Wunderflunder oder Plastikschrott? Woran man ein schlechtes Android-Tablet erkennt

Wenn man die Preisvergleichsdienste in den letzten Wochen beobachtet hat, konnte man immer mehr billige Android-Tablets entdecken, die in der Heckwelle der Tablet-Revolution auf einmal wie Pilze aus dem Boden schießen. Unter 150 Euro gibt es bereits eine erkleckliche Anzahl von Angeboten, und selbst zu Preisen von unter 100 Euro finden sich schon Android-basierte Tablets im ganz normalen deutschen Handel.

Exemplarische Beispiele vom deutschen Markt wären das Nexoc Pad 7 (ab 80 Euro), das Jay-tech PID7901 (ab 100 Euro), das Point of View Mobii (ab 110 Euro), das Faktor zwei xPAD 7 (ab 115 Euro) oder das Archos 7 Home Tablet V2 (ab 135 Euro). Bis 150 Euro tummeln sich dann gleich neun weitere Tablets.

Der Reiz für den Kauf eines solchen „Schnäppchens“ ist enorm – und verständlich. Apples iPad und iPad 2 sind ja mittlerweile die reinsten Kultobjekte, liegen preislich aber außerhalb der Reichweite vieler Interessenten. Denn letztlich sind sie doch Luxusartikel und kein echter Ersatz für ein Notebook, auf dem man arbeitet.

Android-Smartphones dagegen sind mittlerweile so weit verbreitet, sodass viele Anwender schon mal das Android-Betriebssystem und seine potentiellen iPhone- beziehungsweise iPad-Killer-Qualitäten beschnuppern konnten. Kommt jetzt noch ein eventuell bestehendes Interesse an eBook-Readern hinzu und betrachtet man das in Verbindung mit all den Tablet-Neuankündigungen in den vergangenen Wochen und Monaten, ist es mehr als verständlich, warum ein Markt für billige Android-Tablets existiert.

Es gibt nur ein Problem: Die meisten dieses Billigteile sind schlichtweg unbrauchbar. Im besten Fall verschaffen sie dem Android-Betriebssystem einen schlechten Ruf. Eher unerfahrene Kunden schlagen in der Erwartung der Performance und Features zu, die sie in den Testberichten der aktuellen Topmodellen sehen – und werden natürlich bitter enttäuscht: Sie bekommen eine billig anmutende und oft auch noch potthässliche Kiste, die mit nutzlosen Apps vollgepackt und grottenlangsam ist.

Billig-Tablets wie das mit vernichtenden Ergebnissen von unseren amerikanischen CNET-Kollegen getestete Maylong M-150 sind ihr Geld selten wert.
Billig-Tablets wie das mit vernichtenden Ergebnissen von unseren amerikanischen CNET-Kollegen getestete Maylong M-150 sind ihr Geld selten wert.

Aber man darf eben einfach kein iPad zum Preis eines iPod Shuffle erwarten. Es gibt jenseits von Markennamen eine Menge Gründe, warum ein Gerät fünfmal so teuer sein kann wie ein anderes. Das Endergebnis – massiver Frust – ist nicht wirklich überraschend.

Klar: Man könnte selbst ein Schrott-Tablet wohl in Sachen Software etwas aufräumen und eventuell sogar hacken oder übertakten, um es näher an eine echte Nutzbarkeit heranzuführen. Aber wird das ein technisch eher unbeleckter Durchschnittskäufer auch tun, der beim Shopping zufällig über so ein Billigangebot stolpert?

Wir waren ja selbst schon einmal in einer ganz ähnlichen Situation, als wir letztes Jahr ein 80-Euro-Tablet namens Eken M001 über eBay aus Fernost bestellt haben. Und auch unseren Kollegen von CNET USA erging es nicht anders, als sie im Dezember das damals in Übersee groß beworbene 99-Dollar-Tablet Maylong M-150 orderten.

Aber glücklicherweise lernt man ja aus seinen Fehlern. Am Beispiel des Billig-Tablets Maylong M-150 haben wir einen kurzen Leitfaden zusammengestellt, auf was man achten sollte, damit der Kauf eines günstigen Android-Tablets nicht zum kompletten Desaster wird.

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