erscheint nach einem Druck auf den Menu-Button.

Das 2,7 Zoll große Display auf der Rückseite der X5 löst nur 320 mal 240 Pixel (230.400 Subpixel) auf. Angesichts der niedrigen Anschaffungskosten ist das keine Überraschung.
Das 2,7 Zoll große Display auf der Rückseite der X5 löst nur 320 mal 240 Pixel (230.400 Subpixel) auf. Angesichts der niedrigen Anschaffungskosten ist das keine Überraschung.

Zwar sind die Menüs nicht unbedingt hübsch und nicht immer einfach abzulesen, doch der Aufbau ist logisch und leicht zu verstehen. Im Lieferumfang mit der Kamera befindet sich eine gedruckte Kurzanleitung sowie ein vollständiges Handbuch auf CD.

Wie gesagt: Die X5 bezieht ihren Strom aus vier AA-Batterien. Mit Alkali-Zellen beträgt die Laufzeit 300 Fotos. Mit NiMH-Akkus sind 500 Bilder möglich. Bei den beiden erwähnten Laufzeiten handelt es sich um Herstellerangaben, die auf dem Standard-Messverfahren des Fotovereinigung CIPA beruhen.

Die mit der wackelnden Hand beschriftete Taste aktiviert beziehungsweise deaktiviert den optischen Bildstabilisator der X5.
Die mit der wackelnden Hand beschriftete Taste aktiviert beziehungsweise deaktiviert den optischen Bildstabilisator der X5.

Auf der rechten Seite des Gehäuses bietet die X5 einen Micro-USB-Port. Wer in ein optional erhältliches Micro-USB-auf-AV-Kabel investiert, kann den Anschluss auch als Videoausgang nutzen. Im Lieferumfang selbst ist leider nur eine USB-Strippe enthalten.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu GE X5 im Test: günstiger, aber langsamer Bridgekamera-Underdog mit ordentlicher Bildqualität

  • Am 26. Mai 2011 um 07:07 von Wolfgang Pressel

    Kameratest GE X 5
    Leider nur ein unzureichender Test. GE wirbt mit dem HDR –modus. Leider hat der Tester die nicht gesehen .Test also unzureichend.

    • Am 10. August 2011 um 03:05 von Vlad

      AW: Kameratest GE X 5
      diese Kamera ist schlecht!!!

      • Am 2. September 2011 um 17:13 von felix

        AW: AW: Kameratest GE X 5
        warum ? die ist voll gut , das sieht man in den videos und das hat 14 pixel !

        • Am 10. Februar 2014 um 18:10 von Ro.Schä.

          Bestätigt !

          Habe die GE J1456W und die Software scheint die selbe zu sein wie sie unter der X sErie verwendet wird.
          Was mich stört ist :
          das der Zeitauslöser nicht unter der Langzeitbelichtung verwendet werden kann.

          Noch dazu will mir die Gesichtserkennung vorgaukeln das Gesichter im Sucher sind obwohl alles andere ( Häuser , Zeitungsauschnitte ) bei Videoaufnahmen wird ein Senderlogo im klein/grösser werdenten weißen Rahmen grahmt.Häusser im grünen , nur wenn ich ein Bild mit Gesichtszügen aufnehme , da reagiert diese Überhaupt nicht – kann man leider auch nicht abschalten , somit ist die Anleitung wie Software MIST.

  • Am 19. Februar 2012 um 15:59 von ph

    geschwindigkeit
    Habe diese Kamera jetzt seit 24h (für 70€!!!! bei einer bekannten Internet-Gebtrauchthandelsplattform, Rückläufer). Als absolut Unwissender in Bezug auf Programmkameras brauchte ich einige Stunden bis das 1. "schnelle" Foto gelang. Im "Szenenmodus" (soll wohl "Programm" heissen) gibt es die Einstellung "Sport". Zu Beginn hatte ich das A auf dem Einstellring für Automatik gehalten es bezeichnet den Blendenvorrang, na ja Schwamm drüber. Ein gewiefter Tester digitaler Kameras sollte das eigentlich schneller erfassen… OK die Lichtschwäche der Kamera bleibt natürlich ein Fakt. Aber "schnelle" Aufnahmen, also kürzer als 1/125 sec im Verschluß wenn ich an meine Kleinbilderfahrungen zurück denke macht man wohl zumeist bei Tageslicht sprich guter Beleuchtung. Und das kriegt die kleine GE hin. Zum Listenpreis von 200€ bekommt man Alternativen die zufriedenstellende HD-Videos erzeugen können mit einwandfreien Stereoton mittlerweile. Und HDMI Ausgang zur Wiedergabe. Das hat sie nicht, gut. Die Tonaufnahme zum SVGA-Bild im Quicktimecodec ist übrigens der einzige echte Schwachpunkt/Fehler den ich fand. Statt eines Tons gibt es nur ein Störgeräusch. Wird auch von anderen Kommentaren bestätigt. Wenn man sie ohne diese erweiterten Möglichkeiten der Digitalzeit als moderne Ausgabe einer klassischen Kleinbild-Programmkamera sieht ist die kleine GE zum Realpreis von 100€ ein Hit ohne Konkurrenz wie ich finde. Übrigens habe ich mich gestern noch mit Sxxx Accus (1,2V 2100mA, vorgeladen mit sehr geringer Selbstendladung) versorgt, Exxxxxxxs gab es nicht bei Deutschlands bekanntester Elektronik-Handelskette. Nach mittlerweile ca. 300 Fotos, etlichen Videos und nächtlichem Blitzgewitter (der Blitz ist übrigens Klasse) machen die mir langsam Angst. Die Anzeige steht immer noch auf 100%. Meine bisherigen Digitalkameras, Kompakte der simplen Art hatten alle ein schweres Energieproblem. Wenn ich das alles zusammen zähle, dazu einen 15fachen optischen Zoom!!! (den zusätzlichen digitalen habe ich deaktiviert, wozu?) ist das für mich fast ein Wunder. Über die Herstellungskosten mag ich gar nicht nachdenken. Bei aller Freude sind solche Geräte die Totengräber klassischer Produkte. Die einst den Stolz der industriellen Feinmechanik ausmachten. So ist das halt. Mit der X5 ist die digitale Fotographie auch bei mir endlich angekommen.

    • Am 8. Juli 2013 um 18:53 von Renate Rost

      Ihre Beschreibung ist eigentlich gut. Ich bin Anfänger mit der digitalen X5 und vermisse eine einfach zu verstehende Beschreibung und Bezeichnung der Tasten. Können Sie mir helfen, damit ich auch schöne Fotos machen kann? Ich würde mich sehr freuen. Danke Renate

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